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am 27. Februar

Unsere Pläne für die Landstraßer Hauptstraße

Rüdiger Maresch - Ein zeitgemäßer Boulevard braucht Bäume, Grün und eine Straßenbahn. Die Grünen im dritten Bezirk haben einen guten Plan dafür.

Landstraßer Hauptstraße mit Straßenbahn
So könnte die Landstraße aussehen.

Der dritte Bezirk hat eine Sonderstellung unter den Innenbezirken. Er wächst sehr stark - wir erwarten die Überschreitung der 100.000 Marke innerhalb der nächsten zehn Jahre. Entlang der Lände, der Südost-Tangente und am Eurogate Areal entstehen tausende neue Wohnungen. 

In der Verkehrsplanung im Bezirk gibt es einiges an Verbesserungspotential. Zu diesem Schluss kommen jetzt auch die TU-Verkehrsforscher Ulrich Leth und Harald Frey in einer Studie, die von den Grünen im Bezirk beauftragt wurde. Die Verteilung des Verkehrsraumes begünstigt immer noch stark den Autoverkehr auf Kosten umweltfreundlicher Alternativen, obwohl die Bedeutung des privaten Autos in Wien sich seit Jahrzehnten verringert. Das trifft besonders auf die Hauptrouten durch den Bezirk wie die Landstraßer Hauptstraße oder den Rennweg zu. Auch das Stadtentwicklungsgebiet im Erdberger Mais ist derzeit noch sehr auf das Auto ausgelegt.

Begegnungszone mit Straßenbahn


Neben der Problemanalyse waren auch Vorschläge für konkrete Maßnahmen Teil der Aufgabe. Hier konnten die Studienautoren u.a. auf die Machbarkeitsstudie von 2015 zur Verkehrsberuhigung für Teile der Landstraßer Hauptstraße zurückgreifen. Eine Begegnungszone sei hier nach wie vor sinnvoll, so die Autoren. Um die öffentliche Anbindung in die südlichen Stadtentwicklungsgebiete zu verbessern, schlagen die Experten eine Straßenbahnlinie vom Stubentor bis zum Gasometer vor. Diese würde dann die Buslinie 74A ersetzen und ließe sich auch mit einer Begegnungszone kombinieren, wie es andere Städten bereits praktizieren. Die Kapazität und der Fahrkomfort würden sich mit einer Straßenbahn deutlich erhöhen. Zusätzlich wäre auch die geplante Eventhalle in Sankt Marx mit einem weiteren höherrangigen Anschluss versorgt.

Radfahren: Einvernehmliche Trennung


Um die Sicherheit im Radverkehr zu erhöhen, haben sich getrennte Infrastrukturen für Rad und Autos bewährt. Insbesondere in der Landstraßer Hauptstraße unterhalb der Juchgasse und in der Schlachthausgasse wären die Straßenbreiten dafür vorhanden. Die Hainburger Straße würde sich außerdem als Fahrradstraße anbieten. Im Entwicklungsplan für das Erdberger Mais sehen die Autoren bereits einige positive Ansätze für die Radinfrastruktur und haben dazu noch Ergänzungen vorgeschlagen.

Wir Grüne wollen auf der Landstraßer Hauptstraße mehr öffentlichen Verkehr, mehr Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen sowie mehr Bäume. Mit der Studie als Grundlage haben wir ein wichtiges Tool in der Hand, unsere Wiener Klimaziele in der Landstraße umzusetzen. ​Unterstützen Sie uns dabei!


Rendering: Landstraßer Hauptstraße mit Straßenbahn, Höhe Rochusmarkt
Dieses Rendering zeigt den Abschnitt beim Rochusmarkt.