Bezirkegruene.at
Navigation:
am 25. Juli

Vertraulich, kostenlos, anonym: das neue Frauenzentrum

Barbara Huemer - Ob es um Scheidung, Obsorge oder die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht: Das "Stadt Wien Frauenzentrum" steht für alle Frauen offen.

Frauenzentrum Barbara Huemer
Mit Stadträtin Kathrin Gaal bei der Eröffnungsfeier
Frauenzentrum Rathausstraße 2
Das Zentrum in der Rathausstraße 2

Die Stadt Wien hat ein neues Frauenzentrum in der Rathausstraße 2 eröffnet. Es bietet Erstberatung und Hilfe in schwierigen Problemlagen: Vertraulich, anonym und kostenlos. Ob es um Scheidung, Obsorge oder die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht: Das Zentrum steht für alle Frauen offen.

Was ist das „Stadt Wien Frauenzentrum“?

Das Frauenzentrum ist die zentrale Beratungs- und Informationsstelle der Stadt Wien für Frauen. Wienerinnen erhalten dort kostenlose Erstberatung und Informationen. Expertinnen helfen bei Fragen zu Scheidung, Obsorge, Beruf und Familie, informieren bei finanziellen Problemen und über weiterführende Beratungs- und Unterstützungsangebote in Wien.

Das Frauenzentrum steht allen Wienerinnen offen. Die Beratung erfolgt vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym​.

WIE KANN ICH ES NUTZEN?

Die erste Information bekommen Frauen telefonisch oder persönlich im Frauenzentrum. Für eine tiefergehende Beratung gibt es Termine, die telefonisch oder direkt vor Ort vereinbart werden können.

Telefonisch ist das Frauenzentrum unter 01/408 70 66, erreichbar. 

Die Adresse des Frauenzentrums lautet Rathausstraße 2, 1010 Wien. Es ist barrierefrei zugänglich und mit den U-Bahnlinien U2 (Station Rathaus) und U3 – (Station Volkstheater) zu erreichen.

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Mittwoch 9-17 Uhr, Donnerstag 9–18 Uhr und Freitag 9-16 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag geschlossen. 

Wie läuft eine Beratung ab?


Eine Frau ruft im „Stadt Wien Frauenzentrum“ an: ihr Mann möchte eine Scheidung, sie aber nicht, es gibt auch zwei kleine Kinder, sie verdient viel weniger als ihr Mann. Die Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt. Sie möchte wissen, wie sie sich verhalten soll und was sie tun kann. Nach einer kurzen Beratung am Telefon ist klar, dass es viele Fragen gibt und ein ausführliches persönliches Gespräch sinnvoll wäre. Die Klientin vereinbart einen Termin für eine Beratung bei einer Juristin des Frauenzentrums. 

Die Klientin kommt zum vereinbarten Termin ins Frauenzentrum. Sie wird von der Juristin abgeholt und nimmt im Beratungszimmer Platz. Sie erzählt, dass ihr Mann sich nach 12 Jahren Ehe seit einiger Zeit seltsam verhalte und die Scheidung wolle, sie hingegen wolle es noch einmal probieren, den Kindern zuliebe. Er möchte, dass sie eine einvernehmliche Scheidung unterschreibt, er hätte schon alles ausgefüllt. Wenn sie nicht unterschreibe, würde er sie klagen. Sie fühlt sich unter Druck gesetzt. 

Durch das Gespräch mit der Juristin können viele Fragen, die die Klientin hat, beantwortet werden. Die Beraterin erklärt ihr, welche Rechte und Möglichkeiten sie hat, und wo sie besonders Acht geben muss. Die nächsten Schritte, die sie setzen kann, werden mit ihr konkret durchbesprochen. Die Klientin weiß am Ende der Beratung, was sie tun kann und wo sie noch überlegen muss, was für sie wichtig ist. Sie weiß, wenn sie sich unter Druck gesetzt fühlt, kann sie im Frauenzentrum Beratung bei einer Psychologin bekommen,  eine Sozialarbeiterin kann sie beraten wenn es z.B. um Wohnungssuche geht. 

Am Ende gibt ihr die Juristin auch noch Kontaktadressen von anderen Beratungsstellen in Wien, bei denen sich die Klientin in Bezug auf berufliche Weiterbildung oder psychologische Betreuung für ihre Kinder beraten lassen kann. Sie weiß auch: wenn noch Fragen auftauchen, kann sie sich wieder im Frauenzentrum der Stadt Wien melden.​