Wien soll alle Schulvorplätze verkehrsberuhigen

Schulvorplatz Märzstraße

Heidi Sequenz, Kilian Stark

In zehn Jahren sollen alle Schulen Schulvorplätze haben, die sicher, grün, schattig und klimafit sind. Damit die Schüler:innen nicht ins Auto, sondern ins Grüne laufen.

Zehntausende Kinder in Wien sind diese Woche in das neue Schuljahr gestartet. Der Schulbeginn bringt auch das morgendliche Verkehrschaos vor vielen Wiener Schulen zurück: Autokolonnen, Gehupe, Lärm und Gestank. Dazwischen versuchen Kinder mit ihren Schultaschen möglichst sicher in die Schule zu kommen. Das muss aber nicht so sein! Wie, das zeigt zum Beispiel das Projekt bei der offenen Volksschule Märzstraße, das gerade einen Preis erhalten hat.

Vorher - Nachher Bild des autofreien Schulvorplatzes Märzstraße

Mehr Tempo bei der Umgestaltung von Schulvorplätzen

Wir fordern, dass jedes Jahr 35 Schulvorplätze begrünt und klimafit gestaltet werden. Denn wir wollen den Platz den Kindern und Lehrer:innen zurückgeben. 

„Bis 2030 sollen die Vorplätze aller Wiener Schulen zeitgemäß gestaltet und verkehrsberuhigt sein – mit einer fairen Verteilung von Raum, mit Platz zum Spielen für die Kinder und auch der Möglichkeit, dass Unterricht und Pausen im Freien stattfinden können. 

Heidi Sequenz und Kilian Stark

Übergangslösung: die Schulstraße

Von den rund 500 Wiener Schulvorplätzen sind bereits rund 150 verkehrsberuhigt. Bis Wien alle Schulvorplätze umgestaltet hat, bringt die StVO Novelle jetzt eine schnelle und günstige Übergangslösung: die Schulstraße. Dabei wird vor Schulbeginn die Zufahrt für PKWs temporär gesperrt. Wir fordern die Stadt Wien auf, spätestens bis zum nächsten Schulstart 100 solcher Schulstraßen einzurichten.

Gerade die Coronakrise hat gezeigt, dass viele Schulen zu wenig Outdoor-Raum haben. Ein klimafitter Schulvorplatz kann eine Möglichkeit sein, die Pause oder Teile des Unterrichts einmal draußen zu verbringen. Alles, was es dazu braucht, sind Mut und politischer Wille. Wenn Rot-Pink die Ergebnisse der Werkstatt Junges Wien, bei der 22.500 Kinder mitgemacht haben, ernst nimmt, muss alles dafür getan werden, auf die Nr. 1-Themen der Jungen (Verkehr, Klima und Umwelt) zu reagieren.

Skip to content