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am 4. Juni

Wiener Neubaugebiete werden Klimaschutzgebiete

- In den Klimaschutzgebieten werden künftig ausschließlich klimafreundliche Energieformen und Fernwärme zur Heizung und Kühlung von Gebäuden eingesetzt werden können. Öl und Gas nicht mehr.

Die Klimaschutzgebiete sind eines der größten Klimaschutzvorhaben dieser Stadtregierung. Wien hat es in der Nachkriegszeit geschafft, mit dem sozialen Wohnbau Geschichte zu schreiben. Nun schreiben wir wieder Geschichte: Mit Gebäuden in Klimaschutzgebieten, in denen alle Menschen in den nächsten Jahrzehnten gut, gesund, sicher und klimafreundlich leben, arbeiten und einkaufen. Sie werden in Wohnungen leben, die mit klimafreundlicher Energie versorgt werden. Von unseren Maßnahmen heute werden unsere Kinder und Enkelkinder in der Zukunft genauso profitieren, so wie wir heute von den visionären Maßnahmen im sozialen Wohnbau des letzten Jahrhunderts profitieren.

CO2-Ausstoß reduzieren

Auch wenn uns die Klimakrise nicht als unmittelbare Bedrohung erscheint, ist sie real und wir spüren sie. Die Hitzewellen und Tropennächte, die wir im Sommer erleben, sind kein Zufall. Sie sind das Resultat von zu viel CO2. Das wirksamste Mittel im Kampf gegen die Klimakrise ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes. Die Stadtregierung hat vergangenes Jahr eine neue Smart City-Strategie beschlossen, die zum Ziel hat, die lokalen Treibhausgasemissionen pro Kopf bis zum Jahr 2050 um 85 Prozent zu reduzieren. 


„Mit den Klimaschutzgebieten schaffen wir es, dass künftig 80 Prozent der Neubauten klimafreundlich gekühlt und geheizt werden und der CO2-Ausstoß stark zurückgeht. Es wird dort kein Öl und kein Gas mehr geben.“
Birgit Hebein
Präsentation Klimaschutzgebiete
Robert Lechner (Leiter des Ökologie-Instituts und Wiener Klimarat), Birgit Hebein (Vizebürgermeisterin) und Bernd Vogl (Energieplanung der Stadt Wien)

nachhaltige Konjunkturpakete schaffen Green Jobs

Die Klimaschutzgebiete sind ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Klimakrise, unabhängig von der aktuellen Situation. Aber gerade die Corona-Krise zeigt uns, worauf es wirklich ankommt. Es ist wichtig, dass wir krisenfest sind und dass wir erkennen, dass rasches, entschlossenes und gemeinsames Handeln Leben retten kann. Das trifft auf die Klimakrise genauso wie auf die Corona-Krise zu. Die Klimaschutzgebiete sind nicht nur ein Schritt zur Senkung des CO2-Ausstoßes, sondern haben auch das Potenzial für nachhaltige ‚Green Jobs‘, die durch die Forcierung innovativer Technologien entstehen. Der Kampf gegen die Klimakrise ist auch ein Kampf gegen die aktuelle Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise, die durch Corona ausgelöst wurde. Wir müssen uns aus der Krise herausinvestieren und nachhaltige Konjunkturpakete schnüren, die zu gut abgesicherten Jobs führen.

Raus aus Öl und Gas

Im Rahmen der Novelle der Bauordnung im Jahr 2018 wurde die Möglichkeit geschaffen Klimaschutzgebiete (im Fachterminus auch Energieraumpläne genannt) zu verabschieden. Damit können große Gebiete definiert werden, in denen künftig ausschließlich klimafreundliche Energieformen und Fernwärme zur Heizung und Kühlung von Gebäuden eingesetzt werden können. Von dieser Regelung betroffen sein werden ca. 80 Prozent der Neubaugebiete. Öl und Gas werden in diesen Gebieten nicht mehr eingesetzt.​