Bezirkegruene.at
Navigation:
am 7. Juni 2012

    Wie das Parkpickerl wirkt

    Rüdiger Maresch - In zehn Wiener Bezirken gibt es das Parkpickerl schon. Und die Erfahrung zeigt: das Parkpickerl wirkt. Der Autoverkehr wird weniger, es ist leichter, einen Parkplatz zu finden. Weniger Autos heisst auch: weniger Lärm und weniger Luftverschmutzung. Und das ist gut für die BewohnerInnen und die Umwelt. Die Lebensqualität steigt.

    Zustimmung steigt

    Parkpickerl Zustimmung Bezirke

    In den Bezirken, in denen es das Parkpickerl schon gibt, kommt es gut an. Nach der Einführung ist die Zustimmung in den Bezirken 6 bis 9 von 46 auf 67 Prozent gestiegen.

    LEICHTER EINEN PARKPLATZ FINDEN UND WENIGER VERKEHR

    Stellplatzauslastung Vormittag

    Seit der Einführung des Parkpickerls ist es leichter, einen Parkplatz zu finden: Vormittags ist die Auslastung von 103 auf 71 Prozent gesunken, am Abend von 102 auf 88 Prozent. Dadurch ist auch der Parkplatz-Such-Verkehr der AnrainerInnen um ein Fünftel zurückgegangen. Der Anteil der Nicht-Wiener Pkw ist um zwei Drittel gesunken.

    GUT FÜR DIE LUFT

    Ein Drittel der klimaverändernden Treibhausgase verursacht der Verkehr. Rund 23 Millionen Tonnen stieß der Verkehr im Vorjahr an Treibhausgasen allein in Österreich aus, das entspricht einem Anteil von 30 Prozent an den CO2 Emmissionen. 41mal wurden in Wien im Winter 2011/2012 die Feinstaubgrenzwerte überschritten.

    GUT FÜR DIE WIRTSCHAFT

    Die erfolgreichsten Einkaufsstraße in WIen sind Fußgängerzonen. In Bezirken mit Parkraumbewirtschaftung gibt es im Verhältnis zur Bevölkerung doppelt so viele Unternehmensgründungen wie in anderen Bezirken. Für Beschäftige und Betriebe wird es ab Sommer 2012 einfacher werden, eine Parkgenehmigung für den jeweiligen Bezirk zu erlangen. Die neuen Regelungen werden ab 1. Juli 2012 gelten.
    Nähere Infos dazu auf der Website der Stadt Wien.

    AKTUELLE STUDIE ZUR PARKSITUATION IN WIEN

    Die Stadt Wien hat als Grundlage für eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung einen externen Verkehrsplaner mit der Erstellung einer Studie über die aktuelle Parksituation in Wien beauftragt. http://www.wien.gv.at/verkehr/parken/kurzparkzonen/studie.html

    Die Ergebnisse sind eindeutig:
    In den Bezirken 10-19 würde eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung dafür führen, dass die Stellplatzauslastung um 35 Prozent zurückgehen würde. Damit würde sich die Parksituation für die Anwohnerinnen und Anwohner massiv verbessern.

    Alle Grafiken: MA 18