Hitze, Wohnen, Soziales: Dafür machen wir im Herbst Druck

Foto der Wiener Innenstadt


Wir haben im Herbst einiges vor. Das sind unsere nächsten Initiativen für Wien.

Der Sommer hat gezeigt, wo Wien dringend handeln muss: Rekordhitze, drohende Sozialkürzungen und politische Skandale haben deutlich gemacht, dass die Stadtregierung bei vielen zentralen Fragen keine ausreichenden Antworten hat.

Wien braucht einen echten Hitzeschutzplan

Rekordtemperaturen, überhitzte Schulen, Kindergärten und Spitäler, geschlossene „Coole Zonen“ am Wochenende: Der vergangene Sommer hat gezeigt, wie schlecht Wien auf extreme Hitze vorbereitet ist.

Wir fordern deshalb einen wirksamen Hitzeschutzplan für Wien. Kurzfristig braucht es klare Maßnahmen für besonders heiße Tage, mehr kühle Schutzräume und besseren Schutz für Kinder, ältere Menschen und Patient:innen. Langfristig muss Wien entsiegeln, begrünen und beschatten. Dazu gehören auch deutlich mehr Bäume sowie hitzesichere Schulen, Kindergärten und Spitäler.

Im Herbst bringen wir das Thema deshalb in einen eigenen Sonder­gemeinde­rat zum Hitzeschutz.

„Wien braucht endlich einen mutigen Plan gegen die Hitze. Die rot-pinke Stadtregierung setzt lediglich auf kleine Einzel-Maßnahmen, der große Wurf fehlt weiterhin.“

Foto von Peter Kraus Peter Kraus Stadtrat, Parteivorsitzender, Sprecher für Klima, Baukultur und Queerpolitik

Gemeindebau vor Privatisierung schützen

Die Diskussionen rund um mögliche Privatisierungen von Gemeindewohnungen haben gezeigt: Der Wiener Gemeindebau ist nicht ausreichend abgesichert.

Wir fordern deshalb ein Wiener Wohnungsschutzgesetz. Damit soll in der Stadtverfassung festgeschrieben werden, dass Gemeindewohnungen nicht einfach privatisiert werden können. Dafür bringen wir im kommenden Gemeinderat einen Antrag ein.

Gegen weitere Sozialkürzungen

Auch im Wiener Sozialbereich drohen weitere Einschnitte. Bereits im vergangenen Jahr wurde unter anderem bei Arbeitsmarktförderung, Behindertenhilfe sowie Sucht- und Drogenhilfe gekürzt. Nun warnen zahlreiche Organisationen erneut vor massiven Folgen – insbesondere in Pflege und Behindertenhilfe.

Wir werden alle parlamentarischen Möglichkeiten nutzen, um gegen weitere Kürzungen vorzugehen. Denn soziale Sicherheit darf nicht zum Sparposten werden.

Missstände, Freunderlwirtschaft und politische Verantwortung

Die Vorwürfe rund um die MA 59 – darunter Mobbing, Rassismus, Sexismus und Freunderlwirtschaft – müssen umfassend aufgearbeitet werden. Auch die Causa Ruck hat diesen Sommer Fragen über den Umgang der SPÖ mit Macht und Verantwortung aufgeworfen: von Weinkellerabsprachen und sexistischen Aussagen bis zu Nevrivys Überlegungen, 100.000 Gemeindewohnungen zu ‚verklopfen‘.

Für uns ist klar: Bei solchen Vorgängen darf nicht weggeschaut werden. Bürgermeister Michael Ludwig muss Verantwortung übernehmen und für vollständige Aufklärung sorgen.

„Dieser Sommer hat gezeigt, dass der Bürgermeister die Zeichen der Zeit nicht mehr erkennt. Diese Hinterzimmer- und Weinkellerpolitik – mit Packelei, Postenschacher und Frauenverachtung – das darf 2026 nicht mehr sein.“

Judith Pühringer Judith Pühringer Stadträtin, Parteivorsitzende, Sprecherin für Arbeitsmarkt und Menschen mit Behinderung

Wir gehen wieder von Tür zu Tür

Ab Ende September starten wir außerdem wieder mit Hausbesuchen. Mit unserer Aktion „Neue Grätzel“ wollen wir Menschen in neuen Wohngebieten der Wiener Außenbezirke willkommen heißen und direkt mit ihnen ins Gespräch kommen.

Denn dort, wo neue Stadtteile und Nachbarschaften entstehen, wollen wir von Anfang an präsent sein und zuhören, was die Menschen vor Ort beschäftigt.

Weiter Druck bei Stammstrecke, Schulvorplätzen und Lobau

Auch unsere laufenden Schwerpunkte setzen wir fort. Bei der Sperre der Stammstrecke fordern wir bessere Ersatzangebote, kürzere Intervalle, freie Fahrt für Bus und Bim sowie zusätzliche Verbindungen.

Mit unserer Aktion für autofreie Schulvorplätze setzen wir uns weiterhin für sichere, verkehrsberuhigte und grünere Wege zur Schule ein.

Und auch bei der Lobau bleiben wir dran: Unsere Kampagne „Lobau oder Tunnel“ geht nach der „Milliardenshow“ in die nächste Phase. Denn Milliarden für neue Straßen lösen die Verkehrsprobleme Wiens nicht.