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am 21. November

Wien bleibt cool: Stadt fördert Außenrollos

Peter Kraus - Hol dir deine 1.500 Euro für deine Fenster, damit deine Wohnung auch im Sommer kühl bleibt.

Aussenrollo

Die Klimakrise hat ganz konkrete Auswirkungen für das Leben in unserer Stadt. Wirklich spürbar ist das in den Sommermonaten, wenn eine Tropennacht die andere, ein Hitzetag den nächsten jagt. Der Sommer 2019 war österreichweit der zweitheißeste in der Messgeschichte - für die Bundeshauptstadt Wien der heißeste. Knapp 40 Tropennächte hatten darüber hinaus zur Folge, dass die Stadt auch in der Nacht kaum abkühlt. 

Im August präsentierte die Stadt eine „Hitzekarte“, die zeigt, welche Gebiete besonders stark von der Erhitzung der Stadt betroffen sind. Mit den „coolen Straßen“ wurde im öffentlichen Raum Abhilfe geschaffen und die Stadt abgekühlt. Daneben ist jedoch vor allem die Überhitzung von Wohnungen ein Thema, das viele Menschen betrifft. 

Vorsorge für den Hitzesommer: Stadt fördert Außenrollos

Die Auswirkungen der Klimakrise sind real und spürbar. Der nächste Sommer kommt und es ist wahrscheinlich, dass die Anzahl der Hitzetage weiterhin steigt. Darum wird für das Jahr 2020 eine eigene Förderung für außenliegenden Sonnenschutz (Rollläden, Jalousien und Co) mit einer Gesamtsumme von 6 Millionen Euro ins Leben gerufen. 

​Wenn die Sommer immer heißer werden kann die Lösung nicht sein, dass wir alles mit Klimaanlagen zupflastern, die dann wieder mehr Energie verbrauchen und nur für einen Teil der Bevölkerung überhaupt leistbar sind. Außenliegender Sonnenschutz ist da eine viel klügere Lösung.

Dieser Sonnenschutz ist gerade an Hitzetagen eine schnelle, effektive, einfache und im Betrieb kostengünstige Variante um Wohnungen vor Überhitzung zu schützen. Darüber hinaus kommt diese Maßnahme auch ohne zusätzlichen Stromverbrauch - wie bei verstärktem Einsatz von Klimageräten - und die damit verbundenen Energiekosten aus.​

Mit der neuen Förderung unterstützt die Stadt  die Nachrüstung von Sonnenschutz an Fenstern (und Balkontüren) mit einem Zuschuss von 50 Prozent der Kosten und mit maximal 1.500 Euro pro Wohneinheit. 

Zum Erhalt einer Förderung muss das nachzurüstende Gebäude mehr als 20 Jahre alt sein und die Rechnung und ein Qualitätsnachweis müssen in der MA50 vorgelegt werden. MieterInnen müssen zudem die Zustimmung der HauseigentümerIn einholen. Die Förderung steht selbstverständlich auch und gerade Gemeindebau-MieterInnen offen. Innerhalb von Schutzzonen ist eine Bewilligung durch die MA 19 notwendig. Die Förderaktion startet mit Beschluss im Gemeinderat im Dezember und läuft bis Ende 2025.​