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Grüne Wien/Kraus: Schwarz-Blaue Scheinheiligkeit beim Jugendschutz

"Regierung verbietet Jugendlichen Rauchen in Lokalen, wo geraucht werden darf"

"Beim Jugendschutz zeigt die schwarz-blaue Bundesregierung einmal mehr ihre Scheinheiligkeit beim Nichtraucherschutz", so der Jugendsprecher der Grünen Wien, Peter Kraus, anlässlich der heute von Ministerin Bogner-Strauß (ÖVP) präsentierten Änderungen im Jugendschutz. "17-Jährigen Zigaretten zu verbieten, während in Lokalen weiter überall geraucht werden darf, ist vollkommen sinnbefreit. Unter schwarz-blau ist es also möglich, dass ein 16-jähriger Kellner-Lehring selbst zwar nicht rauchen darf, aber an seinem Arbeitsplatz den ganzen Tag zugequalmt wird", so Kraus, der prinzipiell eine österreichweite Vereinheitlichung der Jugendschutzbestimmungen begrüßt.

Es brauche ein Gesamtpaket, bestehend aus Präventionsmaßnahmen, der Einbeziehung von ExpertInnen und ausreichend Budget, welches die schwarz-blaue Bundesregierung zur Verfügung stellen muss. "Eine Regierung, die ein Nichtrauchervolksbegehren mit rund 600.000 Unterschriften ignoriert, hat ihre Glaubwürdigkeit beim Nichtraucherschutz verspielt. Jetzt auf Verbote zu setzen ist scheinheilig", so Kraus. Darüber hinaus sind viele Fragen offen, etwa wie die Abgabe von Zigaretten an Automaten künftig geregelt werden soll - derzeit geschieht das über einen Berechtigungsvermerk auf der Bankomatkarte.

"Eine Jugendministerin, die gemeinsam mit ihrer ÖVP beim allgemeinen Nichtraucherschutz umfällt, gleichzeitig aber bei Jugendlichen nur bedingt wirkungsvolle Verbote auspackt, kann ich nicht ganz ernst nehmen", so Kraus abschließend.

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OTS0134    2018-04-20/12:57

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