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am 12. Dezember 2014

​Her mit der freien Kunst!

Klaus Werner-Lobo - Mit dem neuen Programm SHIFT fördert die Stadt spartenübergreifende Kulturinitiativen und freie Künstler_innen, die sich aktiv mit der sozialen und geografischen Peripherie Wiens auseinandersetzen.

Graffiti

In Wien leben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die abseits des kulturellen Mainstreams neue Formen und Formate entwickeln, gesellschaftliche Verhältnisse infrage stellen und dabei Utopien entwickeln, für die es bisher weder ausreichende Plattformen noch Förderung gab. Mit dem neuen Förderprogramm SHIFT schafft die Stadt Wien ab sofort ein Instrument, das die Grenzen zwischen den klassischen Kunstsparten überschreitet und die aktive Auseinandersetzung mit der sozialen, kulturellen und geografischen Peripherie der Stadt sucht. Damit möchte die Stadt Wien neue Ansätze anregen, die Wien nachhaltig prägen könnten. Wien sieht darin auch das Potenzial, weniger privilegierte Gruppen, prekär arbeitende freie Kulturschaffende und zum Beispiel auch die mit hochrangigen Kultureinrichtungen unterversorgten Wiener Außenbezirke aufzuwerten und ihnen mehr Sichtbarkeit im Wiener Kulturleben zu verschaffen.

Die Fakten

Die Stadt Wien schreibt mit SHIFT ein Programm zur Förderung innovativer Kunst in der Höhe von 1,5 Millionen Euro jährlich aus. Die Ausschreibung startet im Jänner 2015, die Einreichfrist dauert bis 30. April. Die Finanzierung ist durch Zusatzmittel auf drei Jahre gesichert. Die Initiative richtet sich an Künstler_innen und Kulturschaffende aller Kunstrichtungen sowie an interdisziplinäre und spartenübergreifende Projekte. Auch Kunst- und Kulturinstitutionen ist die Einreichung möglich.

Das Ziel

Mit SHIFT wollen wir Projekte fördern, die von den Wiener Kulturinstitutionen in der eingereichten Form sonst nicht verwirklicht werden könnten und die sich auch mit der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung Wiens auseinandersetzen. Eingereichte Konzepte sollten besondere Impulse zur Weiterentwicklung ihres Kunstfeldes setzen sowie eine aktive Auseinandersetzung mit der lokalen wie sozialen Peripherie beinhalten. Projekte werden ausschließlich einmalig gefördert, die Umsetzung und Veröffentlichung muss in Wien stattfinden.

Jährlich werden so je zwei Projekte mit je 250.000 Euro gefördert, 5 Projekte mit je 100.000 Euro und 15 Projekte mit je 25.000.

Die Jury

Die fünfköpfige Jury setzt sich aus folgenden Kunst- und Kulturschaffenden zusammen: Natalie Bayer, Kulturwissenschafterin, Migrations- und Museumsforscherin, Eva Jantschitsch (aka „Gustav“), Musikerin, Komponistin und Produzentin, Nadine Jessen, Theater-Dramaturgin, Performerin und DJ-in, Chris Müller, Direktor für künstlerische Agenden der Linzer Tabakfabrik sowie Mark Neuner, Architekt, Computergrafiker, Designer und Sounddesigner.