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am 19. Jänner

Die eignen vier Wände – ohne reiche Eltern

Peter Kraus - Jetzt erhalten alle unter 30 Jahren Zugang zum geförderten Wohnbau – für Junge mit geringem Einkommen ohne hohe Eigenmittel.

„Wir Junge sind von den davon galoppierenden Mietpreisen am stärksten betroffen.“
Peter Kraus, Jugendsprecher

Nach abgeschlossener Ausbildung und mit dem Einstieg ins Berufsleben begeben sich junge Wiener_innen auf die Suche nach der ersten eigenen Wohnung. Bis 30 Jahre leben mehr als 90% der Wiener_innen in den eigenen vier Wänden. Die Gründung des ersten eigenen Haushalts ist aber ein Weg voller Stolpersteine: teure Wohnungen, Befristungen, dubiose VermieterInnen.

Die Teuerungen am Wohnungsmarkt der letzten Jahre treffen vor allem die Jungen. Sie wenden durchschnittlich ein Drittel des Haushaltsaufkommen für die Miete auf.

Wenn junge Leute von daheim ausziehen, sind sie auf den privaten Wohnungsmarkt angewiesen. Gemeindebau oder Genossenschaft spielt's da nur selten, weil viele Angebote des sozialen Wohnbaus (Gemeindewohnungen und geförderter Wohnbau) vor allem für Menschen unter 30 Jahren bis jetzt oft nicht zugänglich waren. Der Eigenmittelanteil war für viele einfach zu hoch.

Rotgrün2 ändert das jetzt!

Was bisher nur für junge Familien galt, wird nun auf alle unter 30 Jahren ausgeweitet (auch auf eingetragene Partnerschaften und Single-Haushalte) und trägt den Namen „Jungwiener_innen-Darlehen“. Damit bekommen Junge mit geringerem Einkommen leichter Zugang zu gefördertem Wohnbau, weil der Eigenmittelanteil keine Hürde mehr darstellt.

Zusätzlich wird das Grundkostendarlehen von 110 Euro auf 200 Euro erhöht. Der jährliche Rückzahlungsbetrag wird solange gestundet, solange eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten wird. Das Einkommen wird erstmals nach zehn Jahren geprüft, danach alle fünf Jahre.

Ein Finanzierungsbeispiel:


Bisher:
Geförderte Wohnung mit 50m2 für eine junge Wienerin/ jungen Wiener unter 30 Jahren
​Einkommen: max. 19.300 Euro netto jährlich.

Der Eigenmittelanteil für die Wohnung beträgt 500,-/m2 (davon 230,- Baukostenanteil und 270,- Grundkostenanteil)

  • Für diese Wohnung musste man bisher 25.000 Euro Eigenmittel aufbringen

Neu:
JungwienerInnen-Darlehen von 21.500 Euro (Setzt sich zusammen aus 11.500 Euro Baukostendarlehen und 10.000 Euro Grundkostendarlehen)

  • halbjährliche Rate Baukostenanteil: 287 Euro, also jährlich: 574 Euro

Bei einer herkömmlichen Bankfinanzierung dieser 21.500 Euro mit 4%-iger Verzinsung, 20 Jahre Laufzeit, beträgt die monatliche Belastung 131€, also jährlich: 1.572 Euro

Fazit:

Mit dem JungwienerInnen-Darlehen ersparen sich alle unter 30 Jahren für eine Wohnung wie in diesem Beispiel jährlich 998€ Euro gegenüber einem Bankdarlehen, sofern das Einkommen 19.030 Euro nicht übersteigt.

Slider Junges Wohnen

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1 Kommentar (0 Antworten)

Klaus Klausner

21.01.2016 um 18:44 Uhr

Das ist gut. Leider sind meine Kinder schon zu alt und meine Enkel (ich habe sechs) noch zu jung. Ob diese Regelung lange genug bestehen bleibt ?

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