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am 4. September 2012

Die Mediation „Otto-Wagner-Spital“ ist ein Erfolg

Jennifer Kickert - Gestern wurde die inhaltliche Phase der Mediation abgeschlossen und ein gemeinsam erarbeitetes Abschlusspapier unterzeichnet. Es enthält viele tolle Nutzungsideen für die historischen Gebäude. Die Frage der Bebauung im Osten des Areals wird in kleinerer Runde weiterdiskutiert.

Die Vorgeschichte

Seit Sommer 2011 waren mögliche Neubauprojekte im östlichen Teil des Otto-Wagner-Areals Gegenstand einer breiten öffentlichen Diskussion. Die GESIBA plante 620 Wohnungen zu errichten. Im Juli 2011 begann die VAMED mit Bauarbeiten für das Rehabilitationszentrum. Daraufhin entstand Besorgnis bei der Bevölkerung, dass auch die GESIBA unmittelbar mit dem Wohnbau beginnen würde, obwohl noch keine Detailpläne für eine Wohnbebauung vorlagen.
Im Oktober stoppte die Stadt Wien das GESIBA-Projekt und startete ein Mediationsverfahren, um gemeinsam Lösungsmöglichkeiten für die künftige Entwicklung des Areals zu erarbeiten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Der große Erfolg des Verfahrens lässt sich an der Vielfalt und Kreativität der gesammelten Nutzungsvorschläge ablesen. Diese beziehen sich unter anderem auf soziale und medizinnahe Einrichtungen, Bildung und Ausbildung sowie Kunst und Kultur. So wurde die Pathologie als Gedenkstätte und eine weitere museale Nutzung zur Darstellung der Anstalts-Geschichte vorgeschlagen. Aber auch die Nutzung der Wäscherei für Kunst & Kultur und die Nutzung weiterer Gebäude für Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen finden sich unter den Ideen. Hier kannst du alle Details nachlesen (Mediationsvereinbarung 9.4.2012, PDF, 1MB).

Wie es weiter geht

Eine konkrete Lösung für die Bebauungsabsichten im Ostareals konnte leider nicht erreicht werden. Nun wird sich ein gemeinsam gegründetes Expert_innengremium darum kümmern.
Die geplanten Gebäude und Flächen werden von von dieser Kleingruppe unter dem Gesichtspunkt "schützenswerte Substanz des Gesamt-Ensembles" sowie unter besonderer Berücksichtigung der kulturhistorischen Bedeutung, Ökologie und Raumplanung beurteilt. Die Mediationsrunde wird laufend über den Stand der Arbeit des Expertengremiums informiert.
Alle Details zum Verfahren kannst du hier nachlesen.

Danke für die Teilnahme!

Wir danken den Bürger_innen-Initiativen „Steinhof erhalten“ und „Flötzersteig“ (hier ihre Webplattform www.steinhof-erhalten.at) für ihr Engagement im Verfahren, an dem auch die GESIBA, VAMED, WSE, das Otto-Wagner-Spital und Vertreter_innen der Stadtregierung teilnahmen.