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am 24. Oktober

Maulkorbpflicht für alle auffälligen Hunde!

Rüdiger Maresch - Wir Grüne wollen eine Maulkorbpflicht für ALLE gefährlichen Hunde - ob sie Listenhunde sind oder nicht.

Nach dem schrecklichen Unfall, bei dem ein Kleinkind nach einem Hundebiss gestorben ist, sind bessere Schutzmaßnahmen notwendig. Der neue Gesetzesentwurf der Stadtregierung bringt jetzt Verbesserungen, die zur Sicherheit aller WienerInnen beitragen, wie etwa strengere Regeln beim Hundeführschein, eine Alkoholgrenze für HundehalterInnen oder ein Zuchtverbot für Listenhunde. 

Diskutiert wird innerhalb der Stadtregierung weiterhin die Einführung einer Maulkorbpflicht - unser Koalitionspartner schlägt so eine Pflicht pauschal für alle Listenhunde vor. Wir Grüne haben ein treffsicheres Modell, das wir hier vorstellen möchten.

DER GRÜNE VORSCHLAG: Maulkorbpflicht für ALLE AUFFÄLLIGEN Hunde - egal ob Listenhunde oder nicht

Derzeit ist der Hundeführschein nur für 12 Hunderassen in Wien gesetzlich verpflichtend: American Staffordshire Terrier, Bullmastiff, Bullterrier, Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff), Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Pitbullterrier, Rottweiler, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu. Für diese Hunderassen schlägt die SPÖ nun eine Maulkorbpflicht vor.

Listenhunde machen 6% der Hunde in Wien aus und sind für 16% der Biss-Attacken in Wien verantwortlich. Die meisten Bissattacken finden jedoch durch Schäferhunde und Dackel statt, die beide keine Listenhunde sind. Der Fokus auf die Hunderasse allein ist also nicht treffsicher.

Daher wollen wir einen Hundeführschein für ALLE Hunde und eine Maulkorbpflicht für ALLE auffälligen Hunde - egal ob sie Listenhunde sind oder nicht. Ganz unabhängig von ihrer Rasse.​ Bei der Prüfung zum Hundeführschein sollen ExpertInnen bei jedem einzelnen Tier entscheiden, ob der Hund einen Maulkorb tragen muss oder nicht​.

Hund mit Maulkorb

WAS SICHER KOMMT


Für welche Hunde Maulkorbpflicht bestehen wird, ist also noch Verhandlungssache. Fest steht aber, dass es strengere Regeln für HundebesitzerInnen geben wird. Eine entsprechende Novelle zum Tierhaltegesetz wird im Landtag beschlossen. Folgende neue Maßnahmen sind enthalten:

  • Alkoholgrenze für Halter von Listenhunden: 0,5 Promille
    Mindeststrafe bei Nichteinhaltung: 1000 Euro
  • Verbesserungen im Vollzug für die Behörde: Die Polizei bekommt bessere Möglichkeiten, die mangelnde Vertrauenswürdigkeit eines Tierhalters rascher festzustellen. Bisher musste erst eine Strafe verhängt werden, um einschreiten zu können.
  • Konkretisierung des Begriffes "Tierhalteverbot": Wenn dieses verhängt wurde, darf kein Hund im selben Haushalt gehalten werden.
  • Strafe bei Überlassung eines Listenhundes an Personen ohne Hundeführschein (sogenannter Verwahrer): 200 Euro
    Beim zweiten Mal: Abnahme des Hundes
  • Verschärfungen für die Prüfung zum verpflichtenden Hundeführschein, etwa die Einführung einer Befristung auf 2 Jahre und die Erweiterung des Praxisteils der Prüfung.
  • Zuchtverbot für Listenhunde in Wien mit einer Übergangsfrist von einem Jahr. 
    Mindeststrafe 1000 Euro.
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