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am 31. Oktober

So sichert Wien leistbares Wohnen

Christoph Chorherr - Wien sichert den Fortbestand des sozialen Wohnbaus für die Zukunft mit dem stärksten wohnungspolitischen Gesetz der letzten 30 Jahre.

Wohnen wird in Städten immer teurer. Schuld daran sind unter anderem explodierende Bodenpreise, die vor allem auf einen Grundstücks- und Immobilienmarkt zurückzuführen sind, der zunehmend als sicherer Hafen für privates Investment fungiert. Grund und Boden ist jedoch ein besonderes Gut, das nicht vermehrbar ist – mehr Nachfrage führt zu massiv steigenden Preisen.

Um in Wien leistbares Wohnen langfristig zu sichern, hat sich die Stadt dazu entschlossen, mit einer neuen Widmungskategorie die Leistbarkeit des Wohnens und die zentrale Rolle des geförderten Wohnbaus zu stärken.

In der Wiener Bauordnung wird die neue Widmung »Gebiete für geförderten Wohnbau« in Kraft treten. Mit dieser Widmung muss der Anteil geförderter Wohnnutzfläche im Regelfall zwei Drittel betragen. Die Mieten in dieser Kategorie betragen rund 5 Euro netto pro Quadratmeter Wohnfläche.

Das heißt, dass künftig auf jeder zusätzlichen Grundfläche in Wien, die fürs Wohnen gewidmet wird, zu zwei Dritteln leistbarer Wohnraum errichtet werden MUSS.
In ganz Wien – von Simmering bis Hietzing.​ ​
„Das ist das stärkste wohnungspolitische Gesetz der letzten 30 Jahre. So bekämpfen wir die Hauptursache der Kostenexplosion beim Wohnen, nämlich die Spekulation mit Grund und Boden und schaffen dadurch mehr leistbaren Wohnraum.“
Christoph Chorherr

Das Ziel der Wiener Wohnbaupolitik ist es, die soziale Durchmischung in allen Stadtteilen zu ermöglichen. Die neue Widmung wird daher überall in Wien eingesetzt werden, auch in Bezirken mit besonders hohen durchschnittlichen Bodenpreisen, also etwa Döbling oder Hietzing.

Sozialer Wohnbau am Nordbahnhof
Geförderter sozialer Wohnbau am Wiener Nordbahnhof.

Die neue Widmung kommt überall dort zur Anwendung, wo... 

  • ​neue Wohngebiete gewidmet werden, 
  • schon bestehende Betriebsgebiete in Wohngebiete umgewidmet werden, 
  • eine höhere Baudichte erreicht werden soll und selbstverständlich auch dort, 
  • wo in die Höhe gebaut wird, also bei Hochhäusern. 

Ausdrücklich NICHT von der neuen Widmung betroffen sind bestehende Widmungen.

Die Planungsgrundlagen

Im folgenden Papier ist im Detail nachzulesen, wie die neue Widmung funktioniert, wo sie anzuwenden ist und welche Ausnahmen und Übergangsbestimmungen es gibt. Der Wiener Gemeinderat wird diese Planungsgrundlagen in seiner nächsten Sitzung beschließen.

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