Das Parkpickerl bietet einmalige Chance

Fleschgasse nach Einführung des Parkpickerls

Das Parkpickerl ist eine einmalige Chance

Heidi Sequenz, Kilian Stark
Das Parkpickerl in Wien ist eine einmalige Chance. Denn mit dem Parkpickerl werden etwa 70.000 Parkplätze zukünftig nicht mehr gebraucht. Der freigewordene Raum muss rasch adaptiert und klimagerecht gestaltet werden.

Wien führt das Parkpickerl
für alle Bezirke ein

Seit 1. März 2022 gilt wienweit das Parkpickerl. Damit leistet Wien einen Beitrag dazu, den Strom von Autopendler:innen nach Wien zu reduzieren. Gerade die Randbezirke werden vom Parkplatzdruck befreit.

Trotzdem ist es nur die Ausweitung eines veralteten Modells aus den 90er Jahren und löst das Problem des Binnenverkehrs nicht.

„Das jetzige Modell – jedem Bezirk sein Parkpickerl – wurde vor 30 Jahren für kleine Bezirke entwickelt. Es reduziert zwar innerhalb der Stadtgrenze parkende Fahrzeuge von Pendelnden, fördert aber auch den Binnenverkehr innerhalb der großen Flächenbezirke. Denn es lädt deren Bewohner:innen ein, mit dem Auto etwa zur nächsten U-Bahn-Station zu fahren, weil sie dort wieder leichter einen freien Parkplatz bekommen. Damit wird ein großes Ziel des Parkpickerls, die Vermeidung von Autofahrten, klar verfehlt.“

Kilian Stark,
Mobilitätssprecher Grüne Wien
Bild einer temporären Begegnungszone zeigt, wie viel Platz Autos in Wien einnehmen und lässt erahnen, welch einmalige Chance das Parkpickerl bietet.

Das parkpickerl bietet
eine einmalige CHance

Eines bringt das Parkpickerl für ganz Wien jedoch sicherlich: Mehr Platz im öffentlichen Raum. Von den 229.000 kostenpflichtig werdenden Parkplätzen, werden etwa 70.000 nicht mehr gebraucht. Damit schafft das Parkpickerl eine einmalige Chance.

Die frei werdende Fläche von rund 100 Fußballfeldern muss schnellstmöglich den Menschen zurückgegeben werden.

Was wir dank dem Parkpickerl
sofort umsetzen könnten

  • 10.000 neue Bäume
  • 100 km drei Meter breite Radwege
  • 290 km breitere Gehsteige
  • 290.000 Sitzbänke

„Es macht keinen Sinn, statt Parkplätzen leere Betonflächen vorzufinden. Aus den Flächen muss schnell lebenswerter öffentlicher Raum werden. Dafür werden sich die Grünen unermüdlich einsetzen.“

Heidi Sequenz,
Mobilitätssprecherin

Derzeit gibt es keine Ankündigungen von der Stadt Wien, dass durch die Einführung des Parkpickerls die öffentlichen Verkehrsmittel verstärkt geführt werden. Obwohl diese ab heute dringend benötigt werden. Vor allem in den Außenbezirken und beim grenzüberschreitenden Verkehr.

Leider hat eine unserer Anfragen offenbart, dass seitens der Wiener Stadtregierung keinerlei zusätzlichen Öffi-Kapazitäten geschaffen werden.

Für uns ist klar: Einfach nur das Parkpickerl einzuführen, reicht nicht. Der freigewordene Raum muss rasch adaptiert und klimagerecht gestaltet werden. Gleichzeitig müssen die Öffentlichen Verkehrsmittel ausgebaut werden. Nur so bringt das Parkpickerl auch in der derzeitigen Form Verbesserungen, die anhalten.

drei beispiele wies geht:

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