Gemma Gürtel

Visualisierung die unsere Vision von einem klimafitten Gürtel beim Westbahnhof zwigt

Gemma Gürtel

Laut, dreckig und voller Abgase – so ist der Gürtel jetzt. Wir sagen: der Gürtel kann leiwand sein und zeigen dir, wie eine klimagerechte Neugestaltung des Gürtels gelingen kann.  

Verkehrshölle Gürtel – so muss es nicht bleiben

Seit Jahrzehnten wird der Gürtel mit seinen Staus, seiner schlechten Luft und seinem Lärm als etwas hingenommen, das man nicht ändern kann. Für Anrainer:innen, Fußgänger:innen und Radfahrer:innen ist der Gürtel teilweise ein Albtraum: Es gibt keinen durchgehenden Radweg, Fußgänger:innen drängen sich an Häuserfronten auf engen Gehsteigen. Damit der Gürtel ein Ort wird, wo alle gut vorankommen und sich gerne aufhalten, haben wir mit einem Stadtplanungsbüro den Wiener Gürtel neu geplant.

Die Fahrspuren für Autos und LKWs nehmen am Gürtel derzeit bis zu 86 Prozent der Fläche ein. Die Lärmbelastung ist mit über 70 Dezibel unerträglich hoch. In den in Gürtelnähe liegenden westlichen Bezirksteilen leben rund 100.000 Menschen – sie haben sich einen besseren und klimafreundlichen Gürtel verdient.

„Wer kann, meidet den Gürtel. Was bislang getan wurde, ist nur ein wenig Behübschung hier und dort. Beim Gürtel müssen wir aber groß denken und die Ärmel hochkrempeln – für die Zukunft unserer Stadt.“

Judith Pühringer Beitragsbild Judith Pühringer Stadträtin, Parteivorsitzende

Der neue Gürtel von oben: Die Studie zeigt anhand von zwei Beispielgebieten – Westbahnhof/Mariahilfer Gürtel und Josefstädterstraße – wie eine klimagerechte Neugestaltung des Gürtels gelingt.
Der neue Gürtel von oben: Die Studie zeigt wie eine klimagerechte Neugestaltung gelingt.

Studie Grüne Zukunft für den Wiener Gürtel

Studie – Highlights und Pläne 1

Studie – Highlights und Pläne 2

Studie – Highlights und Pläne 3

Stadt muss eigene Ziele ernst nehmen und Verkehr reduzieren

Die Stadt Wien hat sich selbst zum Ziel gesetzt, den Autoverkehr bis 2030 zu halbieren. Der aktuelle Kurs geht derzeit aber in die entgegengesetzte Richtung: Laut ASFINAG hat der Autoverkehr in Wien 2023 um 6 Prozent zugenommen. 

„Wir legen einen durchdachten Plan für den Gürtel vor, der die Klimaziele der Stadt ernst nimmt und die Lebensqualität verbessert.“

Peter Kraus Beitragsbild Peter Kraus Stadtrat, Parteivorsitzender

Gürtel 2030 – So kann es gehen

Wir haben eine Studie in Auftrag gegeben, um den Gürtel grundsätzlich neu zu denken. Die Studie des Stadtplanungsteams von „bauchplan“ in Kooperation mit der Landschaftsplanerin Gisa Ruland sowie dem TU-Verkehrsexperten Harald Frey soll als Grundlage für eine neue Planung in mehreren Etappen anhand von zwei Beispielgebieten (Mariahilfer Gürtel/Westbahnhof und Josefstädterstraße) dienen.

Westbahnhof Vorplatz: so könnte der Wiener Gürtel in Zukunft aussehen.

Was soll also am Gürtel neu werden bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus? 

Wir wollen eine klimafreundliche Gürtelentwicklung im Sinne der von der Stadt Wien selbst gesteckten Ziele. Der Gürtel soll zwischen Autoverkehr, Fußgänger:innen und Radfahrer:innen gerechter verteilt werden. Es soll mehr Bäume geben, eine Verbesserung der Querverbindungen in die Bezirke sowie eine Belebung der Gürtelbögen. Last but not least soll die Lebensqualität der Anrainer:innen und der anliegenden Grätzelbewohner:innen durch einen klimafreundlichen Gürtel verbessert werden.

Wiedereinführung der Straßenbahnlinie 8

Ein Herzstück der klimafreundlichen Umgestaltung ist die Wiederbelebung der Straßenbahnlinie 8. Diese wurde trotz guter Auslastung und heftiger Proteste im Jahr 1989 eingestellt. Der wiederbelebte 8er wird die U6 entlasten, die schon jetzt an der Kapazitätsgrenze ist, und mit zusätzlichen Stationen zwischen Währinger Straße und Burggasse/Stadthalle das Angebot im öffentlichen Nahverkehr verbessern.

Visualisierung die zeigt, wie ein klimafitter und begrünter Gürtel bei der Josefstädter Straße aussehen könnte
Josefstädter Gürtel: mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität entlang der Gürtelbögen.

„Die Stadt Wien hat sich selbst ambitionierte Klimaziele gesetzt. Doch die Ziele erreichen sich nicht von allein. Der Kurs der rot-pinken Stadtregierung führt in die falsche Richtung. Wir brauchen dringend eine Kurskorrektur – unser Konzept für die Zukunft des Gürtels weist den Weg.“

Kilian Stark max Kilian Stark Landtagsabgeordneter, Sprecher für Mobilität und Planung

Unsere Vision für den Westgürtel

  • Ausreichend Raum für Rad- und Fußverkehr, mehr Platz für Grünflächen und Treffpunkte und die Wiederbelebung der Straßenbahnlinie 8 entlang des Gürtels.

  • Neupflanzung von rund 1.500 Bäumen. Insgesamt werden dann etwa 3.000 Bäume auf diesem Abschnitt des Gürtels stehen.
  • Durchgängiger Radschnellweg mit 3,5m Breite auf beiden Seiten des Gürtels.

  • Breite Gehwege und Grünstreifen auf der gesamten Gürtellänge.

  • Schaffung von neuen, grünen Räumen für einen überwiegend kommerzfreien Aufenthalt, als Treffpunkte und Spielmöglichkeiten insbesondere für die Bewohner:innen der angrenzenden Bezirke.

  • Reduktion von Oberflächenversiegelung.
  • Vorhandene Querungsmöglichkeiten in die Innen- und Außenbezirke werden aufgewertet. 

  • Die Gürtelbögen sollen mit Kultur, Nahversorgung, und Lokalen belebt werden und – wie bereits vom Architekten Otto Wagner bei der Errichtung des Viaduktes geplant – durchlässig mit Glasfronten gestaltet werden.

  • Analog zur Zielsetzung der Stadt Wien, den Autoverkehr zu halbieren, soll der Straßenraum umgestaltet und der motorisierte Individualverkehr sukzessive auf 2 Fahrspuren pro Richtung reduziert werden, inklusive notwendiger Abbiegespuren. Ausreichend Platz für Ladezonen ist vorgesehen.

  • Der Europaplatz wird neugestaltet, grüner und autofrei. Das „Radhaus“ auf dem Dach der Eingangshalle in die U-Bahn am Westbahnhof bietet überdachte Stellplätze für über 1.100 Fahrräder.
Peter Kraus. Kilian Stark und Judith Pühringer

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