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am 14. Dezember 2017

Schwarz-Blau: Kniefall vor der Tabaklobby

Birgit Meinhard-Schiebel - Entgegen allen medizinischen Erkenntnissen kippt Schwarz-Blau das Rauchverbot.

Während immer mehr europäische Länder den Nichtraucherschutz an erste Stelle reihen und ein Rauchverbot in der Gastronomie konsequent umgesetzt haben, fällt die neue Bundesregierung bereits vor der Angelobung um. Es widerspricht jeglicher gesundheitspolitischen Vernunft, lediglich Jugendliche unter 18 Jahren und nicht Arbeitnehmer_innen in der Gastronomie vor der Qualmbelastung zu schützen. Rauchen gehört eindeutig zu den Suchterkrankungen, schädigt nicht nur die Raucher_innen selbst, sondern auch alle, die passiv vom „blauen Dunst“ umgeben werden.

Die ÖVP fällt um

Mit jährlich 14.000 Rauchertoten ist Österreich trauriger Europameister und weit entfernt von einer verantwortungsvollen Gesundheitspolitik. Die ÖVP ist nach anfänglichem Dementi schließlich vor ihrem zukünftigen Regierungspartner in die Knie gegangen. Dieser Umfaller gefährdet Menschenleben und symbolisiert ein doppeltes Spiel: Der Tabakindustrie in die Hände spielen und zugleich vor dem Rauchen zu warnen ist unglaubwürdig und zeigt, wie ernst man Leben und Gesundheit der Menschen in Österreich nimmt. Die Ausrede, dass zumindest die Jugendlichen bis 18 Jahren nicht rauchen dürfen, ist ganz eindeutig ein fauler Kompromiss zulasten aller anderen.