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am 1. März

So machen wir Wiens Luft sauber

Rüdiger Maresch - In allen Städten Europas wird gegen die Luftverschmutzung durch Dieselabgase vorgegangen, in Deutschland kommen jetzt zum Beispiel Dieselfahrverbote. Auch in Wien ist die Luftgüte nicht zufriedenstellend. Hier unser Plan.

Abgase von Dieselautos sind für etwa die Hälfte der giftigen Stickoxide in unserer Luft verantwortlich. Stickoxide verursachen massive gesundheitliche Schäden, vor allem bei Kindern, Schwangeren, Älteren und Menschen mit Lungenkrankheiten.

In Wien wird der Grenzwert für Stickoxide regelmäßig überschritten, und das obwohl die Stadt mit dem großzügigeren EU-Grenzwert von 40 µgNOx/m3 Luft arbeitet und nicht mit dem österreichischen Grenzwert von 30 µg/m3.

Wien ist auf dem richtigen Weg und hat in den letzten Jahren durch das Parkpickerl den Ausbau der Öffis viel für bessere Luft erreicht. Wir können jetzt aber nicht die Hände in den Schoß legen. Fakt ist: Je geringer der Anteil von gesundheitsgefährdenden Schadstoffen in der Luft, desto besser unsere Gesundheit.​

Was wir jetzt für sauberer Luft tun müssen

  1. Die Hardware-Nachrüstung der Autos mit Stickoxid-Katalysatoren
  2. Die rasche Umsetzung des „Aktionsprogramm Verkehr“​
  3. Die Einführung von Umweltzonen

Die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Katalysatoren ist aus unserer Sicht Pflicht - das muss die Bundesregierung den Autoherstellern abverlangen. Dann muss das „Aktionsprogramm Verkehr“ schnell umgesetzt werden: die Öffis müssen ausgebaut werden, vor allem in den Außenbezirken, und das Parkpickerl in allen Wiener Bezirken eingeführt werden. Umweltzonen wären nur das letzte Mittel. Aber wenn die ersten beiden Maßnahmen nicht voll umgesetzt werden, sind sie notwendig, um die Gesundheit der Wiener und Wienerinnen zu schützen.

Sinnvolle neue Öffis für Wien

DAS „AKTIONSPROGRAMM VERKEHR“

Gemeinsam mit ExpertInnen verschiedenster Richtungen haben wir ein Aktionsprogramm entworfen, dass den WienerInnen echte Entlastung bringen kann. Der Ausbau der Öffis und die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung sind die Kernpunkte des Papiers. ​

Das Öffi-Netz in Wien ist primär radial ausgerichtet, d.h. dass die Verbindungen aus dem Umland ins Stadtzentrum gut ausgebaut sind. Was allerdings häufig fehlt, sind Tangentialverbindungen, insbesondere in den Außenbezirken. Hier gibt es eine Menge von Verbesserungsmöglichkeiten.