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am 27. Juni 2014

Das Öffi-Paket für Wien

Maria Vassilakou - Straßenbahn, Bus und U-Bahn werden ausgebaut und die S-Bahn verbessert. So machen wir Wien fit für die nächsten Jahrzehnte.

Öffipaket Wien 2023

Bis 2030 werden zwei Millionen Menschen in Wien leben. Damit die Stadtentwicklung mit diesem Wachstum mithalten kann, braucht es neue, schnelle und vielfältige öffentliche Verkehrsmittel. Die Stadt wird daher das Straßenbahnnetz in den nächsten Jahren um rund 18 Kilometer wachsen lassen, das Busnetz verbessern, die U2 verlängern und die neue U5 bauen. Hier die Details.

Mehr Straßenbahn und Bus

Besonders wichtig ist uns der weitere Ausbau des Straßenbahnnetzes und die Optimierung der S-Bahn und des Busnetzes in der Stadt - die Kombination vieler verschiedener Verkehrsmitteln schafft nämlich ein kund_innenfreundliches und attraktives öffentliches Verkehrsnetz. Das Investitionspaket in das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt sieht so aus:

  • 2015: Erschließung Media Quarter Marx
    Die Buslinie 80A fährt mit Jahresbeginn 2015 vom U1/U2 Praterstern über die U3 Schlachthausgasse direkt ins Media Quarter
  • Wienerbergtangente: Ab 2017 Buskorridor für den 15A
    Ein verbesserter, durchgehender Buskorridor für den 15A wird deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste bringen. Bei entsprechender Stadtentwicklung soll die Bustrasse dann zur Straßenbahntrasse für die neue Linie 15 umgebaut werden.
  • 2018: Verlängerung Linie O ins Nordbahnhof-Gelände
    Erschließung des Stadtentwicklungsgebiets Nordbahnhof.
  • 2019: Verlängerung Linie D in die Gudrunstraße
    Erschließung Stadtentwicklungsgebiets Hauptbahnhof bis Gudrunstraße.
  • Weitere Erschließung von Nord- und Nordwestbahnhof durch eine weitere Verlängerung der Linie O oder durch eine neue Linienkombination von 2 und 5
  • Die Linie 67 soll über den Reumannplatz und über Monte Laa zur Siedlung Süd-Ost verlängert werden.
  • Es ist vorgesehen die Linie 25 durch die Seestadt zur Station U2 Aspern Nord zu verlängern
  • Donaufeldtangente (Fultonstraße – U1 Kagran) erschließt das Donaufeld und verbindet die Bezirke 21 und 22

Mehr S-Bahn

Das S-Bahn-System ist sowohl für die Pendler_innen als auch für den innerstädtischen Verkehr von großer Bedeutung. Die Stadt Wien bekennt sich daher zu einer permanenten Verbesserung und Attraktivierung des Wiener S-Bahnnetzes, zum Beispiel durch kürzere Intervalle oder auch neue Stationen. Ziel ist es, dass die Qualität der S-Bahn vergleichbar mit der Qualität der U-Bahn wird. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Stadt Wien mit den ÖBB Gespräche führen.

Mehr U-Bahn

Der U-Bahn-Ausbauplan sieht folgendermaßen aus: 2018 ist Baubeginn für zwei Teilabschnitte, welche Ende 2023 eröffnet werden sollen:

  • Verlängerung der U2 ab dem Rathaus über Neubaugasse (U3) und Pilgramgasse (U4), den Bacherplatz zur S-Bahn-Station Matzleinsdorfer Platz
  • Bau des ersten Teilstücks der U5 vom Rathaus zum Frankhplatz/Altes AKH

Weiters starten jetzt die Verhandlungen mit dem Bund zur fünften U-Bahn-Ausbaustufe. In dieser soll die Linie U5 über den Arne-Carlsson-Park (Spitalgasse/Währinger Straße) und Michelbeuern-AKH (U6) zum Elterleinplatz verlängert werden. Dadurch sollen nach der Eröffnung der ersten U5-Etappe wichtige neue Umsteigeknoten entstehen. So soll mit der U5-Station im Bereich Arne-Carlsson-Park einer der größten Straßenbahn-Knoten Wiens mit sieben Straßenbahnlinien (5, 33, 37, 38, 40, 41, 42) an die U-Bahn angebunden, das AKH mit einer weiteren U-Bahnlinie erschlossen werden. Durch die Station Elterleinplatz verbessert sich die Anbindung von Hernals deutlich. Im Rahmen der 5. Ausbaustufe soll dann die U2-Verlängerung über den Matzleinsdorfer Platz hinaus, die Gußriegelstraße und den Wienerberg erschließend, umgesetzt werden. Dann soll die neue Straßenbahnlinie Wienerbergtangente anschließen, die vorerst als beschleunigte und attraktivierte Buslinie geführt werden soll.

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4 Kommentare (1 Antwort)

Rudolf Müller

05.07.2014 um 11:41 Uhr

Die komplette Kapitulation der grünen (Öffi-)Verkehrspolitik! Statt der Attraktivierung des Oberflächenverkehrs werden unzählige Steuermilliarden in der U-Bahn vergraben. 1 U-Bahn-km = 10 Straßenbahnkilometer, nicht nur in der Errichtung, auch in der Erhaltung. Vor allem die neuen U-Bahn-Kreuzungen Neubaugasse (dort fährt jetzt schon die U3 zweistöckig) und Pilgramgasse werden ein Milliardengrab.

Während der U-Bahnbau schon mit fixen Worten (Baubeginn, Eröffnung) dargelegt wird, ist beim Straßenbahnausbau alles sehr vage (soll umgebaut/verlängert werden, ist vorgesehen…). Und wie will man jet

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Rudolf Müller

05.07.2014 um 11:41 Uhr

Die Ausführungen zur S-Bahn sind maximal eine Absichtserklärung. WANN fährt eine S-Bahn von Hütteldorf über Speising und Meidling nach Wien Mitte im Weniger-als-30-Minuten-Takt?

WO ist der 13er? Oder der 48er, die Straßenbahn durch die Felberstraße, usw. usf.? Die komplette Umrüstung der Straßenbahnen auf neue Unterflurgarnituren? Das Beschleunigungsprogramm (wie der Vorposter schreibt: „absolute Priorität für Öffis bei Ampelschaltungen“). Je schneller die Straßenbahn vorankommt umso mehr Menschen können in der gleichen Zeit zu gleichen Kosten (Gefäße und Personal) transportiert werden.

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Rudolf Müller

05.07.2014 um 11:40 Uhr

Und wie sieht es mit fairen Arbeitsbedingungen z.B. für die Buslenker aus? Da wird mit Negativ-Versteigerungen wie bei 56A/B und 58B weiter an „Billigstbieter“ ausgelagert!

Zeit für Herrn Maresch den Hut zu nehmen. Vielleicht kann ja Ingrid Puller in den verbleibenden Monaten noch etwas von dem retten, was er in den letzten 3,5 Jahren vergeigt hat.

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Gerhard Schwarz

29.06.2014 um 17:04 Uhr

Die Verlegung des öffentlichen Verkehrs in den Untergrund geht also weiter. Mir fehlt die Prioritätensetzung für den innerstädtischen öffentlichen Oberflächenverkehr als lokaler Kleinverteiler. Das vorliegende Ausbauprogramm peripherer Straßenbahnlinien bzw Erweiterungen in Neubaugebieten rüttelt nicht an der Priorität des innerstädtischen motorisierten Verkehrs. Technisch einfach aber politisch schwer umzusetzen wäre die absolute Priorität für Öffis bei Ampelschaltungen (die jetzige Phasenschaltung ist ein Placebo!)

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