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am 4. Juli

Der unkomplizierte Fördertopf für soziale Nachbarschaftsprojekte

Ursula Berner - Mit dieser Förderung kann jeder und jede einfach aktiv werden. Egal ob eine Einkaufshilfe organisiert werden soll, ein Spiel mit den Nachbarskindern, Lernhilfe oder eine Schnitzeljagd durch den Gemeindebau - mitgestalten soll einfach sein.

Die Stadt Wien stellt ein eigenes Budget für soziale Projekte zur Verfügung. Der im Rot-Grünen Regierungsübereinkommen vereinbarte sogenannte „Fördertopf für innovative und experimentelle Sozialprojekte“ wird nun umgesetzt. Ziel dieses Förderkonzeptes ist es, das soziale Miteinander zu stärken. 

Was könnte Nachbarn zusammenbringen? Wie kommen wir in ein Gespräch? Wo kann man durch kleine Interventionen neue Beziehungen schaffen, oder bestehende stärken? 

Jeder und jede kann vor Ort aktiv werden

Damit gute Ideen nicht am Geld scheitern, wurde dieser unkomplizierte Fördertopf eingerichtet: Privatleute können sich zu zweit oder zu mehrt zusammentun und mit Projektbeschreibung ein Ansuchen stellen.​

"Nachbarschaft" ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Hier finden Begegnungen oft zufällig zusammengewürfelter Personen statt. Jeder und jede ist Nachbar und Nachbarin – jeder und jede kann vor Ort aktiv werden. Nachbarschaft kann ein Spannungsfeld sein, Ort von Konflikten, Ort von Hilfsbereitschaft, Ort von Ideen und Gestaltung. Soziales Engagement, sozial innovative und experimentelle Ideen und Projekte in der Stadt können kaum einen besseren Ausgangspunkt als die Nachbarschaft finden. Hier werden alltäglich Beteiligung und Demokratie und neue Wege des Zusammenlebens erprobt. Erste Impulse für das Zusammenleben im Grätzl, Mitgestaltung und Entwicklung können von engagierten BewohnerInnen ausgehen. 

Mitgestalten ist einfach

Kleine Veränderungen haben oft große Auswirkungen. Gerade im Zusammenleben kann ein Gespräch, ein gemeinsames Erlebnis viele Vorurteile abbauen und vielleicht sogar eine neue Freundschaft begründen. 

„Das wichtigste bei diesem Projekt ist mir, dass jeder und jede einfach aktiv werden kann. Egal ob eine Einkaufshilfe organisiert werden soll, oder ein Spiel mit den Nachbarskindern - mitgestalten ist einfach. Die Idee darf nicht am Geld scheitern. Wir wollen alle motivieren, sich für ein gutes Miteinander zu engagieren.“
Ursula Berner

Wer kann was einreichen

Neue Projekte, Best-Practice-Modelle und Ideen mit innovativem Charakter, Maßnahmen von geförderten (und bisher nicht geförderten) Trägerorganisationen sowie von der Zivilgesellschaft (also auch Privatpersonen, hier mindestens 2 Personen) sind eingeladen, sich zu bewerben und können, im Idealfall, von der Innovationsförderung für experimentelle Sozialleistungen, profitieren und somit einen weiteren Beitrag zur Wiener Sozialpolitik leisten. 

Projekte können bis 15. Oktober 2019 unter www.dachverband.at​ eingereicht werden. Der erste Call zum Themenbereich Nachbarschaft startet am 19. August 2019. Ab diesem Zeitpunkt werden die Ausschreibung und die Entscheidungskriterien der Jury hier veröffentlicht.

Die Jury

Die Auswahljury ist aus ExpertInnen und PraktikerInnen zusammengesetzt: Christoph Reinprecht, Josef Bakic, Andrea Binder-Zehetner, Judith Pühringer, Elke Rauth, Renate Schnee und Birgit Kohlwegger.

Die Förderhöhe

Für 2019 ist ein Gesamtvolumen von bis zu € 500.000 seitens der Wiener Stadtregierung vorgesehen. 2019 ist das Pilotprojektjahr. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt € 20.000, wobei insbesondere auch kleinere Projekte (€ 2.000 – 5.000) berücksichtigt werden sollen.