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am 6. Mai

Smart Parken: der Grüne Plan fürs Parkpickerl Neu

Kilian Stark, Heidi Sequenz - Die Art und Weise, wie das Parken von Autos geregelt ist, hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Autoverkehrs in einer Stadt. In Wien hat man in den 90ern begonnen, mit dem Parkpickerl steuernd einzugreifen. Heute reicht das nicht mehr.

Der Autoverkehr ist in Wien mittlerweile mit einem Anteil von über 40% der größte CO2-Verursacher und somit eine echte Gefahr für den Klimaschutz und für die nächsten Generationen. Wir Grünen haben daher in den letzten Jahren gegen den Widerstand unseres Koalitionspartners versucht, das Parken in Wien auf komplett neue Beine zu stellen. Unser Ziel: durch ein smartes Parkplatz-Konzept den individuellen Autoverkehr in Wien zu reduzieren. Das ist im Sinne des Klimaschutzes und bringt den Wiener:innen außerdem mehr saubere Luft, sichere Wege, großzügige Schulvorplätze, mehr Platz zum Spazieren, Plaudern und Spielen. Und so sieht unser Plan aus:

Smart Parken – Das Grüne Modell
Parkpickerl Neu
  • Das Parkpickerl gilt nur im Wohnumfeld, etwa einen halben Kilometer rund um die Wohnadresse.
  • Es kostet in ganz Wien gleich viel: 120€/Jahr für ein Auto. In Zukunft ist jedoch eine Preisstaffelung nach Fahrzeuglänge oder nach CO2-Ausstoss denkbar (SUV-Malus).
  • Es gilt in ganz Wien gleich lang, und zwar von Mo-Sa von 9-22 Uhr

Kurzparken Neu

  • Die Kurzparktarife werden in drei Zonen gestaffelt. Kurzparken kostet dann in ganz Wien umso mehr, je näher man am Zentrum parkt.
  •  In der Zone 1 (Innenstadt) ist es am teuersten. In Zone 2 ist Kurzparken etwas günstiger - sie umfasst das Gebiet zwischen Ring und Gürtel. Am günstigsten sind die Kurzparkscheine in Zone 3, diese reicht vom Gürtel bis zur Stadtgrenze.

Rotpink: mutlose Fortschreibung des alten Modells

Die neue rotpinke Stadtregierung hat leider eine mutlose Fortschreibung des 30 Jahre alten Parkpickerlkonzepts beschlossen. Jeder Bezirk bekommt jetzt sein Parkpickerl. Das hält zwar Pendler:innen vom Parken innerhalb der Stadtgrenzen ab, fördert aber leider auch den Binnenverkehr innerhalb der großen Flächenbezirke. Es lädt die Bewohner:innen ein, mit dem Auto zur nächsten U-Bahn-Stationen zu fahren, weil sie dort wieder leichter einen freien Parkplatz bekommen. Dies bedeutet: mehr Abgase, mehr CO2-Emissionen, kein Klimaschutz, keine Mobilitätswende. 

Wir finden das inakzeptabel und bleiben dran: Wien hat eine ambitioniertere Mobilitätspolitik verdient!

Sima Parkpickerl