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am 21. November 2014

Das Otto-Wagner-Areal bleibt ein Juwel für alle

Maria Vassilakou - Die Stadt Wien wird das Otto-Wagner-Areal unter Wahrung des Denkmalschutzes erhalten und neu gestalten. Und sicherstellen, dass es auch in Zukunft allen Menschen offen steht. Die dafür notwendigen nächsten Schritte wurden nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Otto-Wagner-Areal

Das Jugendstil-Ensemble des Otto-Wagner-Areals und die angrenzenden Steinhofgründe werden auch in Zukunft unverändert erhalten und öffentlich zugänglich bleiben. Der Wunsch der BürgerInnen wird erfüllt: das Kulturjuwel wird nach der schrittweisen Absiedlung des Spitals für Erholung, Wissenschaft, Bildung, soziale Zwecke, Kunst und Kultur, Gesundheit, Wohnen und Sport genutzt. Die Stadt Wien bleibt Eigentümerin. Hier alle Details.

Neue Flächenwidmung sichert Kulturjuwel, Grünflächen und öffentliche Wege

Schon bisher ist der historische Gebäudebestand durch den Denkmalschutz und durch die Schutzzone, die seit 2006 für das historische Ensemble gilt, gesichert. Die Stadt Wien hat nun die MA 21 beauftragt, die Ergebnisse aus der BürgerInnenbeteiligung und den ExpertInnen-Gremien für die zukünftige Nutzung des Areals in einer neuen Flächenwidmung festzuschreiben. Die neue Flächenwidmung wird dabei folgende Grundsätze beinhalten:

  • Eine Bebauung zwischen den Pavillons wird nicht möglich sein. Dadurch bleiben alle Grünflächen im Hauptteil und im westlichen Sanatoriumsbereich unangetastet.
  • An den Gebäuden selbst werden nur minimale Veränderungen erlaubt – wie etwa für einen barrierefreien Zugang. Alle Änderungen müssen in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen.
  • Die Grünflächen zwischen Sanatoriumsbereich und Hauptareal bzw. Ostareal bleiben bestehen und werden von Bauland in Grünland umgewidmet. Auch die zentrale Sichtachse Pathologie – Kirche wird freigehalten. Eine Verbauung ist damit ausgeschlossen.
  • Im ehemaligen Wirtschaftsareal im Osten wird die Widmung auf genau jenes Minimum reduziert, das die Planung der ExpertInnenkommission empfiehlt und das eine Eingliederung des Bereichs in das Gesamtensemble ermöglicht.
  • Und das gesamte Erholungsgebiet Steinhofgründe bleibt erhalten.​
Otto-Wagner-Areal Plan
AREAL BLEIBT EIGENTUM DER WIENERINNEN UND WIENER

Das Otto-Wagner-Areal wird im Eigentum der Stadt Wien verbleiben, die Nutzungsrechte für die Pavillons werden nur zeitlich begrenzt und für unterschiedliche, geeignete Nutzungsformen vergeben werden. Das wünschen sich die BürgerInnen und das empfehlen die ExpertInnen. Die WSE Wiener Standortentwicklung GmbH, ein Unternehmen der Wien Holding, wird für das Areal bis Ende 2016 ein Nutzungskonzept erstellen. Die Entwicklung erfolgt auf Basis der Ergebnisse des Mediationsverfahrens unter Beteiligung der BürgerInnen, der Stadt Wien und zahlreicher Fachleute sowie auf Basis der Ergebnisse des eingesetzten ExpertInnen-Gremiums. Die BürgerInnen erhalten die Möglichkeit, durch laufende Information an diesem Prozess teilzunehmen.

Rendering Otto-Wagner-Areal
Zehn neue Pavillons mit Schwerpunkt betreutes Wohnen

Im ehemaligen Wirtschaftsbereich, der im Osten an das Jugendstil-Ensemble angrenzt, wird die GESIBA im Rahmen des sozialen Wohnbaus zehn neue Pavillons errichten, die sich in das Gesamtensemble eingliedern. Insgesamt entstehen dadurch 140 neue Mietwohnungen. Weitere 60 bis 80 Wohnungen werden durch Umnutzung in bestehenden umliegenden Wirtschaftsgebäuden untergebracht werden. Ein Viertel der Wohnungen wird für betreutes Wohnen reserviert, weitere Einheiten werden als Wohngemeinschaften für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder für Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen zur Verfügung stehen. Die ersten neuen Wohnungen werden ab 2017 beziehbar sein, die komplette Fertigstellung ist für 2019/2020 geplant.

Neue neurologische Reha

Mit der Umsetzung der Entwicklungsplanung wird auch die erfolgreiche stationäre orthopädische Rehaklinik Wien Baumgarten nochmals adaptiert und durch eine neurologische Rehabilitation ergänzt. Die Einrichtung des international führenden Gesundheitsdienstleisters VAMED hat im Herbst 2013 schrittweise den Betrieb aufgenommen und stellt eine wesentliche Erweiterung des Gesundheitsangebots für die Wienerinnen und Wiener dar.

Durch die Adaptierung entstehen 70 zusätzliche Einzelzimmer für neurologische Rehabilitation samt zugehörigen Therapieflächen, die Anfang 2017 zur Verfügung stehen werden. Wie die orthopädische Rehabilitation wird auch das neue neurologische Reha-Angebot allen KassenpatientInnen offen stehen. Bei deren Behandlung ergeben sich auch Synergien mit der Equotherapie (Pferdetherapie) des ebenfalls am Areal angesiedelten Vereins e.motion. Dessen Therapieangebot soll künftig in das Rehabilitationsprogramm miteingebunden werden.

„Jetzt geht es darum, dass wir die Ergebnisse der Mediation sowie des ExpertInnen-Gremiums gemeinsam umsetzen. Wir erhalten das historische Ensemble mit seinen Grünflächen und denkmalgeschützten Pavillons.“
Maria Vassilakou

Noch Fragen? Komm zum Infopavillon!

Auf dem Weg zur Neubelebung des Otto-Wagner-Areals hält ein neuer Infopavillon die BürgerInnen permanent am Laufenden. In der ehemaligen Poststelle beim Haupteingang informieren rund um die Uhr Informationstafeln über die nächsten Schritte. Und jeden Dienstag und Donnerstag (ausgenommen Feiertage) haben MitarbeiterInnen jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr ein offenes Ohr für alle interessierten BürgerInnen.

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