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am 30. September 2014

Das Mobilitätskonzept für Wien ist da

Rüdiger Maresch - Unter dem Motto "miteinander mobil" präsentiert Rot-Grün im Rahmen des Stadtentwicklungsplanes 2025 das Mobilitätskonzept für Wien. Hier einige Schwerpunkte.

Wien wird in wenigen Jahren ab jetzt über zwei Millionen EinwohnerInnen haben. Um auf dieses Wachstum vorbereitet zu sein, hat die Stadtregierung jetzt ein Ausbauprogramm für den Verkehrsbereich vorgelegt. Wien wird 2025 neue U-Bahnverbindungen haben, über ein wesentlich verbessertes S-Bahnnetz und neue Straßenbahnverbindungen verfügen, bessere Rad- und Fußwege sowie ein verbessertes Straßennetz bekommen.

Für die Ostregion Österreichs, also Wien, Niederösterreich und Burgenland, wird es künftig ein gemeinsames Verkehrskonzept geben. Alle drei Länder wollen sich im Verkehrsbereich deutlich besser abstimmen. Jener Teil, der Wien betrifft liegt schon jetzt vor. Er wurde von Rot-Grün erarbeitet und sieht viele Neuerungen und Verbesserungen vor.

AUSBAU VON FLANIERMEILEN

Als Teil des „Wiener Stadtwegenetzes“ werden mehrere strategisch wichtige, bezirksübergreifende Routen als „Flaniermeilen“ umgesetzt.​

Mobilitätskonzept Fusswege
Bis 2025 werden alle 7 der bezirksübergreifende Flaniermeilen eingerichtet . Die Routen 1 und 2 kommen schon bis bis 2018.

Fußgängerhauptnetze wie die „Flaniermeilen“ dienen nicht nur WienerInnen, sondern sind auch für TouristInnen attraktiv und steigern die Qualität des Erlebnisses beim zufußgehen in der Stadt. Dabei erfolgte die Ausrichtung der Flaniermeilen an zahlreichen Kriterien. Ausschlaggebend waren dabei vor allem die Verbindung von Orten mit hoher Bedeutung für Alltagswege, unter anderem Märkte oder Einkaufsstraßen, zentrale Plätze, hochrangige ÖV-Stationen, etc. Auch eine attraktive Wegeführung wurde berücksichtigt, sowie die Beziehung zu anderen Hauptverkehrsströmen, z.B. des Auto oder Radverkehrs. Im Rahmen der Flaniermeilen werden Fußwege aufgewertet: Diese sollen besonders hohe Standards für FußgängerInnen und ein einheitliches, mit Stelen im öffentlichen Raum platziertes, neues Orientierungsleitsystem erhalten. Dieses weist zu wichtigen Zielen im öffentlichen Raum und bietet Informationen zur Umgebung, zum Öffentlichen Verkehr und zum Radverkehr. Ebenfalls kann hierdurch das Angebot an barrierefreien Informationen im öffentlichen Raum verbessert werden. 

  • Bis 2025 werden alle 7 der bezirksübergreifende Flaniermeilen eingerichtet . Vorrangig sollen bis 2018 die Routen 1 und 2 weitgehend realisiert werden.

AUSBAU VON RAD-LANGSTRECKEN

Zur Förderung des Fahrradverkehrs über lange Distanzen und damit auch im Pendelverkehr sollen stadtquerende Rad-Langstrecken etabliert werden, die Teil des Wiener Hauptradverkehrsnetzes sind.​

Mobilitätskonzept Rad-Langstrecken
Ausbau von Rad-Langstrecken

Diese zeichnen sich durch hohe Nutzungsqualität und Komfort aus und ermöglichen durch den Ausbaustandard eine höhere Reisegeschwindigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte. Parallel zum Ausbau der bestehenden Infrastruktur werden durch Langstreckenverbindungen von der City bis zur Stadtgrenze neue Qualitätsstandards gesetzt. Eine Fortsetzung der Rad-Langstrecken ins Umland wird laufend mit dem niederösterreichischen „RADLGrundnetz“ abgestimmt. Im Zuge des Infrastrukturausbaus werden laufend Verbesserungsmaßnahmen für Streckenabschnitte der Radlangstrecken umgesetzt. 

  • Bis 2018 wird die erste von drei prioritären Routen (Routen Süd, Nord und West) umgesetzt. Bis 2025 werden weitere Routen umgesetzt.

schwerpunkte des öffi-ausbaus

Mobilitätskonzept ÖV Ausbau
Schwerpunkte des Öffi-Ausbaus

ANGEBOTSOFFENSIVE IM BAHNVERKEHR

Mit der S-Bahn besteht bereits ein hochrangiger Verkehrsträger, dessen Angebot mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz ausgeweitet werden kann. Zusätzliche Stationen bzw. Verbesserungen bestehender Stationen sind erforderlich. Langfristiges Ziel ist das Angebot eines 15 Minuten Taktes auf S- Bahn Außenästen. Auf städtischen Tangentialen werden nach Bedarf auch dichtere Takte angeboten.

Folgende Projekte haben Priorität:

  • Der Ausbau der Südbahn von Meidling bis Liesing. 
  • Weitere Angebotsverdichtung der S45 (Vorortelinie). 
  • Angebotsverdichtungen auf den S-Bahn Außenästen (insbesondere S3, S7, S50 oder S10 via Stadlau) und der Wiener Lokalbahn in Abstimmung mit dem Land Niederösterreich. 
  • S-Bahn-Verbindung S80 Stadlau-Hütteldorf (West-Ost-Tangente in Kombination mit dem Ausbau Marchegger Ast der Ostbahn und Attraktivierung der Verbindungsbahn. 
  • Der Ausbau der S45 entlang der Donau. 

AUSBAU DES U-BAHN-NETZES 

Folgende Projekte haben Priorität:

  • Verlängerung der U1 nach Oberlaa (bereits in Bau) 
  • Modernisierung und Qualitätsoffensive U4 und U6 
  • Linienkreuz Rathaus-U2/U5: U5 nach Hernals und U2-Verlängerung in den Bereich Favoriten

ÖV-ERSCHLIESSUNG DER STADTENTWICKLUNGSGEBIETE 

Folgende Projekte haben Priorität: 

  • Straßenbahn Erschließung Nordbahnhof 
  • Straßenbahn Erschließung Nordwestbahnhof
  • Straßenbahntangente Wienerberg, erster Schritt Buskorridor als Vorleistung
  • Straßenbahn Erschließung Monte Laa 
  • Straßenbahn Erschließung Seestadt 
  • Straßenbahn Erschließung Donaufeld
  • Weitere hochwertige Busprojekte speziell am Stadtrand und als tangentiale Verknüpfungen

Mein Kommentar

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2 Kommentare (1 Antwort)

Wolfgang Premauer

27.09.2015 um 18:38 Uhr

.. ich hatte vor Jahren einen Chef, der pflegte zu sagen: "Und, wer weiß noch von diesem Geheimnis?"

Was helfen die schönsten Konzepte, wenn sie der breiten Öffentlichkeit "vorenthalten" bleiben? Alle reden von den Schikanen der Wiener Grünen gegen die Autofahrer. Die Wahlplakate der Grünen sind allgemein gehalten, die ÖVP verspricht den "Schutz" der Autofahrer, die SPÖ Währing fordert im Wahlkampf sogar definitiv den Ausbau der S45 bis zur Praterbrücke (Wer hatte die Idee zuerst?), ...

Schade um das Konzept, das "im Dunkeln" schmachtet. - Zumindest mir war es bisher nicht bekannt ..

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Bernhard Schef

26.02.2015 um 10:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Maresch, mit großem Interesse als Bewohner von Ober St. Veit habe ich gesehen, dass „Die Grünen Wien“ das Mobilitätskonzept für Wien veröffentlicht haben.

Insbesondere würde mich der Zeitplan zur Umsetzung der Verbindungsbahn Wien Hütteldorf - Wien Meidling interessieren, da ich in der Nähe der geplanten Station Hietzinger Hauptstraße wohne und mir das enorme Zeitersparnisse bringen würde. Bzw. sieht es auf der Graphik so aus, als wäre auch eine Station an der U4-Ober St.Veit geplant. Stimmt das?

Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen, Bernhard Schef

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