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am 4. April 2013

Otto-Wagner-Areal: Empfehlungen der Expert_innenkommission

Jennifer Kickert - Eine Expert_innenrunde unter der Leitung des Architekten A. Krischanitz hat nun ihre Empfehlungen präsentiert. So soll das Gesamtareal im Eigentum der öffentlichen Hand verbleiben. Hier alle Empfehlungen.

Die Beauftragung der Expert_innenkommission war ein Ergebnis der Mediation zum Otto Wagner-Areal, die von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou im März 2012 initiiert wurde.

Neun Vorschläge für die Zukunft des Areals

Die Expert_innenrunde hat ihre Empfehlungen in neun Punkte zusammengefasst und diese mit weiterführenden Statements untermauert. So soll das Areal nicht in Ost- und Westhälften geteilt, sondern als Gesamtes behandelt werden. Ebenso soll das Gesamtareal im Eigentum der öffentlichen Hand verbleiben und eine Trägergesellschaft für die Verwaltung zuständig sein. Architektonische Besonderheiten wie freie Sichtachsen müssen beachtet werden und die zwei, das zentrale Areal begrenzende Grünstreifen sollen unbebaut bleiben. Und schließlich dürften bestehende Gebäude nur im Sinne des Denkmalschutzes umgenutzt werden.

Als letzten Punkt schlägt die Kommission ein Testplanungsverfahren vor, um für den Ostteil des Areals städtebauliche und landschaftsplanerische Entwürfe zu den potentielle Baufeldern zu erhalten. Am Ende dieses Verfahrens von etwa vier Monaten stünde eine Empfehlung, wie der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan des Areals überarbeiten werden könnte.

Mediation abgeschlossen

Mit der Diskussion und Bewertung des Ergebnisses der Expert_innenkommission ist nun auch die Mediation zum Otto Wagner-Areal beendet. In der Mediationsrunde vertreten waren: GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bau-AG), VAMED, Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft, Magistratsabteilung 21 (Stadtteilplanung und Flächenwidmung), zwei Vertreterinnen der Stadtregierung sowie die Bürgerinitiative Steinhof. Im abschließenden Statement der Mediationsrunde werden die Empfehlungen der Expert_innen begrüßt. Viele Vorschläge decken sich mit den erarbeiteten Ergebnissen der Hauptmediation. Das Mediationsverfahren selbst hat einen Rahmen zum konstruktiven Austausch geboten, in dem es gelungen ist, gemeinsame Standpunkte als Basis für weitere Entwicklungen zu erarbeiten.

Informationen im Internet

Informationen zu Ausgangslage und Ablauf des Mediationsverfahrens, historische Aufnahmen und Pläne des Otto Wagner-Areals sowie eine Chronologie der Flächenwidmung seit 1902 stehen unterhttp://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/otto-wagner-areal/ zur Verfügung. Umfangreiche Unterlagen wurden im Laufe des Mediationsverfahrens zusammengestellt und sind unter http://www.ows-mediation.at zu finden.