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am 25. Juli

Neuer Radweg auf der Linke Wienzeile fix

Christoph Chorherr - Entlang der linken Wienzeile, zwischen dem Getreidemarkt und der Köstlergasse, soll eine gefährliche Lücke im Radwegenetz geschlossen werden. Die Detailplanung läuft.

Linke Wienzeile
So sieht es derzeit auf der Linken Wienzeile aus: nichts für schwache Radfahrer-Nerven!

Bald ist es soweit: das letzte Teilstück des 17km langen Radweges durch das Wiental kommt. Derzeit müssen RadfahrerInnen sich auf der 495m kurzen Strecke zwischen Getreidemarkt und Köstlergasse gegen den Autoverkehr auf der viel befahrenen Linken Wienzeile behaupten, doch die Stadt Wien plant bereits einen sicheren, baulich getrennten Radweg.

Derzeit laufen die Detail-Planungen, auch was die bestehenden Ladezonen sowie Schanigärten betrifft. Darin sollen auch Bezirk und Wirtschaftstreibende eingebunden werden.​

Sechs Gründe für den Radweg auf der Linken Wienzeile

1. Mehr Sicherheit für alle
Es ist derzeit noch gefährlich für RadfahrerInnen, an der Wienzeile mit dem Autoverkehr mitzufahren, vor allem für Kinder und ältere Menschen. Der baulich getrennte Radweg wird die Situation deutlich entschärfen.

2. Entlastung für Margaretenstraße
Die Alternativrouten (v.a. die Margaretenstraße) sind schon jetzt überlastet und entsprechen
nicht den Anforderungen an eine attraktive und sichere Infastruktur (Mehrzweckstreifen bzw.
Einrichtungsradweg in Mindestbreite). Auch die Gumpendorfer Straße stellt keine brauchbare
Alternative dar, da dort auf Grund der geringen Fahrbahnbreite der Bau eines Radweges
äußerst schwierig ist.

3. Radverkehr auf der Mahü reduzieren
Der Lückenschluss auf der Wienzeile könnte die Mahü vom Radverkehr entlasten und das Konfliktpotenzial dort deutlich senken - zum Wohle der FußgängerInnen.

4. Steigender Radverkehr
Im ersten Halbjahr 2018 gab es einen neuen RadfahrerInnen-Rekord in Wien: 3,67 Millionen
RadfahrerInnen wurden an den Zählstellen registiert. Das ein Plus von rund fünf Prozent im
Vergleich zum Vorjahr. Von den zwölf Radverkehrszählstellen wies jene in der Operngasse den
höchsten Radverkehr auf (598.500) - ein Grund mehr, in die Radinfrastruktur zu investieren.

5. Weniger Autos in Mariahilf
In Mariahilf geht der Pkw-Bestand seit dem Jahr 2002 deutlich zurück. Trotzdem gibt entlang des Naschmarktes immer noch auf beiden Seiten insgesamt acht Spuren für den Autoverkehr – inklusive der Parkspuren. Für den Radverkehr gibt es null Spuren. Es ist Zeit, das zu ändern.

6. Gut für die Wirtschaft
Auch die Geschäfte in dem Gebiet würden profitieren. Denn mehr Radverkehr bringt auch
mehr KundInnen – gerade für den Einzelhandel. Mehr Infos dazu und auch Zahlen unter
https://www.radlobby.at/einkaufen.