Umweltschutz in der Stadt

Naturschonende Landwirtschaft unterstützen und gerechten Zugang zu Biolebensmitteln ermöglichen.

Umweltmusterstadt Wien?

Auch wenn die städtische Werbung etwas anderes sagt: Zur Umweltmusterstadt ist es noch ein langer Weg.

Wofür wir stehen  

  • Artenvielfalt und Biodiversität in der Stadt
  • Gesunde Ernährung für Alle
  • Reparieren, Wiederverwenden und Recylieren statt Müllberge produzieren
  • Wien am Wasser und nicht nur an der Donau

Woran wir arbeiten

  • Biolandwirtschaft aktiv fördern
  • Weniger verbaute und versiegelte Flächen in Wien
  • Mehr biologische und tiergerechte Verpflegung in Wiens Kindergärten, Schulen, Pensionistenwohnheime und Krankenhäusern
  • Das Einweg-Pfand und die verpflichtenden Mehrwegquoten, die die Grünen im Bund durchgesetzt haben, werden auch die Abfallwirtschaft in Wien ökologischer machen
  • Regenwassermanagement bei allen Neubauten, Parkplätze und Straßenflächen reduzieren und entsiegeln, eine grüne Stadt statt einer Betonstadt

Was du tun kannst

  • Verwende recycelte Produkte und Second Hand (willhaben & Co)
  • Optimiere deinen Energie- und Ressourcenverbrauch
Die Grünen beim Clean-Up

Artenvielfalt & biolandwirtschaft

Artenvielfalt in der Stadt ist durch Pestitzide und Intensivlandwirtschaft am ärgsten gefährdet. So lässt sich die Artenvielfalt am besten durch den Ausbau der Biolandwirtschaft schützen. Auf der Nachfrageseite ist vor allem wichtig, dass Großeinkäufer:innen Biolebensmittel kaufen. Hier spielt die Stadt Wien eine wichtige Rolle. Bei der Versorgung von Wien mit Lebensmitteln müssen wir den Grundsätzen Regional, Bio & Tierwohl folgen.

Wenn die Stadt Wien in Kindergärten, Schulen, Pensionistenwohnhäusern und Spitälern, den Anteil an regionalen Biolebensmittel erhöht, ist viel gewonnen. Die Stadt kann zum Vorbild werden und eine Landwirtschaft, die die Natur nicht zerstört, unterstützen. Gleichzeitig kann sie so einen gerechten Zugang zu Biolebensmitteln für die Bewohner:innen dieser Stadt ermöglichen, allen voran Kinder, Ältere und Kranke. Genauso ist auch die Sicherstellung der Nahversorgung mit biologischen Lebensmitteln im gesamten Stadtgebiet (z.B. mit Grätzelmärkten) wichtig.

Ökologischer Fussabdruck

Der ökologische Fußabdruck ist ein Maß dafür, wie sorgsam, wie nachhaltig, mit mineralischen und biogenen Rohstoffen umgegangen wird und wieviele Abfälle und Schadstoffe wir an die Umwelt abgeben. In Wien können wir durch eine ökologische Abfallwirtschaft unseren ökologischen Fußabdruck verringern. Diese folgt dem Prinzip “Reparieren & Wiederverwenden > Recyclen > Entsorgung”. Die Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes zeigt den Weg dorthin. Wien muss hier in den nächsten Jahren in der Abfallwirtschaft viel verändern. Müllverbrennung, in dem großen Maße, wie sie derzeit in Wien erfolgt ist, ist jedenfalls nicht ökologisch. Die Sammlung und getrennte Verwertung von Küchenabfällen ist höchst an der Zeit.

Wasser an die Oberfläche

Flüsse und Gewässer sind die Lebensadern von Städten. Die Wiener:innen können sich über erstklassiges Hochquellenwasser und über viele Gewässer wie die Donau, den Donaukanal, die Alte und Neue Donau, die „Lacken“ in der Lobau, die Wienerwaldbäche freuen. Aber da geht noch mehr. Auch in den dicht verbauten Gebieten brauchen wir Wasser, in der Zeit der Klimakrise umso mehr. Denn wir haben immer mehr Hitzeperioden in der Stadt. Wasser an der Oberfläche bringt Abkühlung für die Wiener:innen. Wir wollen, dass Wasserläufe wie der Alsbach wieder an die Oberfläche gebracht werden, die Wienerwaldbäche renaturiert werden und neue Brunnen und Teiche in der Stadt entstehen.

Versiegelte Flächen müssen, dort wo es möglich ist, aufgebrochen werden, bei der Genehmigung von Bauvorhaben darf nur eine minimale Versiegelung erlaubt werden und es sind genügend Grün- und Freiräume verbindlich vorzuschreiben. Regenwasser muss in Zukunft in einem viel höheren Maße gesammelt und zur Bewässerung eingesetzt werden. Damit werden auch die Wiener Kanäle, die schon jetzt an ihrer Kapazitätsgrenze sind, und die Kläranlage entlastet.

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