Park statt Parkplatz

Park statt Parkplatz: Parkraumbewirtschaftung und Rückbau von Stellplätzen

Motto: Park statt Parkplatz

Park statt Parkplatz, so lautet unser Motto. Autos, die im öffentlichen Straßenraum abgestellt sind, verbrauchen riesige Flächen öffentlichen Raums. Diese Flächen können viel sinnvoller genützt werden: Bäume statt Blech, Grün statt Beton.
Seit 1. März gilt die Parkraumbewirtschaftung für ganz Wien. Wir haben jetzt die Chance, den Menschen eine Fläche von 100 Fußballfeldern zurückzugeben: Für lebenswerte Grätzel, mehr Grün, mehr Sitzgelegenheiten, für aktive Mobilität und Begegnungsräume für Menschen. Mit der Ausweitung des Parkpickerls auf ganz Wien werden von 229.000 kostenpflichtigen Parkplätzen rund 70.000 nicht mehr gebraucht. Wenn wir nicht schnell gegensteuern, werden viele Wiener Autobesitzer:innen ihren Garagenplatz aufgeben, um wesentlich billiger auf der Straße zu parken. In die leeren Garagen mieten sich dann Pendler:innen ein. So erreichen wir keine Verringerung des Autoverkehrs. Die Stadt Wien muss daher rasch handeln, um den freigewordenen öffentlichen Raum nicht länger als Parkplatz zu nutzen.

Wofür wir stehen  

  • Park statt Parkplatz: Eine intelligente Parkraumbewirtschaftung schafft viel Platz für breite Gehsteige und Radwege und für mehr Grün
  • Die Verwendung von öffentlichem Raum für das Abstellen von privaten Kraftfahrzeugen darf nicht so billig sein wie derzeit
  • Das derzeitige Modell der Parkraumbewirtschaftung ist unflexibel und fördert den Binnenverkehr in den großen Bezirken. Deshalb ist der schnelle Umstieg auf ein Modell mit kleineren Anwohnerparkzonen und abgestuften Kurzparktarifen notwendig, so wie im Klimafahrplan der Stadt Wien vorgesehen
  • Mehr Platzverbrauch muss auch mehr kosten. Die Parktarife für Anwohner*innen müssen nach Fahrzeuggröße gestaffelt sein
  • In Stadtentwicklungsgebieten gibt es Parkplätze nur mehr in Garagen (vorzugsweise Wohnsammelgaragen). An der Oberfläche nur mehr Lieferzonen, Behindertenparkplätze und Sharingplätze

Woran wir arbeiten

  • Gerechtere Preise für das Abstellen von Kraftfahrzeugen
  • Sinnvolles Modell der Parkraumbewirtschaftung
  • Platz im Straßenraum für sinnvollere Nutzungen schaffen

Was wir fordern

  • Mehr Bäume und Grünflächen.
    Auf den durch das Parkpickerl freigewordenen Flächen könnten wir etwa 28.000 Bäume pflanzen. Das sind 14 mal soviele Bäume, wie auf der Ringstraße stehen.
  • Schulvorplätze autofrei oder verkehrsberuhigt. Das bringt mehr Freiraum für Kinder und erhöht die Sicherheit am Schulweg.
  • Mehr Fußgängerzonen bzw. Begegnungszonen für Plätze mit hohem Fußgänger:innenaufkommen
  • Die Gehsteige den Zufußgehenden zurückgeben. Parkplatzmarkierungen auf Gehsteigen sofort entfernen 
  • Gefährliche Kreuzungen entschärfen.
    An allen Kreuzungen müssen die vorgeschriebenen 5-Meter-Abstände markiert werden. 
  • Schrägparkplätze in Längsparkplätze umwandeln. Das erhöht die Verkehrs-sicherheit und schafft mehr Platz für Radwege und am Gehsteig.
  • Lückenschlüsse im Radwegenetz und mehr Radständer in der Parkspur.
Parkraumbewirtschaftung und Rückbau von Stellplätzen

Park statt Parkplatz

Um unsere Klimaziele zu erreichen und die Lebensqualität in Wien für alle sicherzustellen, brauchen wir attraktive Plätze zum Gehen und Verweilen. Wir benötigen Investitionen in eine durchgängige und sichere Radinfrastruktur. Durch klugen Rückbau von Stellplätzen im öffentlichen Raum geben wir den Menschen ihre Stadt und ihre Lebensqualität zurück.

Autofreie Bezirkszentren

Autos, die im öffentlichen Straßenraum abgestellt sind, verbrauchen riesige Flächen öffentlichen Raums. Diese Flächen fehlen für die Menschen, die hier wohnen. Parkspuren verhindern Radverkehrsanlagen und breitere Gehsteige. Parkende Autos verschlechtern die Sicht zwischen dem Verkehr und Fußgänger:innen und stellen vor allem für Kinder Sicherheitsrisiko dar. In vielen Bezirken gibt es immer noch tausende Schrägparkplätze, die wertvolle Flächen verbrauchen. Oft werden Gehsteige auch zur Hälfte von Autos verstellt.

Autofreie Bezirkszentren ermöglichen Orte des Begegnens und Verweilens. Die stehenden Autos in die Garagen – Bäume statt Parkplätze. Weniger Behinderungen des Öffentlichen Verkehrs durch ein/ausparkende bzw. schlecht abgestellte Autos. Die Umstellung auf ein flexibles Modell der Parkraumbewirtschaftung verringert auch den Fließverkehr.

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