Bezirkegruene.at
Navigation:

6 Gründe, warum die Lobau-Autobahn Wien schadet

1. Die Lobau-Autobahn ist eine Verschwendung von Steuergeld

Der Bau der Lobau-Autobahn samt Tunnel wird wahrscheinlich drei Milliarden Euro verschlingen und ist ein teures Prestigeprojekt. Dabei nutzt der Bau der Autobahn der österreichischen Wirtschaft nichts. Eine Studie des IHS zeigt: Ein Euro in die Schiene investiert bringt der Wirtschaft dreimal so viel, Geld für Bildung erhöht das BIP um fast das Siebenfache!

Drei Milliarden Euro Steuergeld wären besser in Schulen, Kindergärten und den Ausbau der S-Bahnen und anderen Öffis investiert.

Mit drei Milliarden Euro Steuergeld könnte Wien….

  • 15.000 Gemeindewohnungen samt Infrastruktur (Parkplätze, Kindergarten) bauen
  • 46 supermoderne Campus-Schulen bauen
  • 125.000 Pflegebedürftige ein Jahr lang in einem Einzelappartement im Pflegeheim versorgen 
  • 150 km neue Straßenbahnstrecken bauen
  • 1.250 neue Straßenbahngarnituren kaufen
  • 300 neue U-Bahnzüge auf die Schiene bringen
  • in jede Wiener Schule 75 zusätzliche LehrerInnen schicken

2. Die Lobau-Autobahn bringt den Nationalpark in Gefahr

Mit einer Fläche von rund 2.300 Hektar ist die Lobau Wiens größter Beitrag zum Nationalpark Donau Auen, den es seit 1996 gibt. Die Donau Auen sind die größte zusammenhängende, ökologisch weitgehend intakte und naturnahe Aulandschaft in Mitteleuropa.

Die naturnahe Auenlandschaft der Donau-Auen und der Lobau bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten vielfältige Lebensräume. Mehr als 800 Pflanzenarten, mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten, rund 60 Fischarten leben dort – viele von ihnen sind streng geschützt.

3. Die Lobau-Autobahn gefährdet das Wiener Trinkwasser

Die Lobau ist eine wichtige Trinkwasserreserve der Stadt Wien. Unser Trinkwasser stammt nicht nur aus der Hochquellenleitung – es muss auch Grundwasser aus der Lobau zugemischt werden. 

Der Autobahnbau gefährdet somit die Trinkwasser-Sicherheit Wiens. Außerdem könnte durch die Austrocknung Tiere und Pflanzen im Nationalpark selber gefährdet werden.

4. Die Lobau-Autobahn schädigt die Wiener Wirtschaft

Mit der Lobau-Autobahn verschieben sich die Wettbewerbsverhältnisse zwischen Wien und dem Umland in einem derartigen Aufmaß, dass von der erwünschten Stadtentwicklung kaum mehr die Rede sein kann. Im Nordteil der Autobahn werden an der Stadtgrenze neue Einkaufszentren entstehen. Dadurch würde massiv Kaufkraft aus Wien abgezogen und die Wiener Wirtschaft geschädigt werden. Viele Wienerinnen würden dorthin einkaufen fahren (à la SCS) und damit erst wieder die Verkehrsbelastung in der Donaustadt erhöhen.

5. Die Lobau-Autobahn schaufelt Autoverkehr nach Wien hinein

Die Lobauautobahn ist keine Umfahrungsstraße und wird die Donaustadt nicht entlasten – ganz im Gegenteil. Es ist davon auszugehen, dass PendlerInnen aus dem Marchfeld vermehrt von den Öffis ins eigene Auto umsteigen und zu einer massives Verkehrszunahme in Wien führen werden. Denselben Effekt hatte der Bau der Nordautobahn. Die Lobauautobahn ist ein Verkehrsmagnet, der noch mehr Autoverkehr nach Wien hinein schwemmt.

6. Die Lobau-Autobahn beschleunigt die Klimazerstörung

Durch die S1 erhöhen sich die CO2‐Emissionen in Wien um mehr als 100.000 Tonnen pro Jahr. ​