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am 7. März

#smashsexism - Frauen haben ein Recht auf ein sexismusfreies Leben

Barbara Huemer - Die Grünen Frauen Wien starten zum Weltfrauentag eine Antisexismus-Kampagne.

Frauen und Mädchen haben ein Recht auf ein Leben frei von Sexismen aller Art. Unter dem Motto "#smashsexism" starten die Grünen Frauen Wien eine Antisexismus-Kampagne zum Weltfrauentag. Wir wollen damit das Bewusstsein schärfen, dass sexistisches Verhalten und abwertende Sprüche gegen Frauen und Mädchen, egal wo, egal von wem, immer fehl am Platz sind. Der alltägliche Sexismus ist Diskriminierung und Angriff auf die Würde und Integrität von Frauen. Dazu sagen wir: Nicht mit uns.

Alltagssexismus ist vielfältig

Sexismus ist ein ernsthaftes Problem. Frauen und Mädchen erfahren tagtäglich sexistische Erlebnisse. Sexismus ist grenzüberschreitend, demütigend, wird zum Missbrauch von Macht eingesetzt und ist eine Form von Gewalt. Die Formen von Alltagssexismus sind vielfältig: Sie reichen von sexistischer Werbung über die breite Palette von Rollenklischees (Medien, Erziehung, Comics, Bilder, Berufe) und biologistischen Zuschreibungen bis hin zu frauenfeindlichen Witzen, Macho-Sprüchen oder sexistischer Anmache. Manchmal zeigt sich Alltagssexismus plump, oft jedoch auch subtil in Form eines unangenehmen Kompliments, in Form von ein bisschen zu viel chauvinistischer Nähe oder einem frauenverachtenden Unterton.

„Sexistisches Verhalten und abwertende Sprüche gegen Frauen und Mädchen, egal wo, egal von wem, sind immer fehl am Platz. Der alltägliche Sexismus ist Diskriminierung und Angriff auf die Würde und Integrität von Frauen. Dazu sagen wir: Nicht mit uns.“
Barbara Huemer, Frauensprecherin


Frauen stärken - Bewusstsein schaffen

Postkarten mit bestärkenden Sprüchen für Frauen auf der einen Seite und einer klaren Ansage gegen Sexismus auf der anderen werden rund um den Frauentag von den Grünen in Wien in allen Bezirken bei Straßenaktionen verteilt. Wir wollen Frauen bestärken, sich gegen sexistische Angriffe zur Wehr zu setzen und rufen zu feministischer Zivilcourage auf. Es ist uns bewusst, dass Wehren oft leichter gesagt als getan ist, weil sexistische Angriffe uns perplex machen, uns die Worte fehlen oder wir aufgrund von ungleichen Machtverhältnissen und Abhängigkeiten soziale oder wirtschaftliche Folgen fürchten. Weglächeln hilft aber nicht. Wir wollen sexistische Grenzüberschreitungen thematisieren und Bewusstsein schaffen.

Gleichstellung muss Priorität werden

Für ein sexismusfreies Miteinander müssen Ungerechtigkeit und Diskriminierung zwischen Frauen und Männern auf allen Ebenen abgebaut werden, etwa beim Einkommen, bei der Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit, der Pflegearbeit und bei Führungspositionen. Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen, Mut zu Zivilcourage, ein Verbot sexistischer Werbung und gesetzliche Verbesserung bei Diskriminierung sind notwendig. Außerdem fordern wir ein engagiertes Programm auf Bundesebene mit einem eigenen Frauenministerium ein. Gleichstellung der Frau muss zur Priorität werden. Derzeit zählt Österreich in Sachen Gleichstellung leider zu den Schlusslichtern in der EU. 

Postkarte Frauentag 2017
Eines der Sujets, die wir bei Straßenaktionen in allen Bezirken verteilen.