Bezirkegruene.at
Navigation:
am 20. Juli

Das Grüne Gastro-Konzept für die Wiener Märkte

Rüdiger Maresch, Peter Kraus - Wir wollen die Märkte weiterhin lebendig und belebt halten.

Die Märkte in Wien haben in den letzten Jahren durch eine vermehrte Gastronomie stark profitiert. Junge, innovative MarktstandlerInnen haben mit ihren unkonventionellen Gastro-Ständen neuen Schwung in die Märkte, wie etwa den Meidlinger Markt oder den Schwendermarkt gebracht. Sie tragen auch zur Belebung ganzer Grätzel in den Bezirken bei. Wir wollen diese Entwicklung fördern und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen.

Derzeit kommt es zu einer teils starken Benachteiligung von Marktständen ohne Gastrolizenz im Vergleich zu angrenzenden Geschäftslokalen: der Lebensmittel-Supermarkt darf länger offenhalten, in der Bar gegenüber darf mehr als nur Bier ausgeschenkt werden, und die Mieten pro Quadratmeter sind oftmals günstiger als am Markt. (Gemeindeeigene Marktstände kosten etwa am Schwendermarkt etwa 10 Euro je Quadratmeter und Monat. Am Naschmarkt zahlt man nur 12 Prozent mehr. Ähnlich gering ist die Spanne bei der Benutzung von Marktflächen als Schanigarten: 6,25 Euro am Schwendermarkt, 7,88 Euro am Naschmarkt.)

Dazu kommt, dass der Betrieb eines Marktstandes ohne Gastrolizenz auf Märkten mit geringer Kundenfrequenz wirtschaftlich auf Grund von Kostenstruktur und Öffnungszeiten oft unattraktiv ist. 

Wir wollen die Märkte weiterhin lebendig und belebt halten. Und zwar mit folgenden Maßnahmen:

Unser GASTRO-Paket zur Belebung der Märkte

  • Längere Öffnungszeiten
    Derzeit sind auf Märkten die Öffnungszeiten von Montag bis Freitag 6 bis 19:30 Uhr, Samstag 6 bis17 Uhr üblich. Eine Richtlinie könnten hier die Öffnungszeiten im Handel sein (Mo bis Fr 6-21 Uhr, Sa 6-18 Uhr) So können MarktstandlerInnen die Öffnungszeiten auch dem Bedarf ihrer Zielgruppe entsprechend gestalten.
  • Mehr Möglichkeiten abseits von Gemüse und reiner Gastronomie
    Dort wo bisher nur Schlüsseldienste und Schuhreparaturen möglich waren, soll es in Zukunft auch kulturelle Nutzung und den Verkauf von Pflanzen, Blumen oder Altwaren geben können. Dies bedeutet eine Erweiterung der bisher erlaubten „Nebengegenstände“.
  • Acht Sitzplätze indoor und zusätzlich ein Schanigarten
    Wir schlagen vor, künftig die sogenannten "Verabreichungsplätze", also die Sitzgelegenheiten zum Essen/Trinken, indoor so beizubehalten wie derzeit erlaubt. Das sind acht Plätze. Aber wir wollen den StandlerInnen noch zusätzlich die Möglichkeit auf einen Schanigarten einräumen – geregelt nach dem Gebrauchsabgabegesetz. 
  • Faire, verständliche Regelungen
    Derzeit darf etwa auf einem Marktstand Bier, aber nicht Wein ausgeschenkt werden. Wir wollen die Regeln in der Gewerbeordnung und der Marktverwaltung kritisch prüfen und nachvollziehbare, faire und verständliche Rahmenbedingungen schaffen.
Meidlinger Markt
Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.