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am 8. September 2015

Wiens erstes Studi-Wohnheim auf Zeit

Christoph Chorherr - In der Seestadt Aspern wurde superschnell günstiger Wohnraum für 40 Student_innen geschaffen. Die Bauzeit? Nur eine Woche. Denn das Wohnheim ist mobil und wird dort aufgestellt, wo eine Zwischennutzung möglich ist - eine Grüne Idee.

Viele Studierende in Wien leiden unter dem Mangel an leistbarem Wohnraum. Zimmer kosten bis zu 550 Euro pro Monat, vor allem aus Mangel an Baugründen. Aus diesem Dilemma entstand der Gedanke, auf Grundstücken im Nahbereich der öffentlichen Hand, temporäre und damit kostengünstige Wohnangebote zu errichten.

Das Konzept der mobilen StudentInnenwohnheime ist einfach: Auf Grundstücken im Nahbereich der Stadt, welche erst in frühestens fünf Jahren bebaut werden, errichten gemeinnützige Student_innenheimträger kostengünstige, temporäre, ökologische Wohnangebote, die später (wenn das Grundstück einer langfristigen Nutzung zugeführt wird) abgebaut und auf einem anderen Grundstück wieder errichtet werden.

Mit dem "Student_innenwohnheim auf Zeit" gehen wir in Zeiten von steigenden Mieten einen neuen, innovativen Weg. Wien ist die Stadt der Studierenden, wir wollen dem steigenden Wohnbedarf mit dieser Innovation begegnen. Leerstehende Grundstücke werden optimal genützt und günstiger Wohnraum für junge Menschen geschaffen.

Mobiles Studentenwohnheim
Foto: Inés Bacher
Mobiles Studentenwohnheim
Foto: Inés Bacher
Visualisierung: F2 Architekten
Visualisierung: F2 Architekten

Hohe Qualität

Das neue mobile StudentInnenwohnheim beinhaltet zehn Wohngruppen um einen großzügigen, zweigeschossigen Atriumhof und garantiert hohe Qualität beim Wohnen. Ein Sitz- & Loungebereich im Zentrum des zweigeschoßigen, großzügigen Raumes bildet das Kommunikationszentrum. Ebenso sind eine Gemeinschaftsküche, Wasch - und Putzraum in einem umgebauten Schiffscontainer im Innenhof vorhanden.

Neben der hohen architektonischen und bautechnischen Qualität weist auch das kompakte Energie- und Haustechnikkonzept viele Innovationen auf. Jede der zehn Wohngruppen ist für sich völlig autark konzipiert sowie funktionstüchtig, und inklusive Einrichtung geeignet, fünf Mal binnen 30 Jahren auf unterschiedliche Grundstücke umgestellt werden zu können.

Das zweite Projekt wird im Frühjahr 2016 errichtet.