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am 13. Jänner 2015

Mit der 365-Euro-Jahreskarte ins Wiener Umland

Maria Vassilakou - Wir wollen die Öffis noch attraktiver machen: Die Ausweitung der Kernzone ins Wiener Umland wäre ein unwiderstehliches Angebot für tausende Auto-PendlerInnen. Und die WienerInnen könnten mit ihrer Jahreskarte ins Grüne fahren.

Entlastung für PendlerInnen

Die Kosten für die Öffis würden sich für viele PendlerInnen mehr als halbieren. Derzeit kostet die erste Außenzone über 400 Euro im Jahr. 70 Prozent der PendlerInnen kommen aber genau aus den anliegenden Bezirken in Niederösterreich nach Wien: Wien Umgebung, Mödling,... So könnten bis zu 200.000 PendlerInnen finanziell entlastet werden und Staus und Überlastung der Straßen wirksam reduziert werden. Und die WienerInnen könnten mit ihrer Jahreskarte ins Grüne fahren.

Die Erfahrung in Wien zeigt: Die Jahreskarte spielt ihre Kosten wieder ein. Das heißt, trotz Vergünstigung der Jahreskarte haben die Wiener Linien ihren Umsatz gesteigert. Die Anzahl der JahreskartenbesitzerInnen ist von 350.000 auf 650.000 angestiegen. Eine ähnliche Entwicklung wäre für das Wiener Umland zu erwarten. Aus einer Anfragebeantwortung von Stadträtin Brauner (2009) geht hervor, dass durch eine Kernzonenausweitung Kosten in Höhe von ca. EUR 9 – 15 Mio. jährlich entstehen würden.

20.000 Autos weniger

Eines der größten Probleme der gesamten Ostregion ist das hohe Verkehrsaufkommen, wobei vor allem der PendlerInnenverkehr zwischen Wien und Niederösterreich ins Gewicht fällt. Der Zonensprung im VOR (Verkehrsverbund Ostregion) an der Stadtgrenze ist sicherlich ein bedeutendes finanzielles Hemmnis für viele PendlerInnen, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Die Kosten für den öffentlichen Transport würden sich für die PendlerInnen halbieren.

Doch auch die Stadt Wien würde davon profitieren. Die Verkehrssituation würde verbessert, die Umweltbelastung in Wien verringert. Wenn durch diese Maßnahme nur jeder 10. Autopendler aus Niederösterreich nicht nach Wien mit dem Auto einpendelt, bedeutet das täglich 20.000 Autos weniger auf Wiens Straßen.

Vor Zonenplan
Der VOR-Zonenplan

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14 Kommentare (0 Antworten)

Claudia Haselberger

15.04.2015 um 09:25 Uhr

Super Forderung! Dann könnte man es sich leisten, auch in der ersten Außenzone mit Zug und Fahhrad zur Arbeit zu fahren, was dzt. sehr teuer ist. Leider habe ich davon seit Jänner nichts mehr gehört.

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Dina Elsayed-Ali

08.02.2015 um 17:37 Uhr

super Idee - nur schade, dass es unbedingt eine neue Jahreskarte aus PLASTIK geben soll, die jährlich erneuert wird, das ist nicht besonders umweltfreundlich, auch wenn die Karten klein sind, kommt einiges zusammen - angebliche Sicherheit hin oder her, gibt es keine umweltfreundlichere Variante? Plastik gibts schon viel zu viel....

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Christine Rettl

28.01.2015 um 23:54 Uhr

Jede Idee, die für die Umwelt von Nutzen ist, ist prinzipiell gut. Sie sollte von allen Parteien ernst genommen werden, und - wenn möglich - auch umgesetzt werden. Täglich 20.000 Autos weniger wäre ein Segen für unsere Stadt ...

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Gerhard Rumpeltes

25.01.2015 um 18:23 Uhr

... und wenn dann die Pendlerpauschale ausschließlich für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmittel beansprucht werden kann, hätten wir ein großes Umwelt- und Verkehrsproblem echt gelöst!

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Christian Ess

24.01.2015 um 08:22 Uhr

Das ist ein Thema, über das ich mich als zugeraster Westösterreicher schon lange wundere. Es kann mir kein Mensch erklären, weshalb die Wiener Welt im Süden bei Vösendorf aufhört und dann die Zone wechselt. Wenn ich durch die Gegend fahre, merke ich außer dem Ortsschild nicht, dass sich etwas ändert. Aus meiner Sicht wäre eine Lösung wie das "Top Jugend Ticket" für Erwachsene spitze. 3 Bundesländer mit einem Tarif zusammen zu fassen. Der Bezirk Mödling müsste zusätzlich besser an die Öffis von Wien angebunden werden, dann würde die Attraktivität steigen. P&R Ausbau aber nicht vergessen.

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Herbert Faltynek

23.01.2015 um 21:37 Uhr

Wo sind die Zeiten mit den genialen Vorschlag (hier wegen Akzeptanz der Verkehrsunternehmen etwas aktualiesiert): 1x 365,- Netzkarte für 1 Bundesland, 2x 365,- NK f.2 Bundesländer 3x 365,- NK f.3 Bundesländer 4x 365,- Österreich-Ticket Gleichzeitig muß eine massive Revital- und Modernisierung stillgelegter Bahnstrecken stattfinden (sofern seitens der Macher überhaupt WIRKLICHES Interesse für eine breitenwirksame Verkehrsverlagerung vorhanden ist. Das Gegenteil ist man gezwungen anzunehmen. Mindestens: Martinsberg/Gutenbrunn-Slavonice Rechnitz(Güns)-Friedberg Zellerndorf-Laa/Th. Lunz-Waidhofen

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Volker Wadauer

22.01.2015 um 13:57 Uhr

Super Vorschlag! Damit profitieren alle, denn zB Ausflüge für Wiener Familien ins Umland können dann ja auch umweltfreundlich und billig organisiert werden! Eventuell ist das sogar für Pendler interessant, die von weiter weg nach Wien kommen (Gmünd etc), weil sie das Ticket erst ab der erweiterten Kernzone benötigen.

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Bruno Vincent Carl Fiala

22.01.2015 um 12:44 Uhr

Ich finde es ist wirklich höchste Zeit, dass der ÖPNV zeitgemäßer und nicht auf antiquierte Weise durch eine Bundeslandgrenze beeinflusst wird, und man neben der Jahreskarte für Wien noch extra an ein Ticket denken muss, wenn man z. B. von Wien Liesing ins nur rd. 10 Min. entfernte Mödling fährt, oder vom Flughafen Wien-Schwechat nach Wien rein etc. Darum finde ich den Vorstoß der Wr. Grünen sehr wichtig. Jetzt geht's darum, die Zuständigen aus NÖ ins Boot zu holen, denn das Nachbarbundesland müsste m. M. n. einen finanziellen Beitrag leisten, weil es (u. seine EW) ebenfalls davon profitiert.

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Barbara Haidvogl

22.01.2015 um 12:01 Uhr

Diese Idee finde ich besonders gut. Sehr oft fahre ich nach Langenzersdorf und gelegentlich nach Schwechat und Vösendorf. Ich habe die Jahreskarte für Wien muss aber an der Stadtgrenze immer zahlen. Also diese Idee wäre super.

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Karin Hügel

22.01.2015 um 10:43 Uhr

Wird es neue Zugverbindungen mit geringeren Intervallen zu Anschlüssen an EC, IC und Westbahn etc. z.B. in Tullnerfeld oder Purkersdorf geben, weil die Züge wegen des neuen Hauptbahnhofs nicht mehr in Hütteldorf halten werden? Dann würde ich die Zone Wien auch bis zu diesen Bahnhöfen ausdehnen.

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