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Grüne/El-Nagashi: Neuer Angriff auf Wien durch Schwarz-Blau

Private Unterbringung von Asylwerbern zu streichen gefährdet die Integrationsarbeit von tausenden Freiwilligen

"Private Unterkünfte sind für Asylwerbende ein wichtiger Schritt zur Integration. Der Austausch zwischen neu Zugewanderten und schon länger Ansässigen gelingt vor allem im Privaten. Hier gleicht man die jeweiligen Vorstellungen und Werte einander an und wird zur Gemeinschaft. Diese Art der Unterbringung ist eine zutiefst integrative Maßnahme, nicht zuletzt auf der Ebene des Spracherwerbs. Das zu unterbinden bedeutet, den Ausschluss von Geflüchteten absichtlich herbeizuführen und den engagierten Einsatz von tausenden von Freiwilligen für eine gelingende Integration zunichte zu machen", so Faika El-Nagashi, Integrationssprecherin der Grünen Wien zu den kolportierten Informationen einer möglichen Unterbindung privater Unterbringung von Flüchtlingen durch die neue Bundesregierung.

In Wien befinden sich derzeit 19.000 Personen in der Grundversorgung, davon sind etwa 13.000 privat untergebracht. "Das sind 67% der Unterkünfte. Sollte Schwarz-Blau das umwerfen, bedeutet das, dass die Stadt Wien mit Quartieren einspringen muss. Und das mit Steuergeldern, die sonst sinnvoll woanders eingesetzt werden könnten. Es wäre damit nicht nur unwirtschaftlich und integrationsfeindlich, sondern auch ein weiterer Angriff auf Wien", so El-Nagashi. Ein privat untergebrachter Flüchtling erhält pro Monat 215 € Verpflegungsgeld und 150 € Mietzuschuss, in manchen Bundesländern noch weniger. Gleichzeitig betragen die Kosten in einem organisierten Quartier etwa 630 € pro Monat - fast das Doppelte.

Schwarz-Blau versucht dieses Vorgehen mit einer Aufstockung in dem für Asylfragen zuständigen Bundesamt zu rechtfertigen. In Zukunft sollen 18.000 Fälle pro Jahr abgearbeitet werden. "Wer das glaubt, ist nicht nur ein schlecht im Rechnen, sondern auch komplett unrealistisch. Im besten Fall dauert ein Asylverfahren ein Jahr. Auch danach ist es eine große Herausforderung, leistbaren Wohnraum zu finden. Wir sind den unzähligen Freiwilligen sehr dankbar, die hier aktiv geworden sind und Unterstützung anbieten. Das aus Polit-Kalkül zu streichen ist grob fahrlässig", so El-Nagashi abschließend.

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OTS0165    2017-11-21/14:13

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