Klimacheck für die Stadtstraße

Autobahn

Klimacheck Stadtstraße

Peter Kraus, Judith Pühringer
Fossile Großprojekte müssen der Vergangenheit angehören, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen. Daher muss Wien einen verpflichtenden Klimacheck für Großprojekte, allen voran für die Stadtstraße, einführen.

Klimacheck für die Stadtstrasse

Wir fordern, dass nach der Absage des Lobautunnels auch die Stadtstraße nach dem Vorbild der ASFINAG-Evaluierung, einem Klimacheck unterzogen wird.

Wien muss gemeinsam mit den Anstrengungen der Klimaschutzministerin in die Verkehrswende und den Öffi-Ausbau investieren. Denn Milliarden Euro in Straßen- und Autobahnprojekte zu begraben, ist nicht mehr zeitgemäß. Die Folgen einer verfehlten Verkehrs- und Klimapolitik trifft vor allem die junge Generation. Daher muss heute in ihrem Sinne entschieden werden.

Klimaziel ist nur mit Klimacheck erreichbar

Das selbstgesetzte Klimaziel der Wiener Stadtregierung für 2040 ist Klimaneutralität. Dieses Ziel ist grundsätzlich begrüßenswert, jedoch sind wir kilometerweit davon entfernt. Graue Theorie und die schönsten Worte bringen uns nicht näher ans Ziel, wenn Wien gleichzeitig Milliarden in fossile Großprojekte investiert.

Daher braucht es einen Klimacheck. Schauen wir uns Großprojekte, die vor Jahrzehnten geplant wurden nochmal im Detail an. Schauen wir uns an, welche Auswirkungen diese auf CO2-Emissionen haben und was wir besser machen müssen.

Genau dafür setzen sich übrigens auch die Klima-Aktivist:innen ein. Leider werden diese immer noch von der Stadtregierung bekämpft, anstatt sie als wertvolle Verbündete zu sehen. Wien braucht eine Stadtregierung, die auf der richtigen Seite der Geschichte steht, die Klimaziele mit Leben erfüllt und mutige Entscheidungen trifft.

Brandanschlag auf Aktivist:innen

​In der Silvesternacht kam es zu einem Brandanschlag auf acht friedlich campierende Aktivist:innen. Die Reaktion der Wiener Stadtregierung lässt uns ratlos zurück. Anstatt einen solch widerwärtigen und feigen Angriff zu verharmlosen oder rechtsfreie Räume herbeizureden, die nicht existieren, muss Wien sich solidarisch zeigen.

Angriffe wie der feige Brandanschlag auf das Protestcamp haben keinen Platz in Wien. Friedlicher Protest ist – bei allen inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten – ein Grundpfeiler unseres demokratischen Zusammenlebens. Die Wiener Stadtregierung hat es sich bekanntlich zum Ziel gesetzt, Wien nicht nur zur Klimamusterstadt, sondern auch zur kinder- und jugendfreundlichsten Stadt zu machen. Beide Ziele können aber nur erreicht werden, wenn Klimapolitik auch mit jenen gemacht wird, die mit den Folgen der Klimakrise leben müssen.

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