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am 14. Juni 2016

Wien sagt: Welcome, Oida!

Faika El-Nagashi - Wien lebt Integration und lädt am Weltflüchtlingstag 100 Refugees ins Wiener Rathaus ein.

Welcome, Oida!

Die Grünen Wien unterstützen die überparteiliche Initiative „Wien sagt #WELCOMEoida“ anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni und sprechen sich für ein respektvolles Miteinander …

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Integration passiert im Dialog. Geflüchtete Menschen in dieser Stadt werden zu unseren Nachbarinnen und Nachbarn, zu Kolleginnen und zu Freunden. Und sie sind auch BewohnerInnen dieser Stadt. Anlässlich des Weltflüchtlingstages laden wir ins Wiener Rathaus, um zuzuhören und von einander zu lernen: Was braucht es für ein gutes Zusammenleben in Wien?

Wien hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Menschen in das wirtschaftliche, kulturelle und politische Leben der Stadt einzubinden. Grundlage dafür ist ein gleichberechtigtes Miteinander und das Schaffen von Begegnungsmöglichkeiten.

„Wir haben es uns zum Ziel gemacht, Flüchtlinge in Wien so zu begleiten und zu unterstützen, dass wir nicht mehr von Flüchtlingen, sondern von Wienerinnen und Wienern sprechen.“
Faika El-Nagashi

Wir wollen dieses Ziel erreichen. Es ist machbar. Doch so ehrlich muss man schon sein: Wien kann das nicht alleine schultern. Der Bund muss sich ebenso trauen, Integration zu ermöglichen. Unser Vorschlag ist ein Ausgleichsfonds, in den jene Bundesländer einzahlen, die nicht genügend Unterstützung für Flüchtlinge leisten. Des Weiteren würde eine raschere und einfachere Anerkennung von mitgebrachten Qualifikationen gleich zwei Vorteile bringen: Neue WienerInnen können sich schneller einbringen, wertvolle Ausbildungen wären schneller nutzbar.​

100 Plätze im Gemeinderat für Refugees reserviert

Da es Rot-Grün mit der Integration ernst nimmt lade ich am 20. Juni, anlässlich des Weltflüchtlingstages, 100 Refugees zum Rundgang und zum anschließenden Gespräch ins Wiener Rathaus ein. Die Führung findet im Gemeinderatssitzungssaal ihren Abschluss, wo die Flüchtlinge u.a. auf den Sitzen von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) und Johann Gudenus (FPÖ) Platz nehmen werden. Am Weltflüchtlingstag soll im Sitzungssaal des Gemeinderates Platz für jene sein, denen der Zugang zu Perspektiven und zu Chancen oft verwehrt bleibt. Sie sind Menschen mit Erfahrungen und mit Wünschen, mit Familien, einer Ausbildung, einer Vergangenheit und mit einer Zukunft, in der sich viel um Wien dreht. An diesem Tag sind 100 Plätze im Gemeinderat für sie und ihre Geschichten reserviert. Für uns sind alle Menschen Teil dieser Stadt.

Was tut Wien für Flüchtlinge?

In Wien sind zur Zeit rund 20.900 Menschen in der Grundversorgung. Das sind rund ein Viertel der 85.700 Asylwerbenden österreichweit. Wien erfüllt somit die so genannte Aufnahme-Quote zu 116%.

Rund 59% der AsylwerberInnen wohnen in einer privaten Unterkunft, 41% in einem organisierten Quartier in Wien. Wien steht für „Integration ab Tag 1“. Daher stehen in Wien Deutschkurse auch schon AsylwerberInnen, also Menschen in der Grundversorgung, zur Verfügung. Alleine für das Jahr 2016 hat die Stadt Wien 4,4 Millionen Euro für 12.000 zielgruppenspezifische Deutschkursplätze in die Hand genommen.