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am 28. Februar

Aktionsprogramm Verkehr für Wien und das Wiener Umland

Maria Vassilakou - Damit Wien in Zukunft nicht im Verkehr erstickt, wollen wir ganz neue Wege gehen. Deshalb haben wir gemeinsam mit ExpertInnen verschiedenster Richtungen ein Aktionsprogramm Verkehr entworfen, dass den WienerInnen echte Entlastung bringen kann. Die drei Kernpunkte: Ausbau der Öffis, flächendeckendes Parkpickerl und Verkehrsberuhigung in Teilen der Donaustadt.

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Wenn wir nicht rasch handeln, erstickt zuerst die Donaustadt und in Folge ganz Wien im Verkehr​. Wir wissen jetzt auch, dass der geplante Lobautunnel mit mehr als zwei Milliarden Euro nicht nur ein teures Prestigeprojekt ist, sondern dass dieses Geld weitaus vernünftiger eingesetzt werden könnte: zum Beispiel für den Ausbau der Öffis bis ins Wiener Umland und ein großes Aktionsprogramm Verkehr.

DAS AKTIONSPROGRAMM: DIE WICHTIGSTEN PUNKTE


Der Ausbau der Öffis, die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung und eine Verkehrsentlastung der Donaustadt sind die Kernpunkte des Papiers. Im S-Bahn-Netz sollen unter anderem Verbindungsbahn und Marchegger Ast ausgebaut werden, die S45 soll künftig an der Ostbahnbrücke enden. Mehrere Linien, etwa S80, S60 und S40 sollen häufiger fahren.​ Hier nun eine Übersicht der wichtigsten Maßnahmen.

Grafik Aktionsprogramm Verkehr

S-Bahn - Infrastrukturausbau 

  • Ausbau und Attraktivierung der Verbindungsbahn 

  • Ausbau und Attraktivierung des Marchegger Astes 

  • S45 Verlängerung bis zur Ostbahnbrücke

  • Kapazitätssteigerung der Ostbahn (Donauquerung) 

S-Bahn - Erhöhung der Angebotsqualität 

  • S80 –Taktverdichtung (Aspern – Hütteldorf)

  • S60 – Taktverdichtung und –verstetigung (Bruck/Leitha – Wien) 
  • Umsetzung REX-Paket Wien-Umland

  • S50 – Viertelstundentakt (Tullnerbach – Wien)

  • REX-Paket Marchegger Ostbahn

  • S1 – Viertelstundentakt (Stammstrecke Gänserndorf – Wien)

  • REX-Paket Südachse

  • S40 – Taktverdichtung

  • S2 - Viertelstundentakt (Stammstrecke Wolkersdorf – Wien) 

U-Bahn - Infrastrukturausbau 

  • U1 – Rothneusiedl, falls dort Stadtentwicklung stattfindet

  • Linienkreuz U2/U5 Vollausbau (Hernals/Wienerberg) 

Straßenbahn - Infrastrukturausbau 

  • Linie D – Verlängerung (Gudrunstraße)

  • Linie O – Verlängerung (Nordbahnhof)

  • Linie 15 - Wienerbergtangente (kurzfristig Buskorridor)

  • Linie 67 – Verlängerung (3 Phasen / Neilreichgasse / Kretaviertel / Laaer Berg Straße)
  • Linie 25 – Verlängerung (Seestadt – Aspern Nord) 

  • Linie 12 – Nordwestbahnhoftangente

  • Linie 25 – Donaufeldtangente 

Parkraumbewirtschaftung 

  • Wienweite Ausweitung 

  • Weiterentwicklung 

Verkehrsentlastung (vor allem 22. Bezirk) 

  • Beschleunigung von Straßenbahn und Bus (inkl. funktioneller Gliederung des Straßennetzes) 

  • Verkehrsberuhigung in Wohngebieten und von Schulumfeldern

  • Aufwertung öffentlicher Räume, insbesondere in den Ortskernen zur Verkehrsberuhigung

  • Radwegenetz von Siedlungsschwerpunkten zu Naherholungsgebieten, zentralen Einrichtungen und ÖV-Knoten

  • Verkehrsdosierung im Hauptstraßennetz (va. auch auf Stadteinfahrten) 

  • Stadtgrenzen überschreitende Verkehrsinitiativen 


ALLE GEMEINSAM

Die massiven Investitionen in den öffentlichen Verkehr kann die Stadt Wien nicht alleine stemmen.​ Für die Umsetzung des Aktionsprogramm Verkehr ist ein gemeinsamer Kraftakt von Bund, Asfinag, Ländern (NÖ, Bgld), Stadt Wien und Bezirken erforderlich.​

Gedanken zum Lobautunnel

Zum Milliardenprojekt Lobautunnel – eine Idee aus den 1990er Jahren – sind folgende vier Punkte festzuhalten:

  1. ​ Mit rund 2 Milliarden Euro handelt es sich hierbei um ein sehr teures Prestigeprojekt einer früheren Polit-Generation.
  2.  Das Geld könnte weitaus besser und zeitgemäßer investiert werden.
  3.  Der Tunnel gefährdet unseren Nationalpark Lobau.
  4.  Klingt komisch, ist aber so: Der Tunnel bringt noch mehr Verkehr nach Wien. In dieser Grafik siehst du die Auswirkungen des Tunnels mit und ohne umfassendes Aktionsprogramm:
Grafik Verkehrsszenarien Lobau 2030
Slider Aktionsprogramm
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