Bezirkegruene.at
Navigation:
am 22. Jänner

Gumpendorfer Straße NEU – So kann‘s gehen

Peter Kraus, Webredaktion der Grünen Wien - Die Grünen Mariahilf wollen die Gumpendorfer Straße neu gestalten. Weg von einer Durchzugsstraße, hin zu einer Straße mit mehr Grün, Lebensqualität und Sicherheit. Wir präsentieren Vorschläge, wie das gehen kann.

Die Gumpendorfer Straße wird gerne als "Lebensader Mariahilfs" bezeichnet, sie ist derzeit jedoch alles andere als ein idealer Lebensraum. Vielmehr ist sie vom Gürtel bis zum Getreidemarkt eine mehr als zwei Kilometer lange Durchzugsstraßeohne Ruhe, ohne Aufenthaltsqualität. Von der mangelnden Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und Radfahrende ganz zu schweigen.

Darüber hinaus werden AnrainerInnen in den Hitzesommern am Härtesten getroffen. Es gibt kaum Bäume an der Straße, kaum Sitzgelegenheiten, kaum offenes Wasser, kaum Möglichkeit, sich im Schatten auszuruhen. 

MUTIGE, NACHHALTIGE UND KLIMAFREUNDLICHE MASSNAHME

Visualisierung Gumpendorfer Straße 1

Das soll nun anders werden. Die Grünen Mariahilf fordern seit Jahren nachhaltige Maßnahmen auf der Gumpendorfer Straße, um sie attraktiv und klimafit zu machen. So wurde bereits 2015 im Auftrag der Grünen Mariahilf von Verkehrsplaner Harald Frey von der TU Wien ein Konzept zur Neugestaltung der Gumpendorfer Straße präsentiert.

Bisher fehlte den politisch Verantwortlichen in Mariahilf jedoch der Mut, ebendiese nachhaltigen Maßnahmen nach dem Motto "Alles ist möglich" umzusetzen, erklärt Michi Reichelt, Bezirksvorsteher Stellvertreter der Grünen Mariahilf. Das müsse sich endlich ändern: 

„Die Menschen im Bezirk wünschen sich eine neue Gumpendorfer Straße. Eine Straße, die zum Spazierengehen, Auslangenbummel und Schanigartenbesuch einlädt. Eine Straße, auf der man gefahrlos queren und Radfahren kann. Eine Straße mit Lebensqualität, in der man sich auch im Hitzesommer draußen aufhalten kann.“
Michi Reichelt
Visualisierung Gumpendorfer Straße 2

Neben einer Mängelanalyse der aktuellen Situation beinhaltet Harald Freys aktuelle Studie zahlreiche Vorschläge zur Neugestaltung und Verkehrsreduktion. (Die Studie findest du in der rechten Spalte zum Downloaden.) Durch breitere Gehsteige und Gehsteigvorziehungen in den Kreuzungsbereichen können mehr als 5.000m² für FußgängerInnen geschaffen werden. Der Kurt-Pint-Platz und der Fritz-Grünbaum-Platz werden als Begegnungszonen gestaltet und der öffentliche Raum deutlich aufgewertet. Dies würde auch zu einer echten Temporeduktion führen, denn derzeit hält sich kaum jemand auf der Gumpendorfer Straße an die Tempo-30-Beschränkung. Nach wie vor liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit im Kfz-Verkehr über einem, für diese Strukturen angepassten, Niveau.

"Herzstück" einer neuen Verkehrsführung soll zudem eine abschnittsweise Einbahnregelung der Gumpendorfer Straße werden. Harald Frey sieht dafür unter anderem den Bereich von der Stiegengasse bis zum Grünbaumplatz für stadtauswärts fahrende Kfz – mit Ausnahme der Buslinie 57 A – vor. 

GESTALTUNG "NICHT MEHR ZEITGEMÄSS

Die Aufteilung des öffentlichen Raumes zu Gunsten des ruhenden und fließenden motorisierten Individualverkehrs verhindert eine attraktivere Gestaltung und Erhöhung der Verkehrssicherheit für den nicht motorisierten Verkehr.

BESTMÖGLICHE LÖSUNG FÜR ALLE

Zeitgemäße Stadtgestaltung, insbesondere im dichtverbauten Gebiet, sowie die Auswirkungen der Klimakrise sind für ganz Wien eine Herausforderung. Der nächste logische Schritt ist, die dichten innerstädtischen Bezirke vom Durchzugsverkehr zu entlasten und den Straßenraum zu einem Lebensraum zu machen. Die Gumpendorfer Straße ist ein perfektes Beispiel dafür. Tausende BewohnerInnen, kleine Unternehmen und Büros haben hier ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt.

„Eine neue Gumpendorfer Straße soll der Lebensqualität der Mariahilferinnen und Mariahilfer gerecht werden - durch breitere Gehsteige, Verkehrsberuhigung und mehr Grün. Gerade wenn die Hitzesommer immer intensiver werden, braucht es mehr Beschattung und Abkühlung.“
Peter Kraus

Was Politik erreichen kann, wenn man sich dem Motto "Geht nicht, gibt’s nicht" verschreibt, sieht Michi Reichelt beim Blick über die Mariahilfer Straße: Der 7. Bezirk zeigt, was mit einer Grünen Bezirksvorstehung möglich ist: Hier entsteht in der Neubaugasse eine verkehrsberuhigte "kühle Meile" mit 30 Bäumen, zahlreichen weiteren Begrünungen, mit Sitzgelegenheiten und Wasserspielen. Die Grünen Mariahilf sind der Überzeugung, dass auch die "Gumpi" so eine Straße werden kann. Dass sie so eine Straße werden muss.

Die Präsentation der Studie war der Startschuss für intensive politische Überzeugungsarbeit. „Wir führen weiterhin laufend Gespräche, sowohl mit der Bevölkerung als auch mit den anderen Fraktionen“, so Reichelt. „Denn wir werden uns nicht mit den kleinstmöglichen Kompromissen zufrieden geben, sondern wollen die bestmöglichen Lösung für alle Menschen in Mariahilf.​