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am 14. Dezember 2016

Erster urbaner Öffi-Ikea der Welt kommt nach Wien

Christoph Chorherr - Das schwedische Einrichtungshaus wird in das „blaue Haus“ gleich beim Westbahnhof einziehen und gänzlich auf BesucherInnen ausgerichtet sein, die zu Fuß, mit den Öffis oder dem Fahrrad anreisen.

Der erste urbane Öffi-Ikea der Welt kommt nach Wien. Mit einem völlig neuen, innovativen Konzept wird Ikea in zentraler Stadtlage, nämlich gleich beim Westbahnhof, ein Einrichtungshaus errichten, das gänzlich auf BesucherInnen ausgerichtet ist, die zu Fuß, mit den Öffis oder dem Fahrrad anreisen. 

Die zentrale Lage und die perfekte Anbindung an zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel machen dies möglich. Es ist dann für all jene WienerInnen, die bei Ikea einkaufen wollen nicht mehr notwendig, mit dem Auto in den Norden oder Süden Wiens zu stauen. 

Ein großes Einrichtungshaus mitten in der Stadt – das keinen Autoverkehr anzieht, ist bisher einzigartig. Ikea war über viele Jahre Flaggschiff für das Einkaufen mit dem Auto, nun kommt die Trendwende, und das ist ein Gewinn für die Stadt. 

Für größere Produkte wie Möbel wird ein spezielles Logistikkonzept erarbeitet.

Wien erhält 250 bis 300 neue Arbeitsplätze mitten in der Stadt

Das Einrichtungshaus wird in das „blaue Haus“ gleich beim Westbahnhof einziehen. Geplant ist, dass ein dem urbanen Raum angepasstes architektonisches Konzept erarbeitet wird. Auch begrünte Flächen auf verschiedenen Ebenen sind geplant. 

Der neue Standort wird das komplette Ikea Sortiment umfassen, Wien erhält dadurch 250 bis 300 neue Arbeitsplätze

Die Stadt Wien hat sich lange bemüht, ein solches innovatives Konzept zu ermöglichen, gemeinsam mit Ikea wurde dieses nun erarbeitet. Ich freue mich, dass wir gemeinsam diesen innovativen Schritt tun werden.

Was noch fehlt: Weltweite Steuerlöcher stopfen

Ein Bericht der Grünen Fraktion im Europäischen Parlament durchleuchtet IKEAs Steuerkonstruktionen. Darin wird deutlich, wie IKEA hunderte Millionen an Gewinnen durch die größten europäischen Steueroasen schleust. Dank Steuerdeals zahlt IKEA zum Beispiel in Luxemburg nur 0,09 Prozent Steuern. Der Konzern verwendet das niederländische Rechtssystem als Schleuse: Zinsgebühren kommen unversteuert ins Land und verlassen es wieder in einer anderen unversteuerten Form.

Durch diese Steuerumgehung sind alleine im Jahr 2014 acht EU-Staaten um 162,2 Millionen Euro Steuergeld umgefallen - Österreich sind so vier Millionen Euro Steuergeld entgangen.

Das Paket gegen Steuerdumping, das die EU-Kommission Ende Jänner präsentiert hat, würde die Praxis der Steuerhinterziehung von Großkonzernen keinen Einhalt gebieten: Für Großunternehmen ist es weiterhin ein Leichtes, europäische Steueroasen zu nutzen. Ein effektives Paket muss auf diese Praxis den Finger legen und diese Lücken stopfen.

Öffi-Ikea 2