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am 7. Jänner

Behinderung behindert

Birgit Meinhard-Schiebel - Die 10-jährige Übergangsfrist zur Schaffung von Barrierfreiheit ist zu Ende. Mit 1.1.2016 sollte das öffentliche Umfeld landauf-landab frei von Barrieren sein.

Was bisher tatsächlich davon gelungen ist, steht auf dem Prüfstein. Betroffen davon, barrierefrei sein zu MÜSSEN sind neu errichtete Gebäude und öffentliche Flächen - und der Rest?

Der nationale Aktionsplan Behinderung 2012-2020 in all seinen Details zeigt, dass die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und ihre Strategie nur darauf wartet, vollinhaltlich umgesetzt zu werden. Die Landesaktionspläne sind die Herausforderung, in den einzelnen Bundesländern den Nationalen Aktionsplan umzusetzen.

Lebensqualität und Sicherheit für alle

Immerhin sind 20,5 % der österreichischen Bevölkerung von einer dauerhaften Einschränkung betroffen. Älterwerdende Menschen sind davon noch weitaus öfter betroffen als jüngere Menschen. Sie alle, ob jung oder alt, werden behindert in ihrer Mobilität, ihren Sinneswahrnehmungen wie Hören, Sehen, Tasten, in ihren mentalen Fähigkeiten und Möglichkeiten, in ihrer Bildungsmöglichkeit, ihrer Erwerbsfähigkeit u.a. Und das in einem Alltag, der ihnen vieles abverlangt. Der Menschen, die nicht zu den sarkastisch genannten "chronisch Normalen" gehören, zusätzlich noch armutsgefährdet.

Der unabhängige Monitoringausschuß wird auch in den kommenden 10-30 Jahren genug damit zu tun haben, Fortschritte oder Stillstand von Barrierefreiheit und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zu dokumentieren.

Das rot-grüne Wien wird sich mit der Aufbereitung, Ausrollung und Erfüllung des Landesaktionsplans ressortübergfeifend beschäftigen. Eine barrierefreie Stadt schafft Lebensqualität und Sicherheit für alle.