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am 27. Juli

Warum nicht Coffee-To-Go ohne Müllberg?

Peter Kraus - Coffee-To-Go-Becher verursachen in Wien jedes Jahr einen Müllberg von 988 Tonnen. Die Stadt Wien könnte Kaffeegenuss ohne Müll fördern. Wir zeigen, wie.

Infos hier​​Jeden Tag landen 200.000 Coffee-To-Go-Becher im Wiener Müll -  und zwar nach einer durchschnittlichen Gebrauchsdauer von nur 15 Minuten. 

  • ​​Würden alle in Wien täglich gebrauchten Wegwerf-Kaffeebecher übereinander gestapelt, wäre dieser Turm 20.000 Meter hoch - oder: 147 mal die Höhe des Stephansdoms.
  • Würden alle in Wien täglich gebrauchten Wegwerf-Kaffeebecher​ nebeneinander gestellt, wären das 14 Kilometer oder drei Reihen rund um den Ring.

Die Lösung: Der „Wien-Becher“

Wir wollen den Müllberg, der in Wien durch Wegwerf-Kaffeebecher entsteht, reduzieren. Wie wir das schaffen wollen? Indem wir eine Alternative bieten, die gut fürs Geldbörsel der WienerInnen UND für die Umwelt ist: mit einem gemeinsam von der Stadt Wien und von den Betrieben angebotenen, wiederverwendbaren Kaffeebecher. Wird dieser "Wien-Becher" statt einem Wegwerfbecher verwendet, bekommt der Kunde/die Kundin einen Rabatt beim Kaffeekauf.​ 

In Wien gibt es bereits einige Betriebe, die den Kaffee-To-Go billiger anbieten, wenn ein eigener Becher mitgebracht wird - wir Grüne schlagen ein einheitliches System vor. Dabei sind mehrere Modelle denkbar:

Modell 1:der „Wien-Becher“ als Pfandbecher

Hier kommen Pfand-Becher zum Einsatz, die im Kaffeehaus gekauft und wiederbefüllt werden können. Beim Zurückgeben bekommt man den Pfand wieder zurück.

Die Stadt beteiligt sich am Aufbau eines Pfand-Systems, ähnlich wie Plastik-Mehrwegbecher bei großen Veranstaltungen in Wien.

Modell 2: der „Wien-Becher“ als Mehrweg-Becher

Hier kommen Mehrweg-Becher zum Einsatz, die wiederverwendbar und aus nachhaltigen Materialien produziert sind. Die Stadt Wien kann diese Becher zum Einkaufspreis anbieten und an spezielle Personengruppen (beispielsweise alle ErstwählerInnen) als positiven Anreiz auch gratis abgeben.

Bei jedem Kaffee-Kauf bekommt der Kunde/die Kundin einen Rabatt. Im Cafe Jonas Reindl wird das bereits genauso gehandhabt: beim mitgebrachten Becher gibt es 20 Cent Rabatt.

Die Stadt könnte hier mit einheitlichem „Wien-Becher“ einen Standard setzen, der bei ausgewählten Partnerbetrieben akzeptiert wird.

Was DIE GRÜNEN wollen

  • ​Gemeinsam den Betrieben und mit den Verantwortlichen der Stadt Wien ein Modell entwickeln, das Pfand- oder Mehrweg-Systeme unterstützt.
  • Einen Anreiz für KundInnen und Betriebe schaffen, auf umweltschädliche Einweg-Becher zu verzichten.
  • Den Müllberg reduzieren 
  • Vorteile für Betriebe schaffen (durch geringere Anschaffungskosten und weniger Müllentsorgung) 

Wo gibt´s das sonst noch?

​Pfandbechersysteme gibt es schon in vielen europäischen Städten. Hier drei Beispiele:

  • Meinbecher Berlin: Der Berlin-Becher ist langlebig und nachhaltig, bei ausgewählten Partnerbetrieben gibt es 20 Cent Rabatt auf den Kaffee. ​Infos hier​​
  • FreiCup, Pfandsystem in Freiburg.Infos hier
  • ReCup, Pfandsystem in Rosenheim und München. Infos hier


Peter Kraus Coffee-To-Go
Das Wiener Cafe "Jonas Reindl" am Schottentor gibt 20 Cent Rabatt, wenn du deinen eigenen Becher mitbringst.
Mehrwegbecher
Und so sehen sie aus, die umweltschonenden Becher. Meist sind sie aus Bambus erzeugt. Das Cafe "Jonas Reindl" bietet einen aus Glas an.
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