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am 16. January

Wie die Stadt Wien die Schulen unterstützt

Birgit Hebein, David Ellensohn - Ab sofort gibt es zusätzliche Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen für Wiens Schulen.

Gerade in Ballungsräumen stehen Schulen vor vielen unterschiedlichen sozialen Herausforderungen: Im Herbst hat die Stadt deshalb eine eigene Hotline für Lehrer*innen eingerichtet, ab Februar werden Schulen nun auch von neuen Schulkooperationsteams untzerstützt.

Ein Schulkooperationsteam setzt sich aus drei bis vier Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen zusammen. Die Teams sind Ansprechpartner für Lehrer*innen, sie arbeiten aber auch direkt mit betroffenen Familien. ​Treten Probleme im Schulalltag auf, wird ein gezieltes Unterstützungsangebot gesucht – wie beispielsweise sozialpädagogische Beratung im Familienzentrum, Elterntrainingsrunden oder psychologische Hilfe.

Wienweit werden insgesamt sechs Teams mit Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen im Einsatz sein. Organisatorisch werden die Teams an die Familienzentren angedockt.

„Die wienfeindliche Bundesregierung macht nicht mal vor den Kindern halt und kürzt Unterstützung für die Schulen. Wien ist schlauer: Jedes Kind ist wertvoll, daher unterstützen wir Lehrer*innen und bauen die Sozialarbeit an den Schulen aus.“
David Ellensohn

Insgesamt stehen 20 zusätzliche Mitarbeiter*innen zur Verfügung. Sie arbeiten eng mit den bestehenden Unterstützungsangeboten der Wiener Bildungsdirektion zusammen - mit der Schulpsychologie, den Psychagog*innen, der Schulsozialarbeit, der außerschulische Jugendbetreuung und mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Weiters können die Mitarbeiter*innen der Schulkooperationsteams auch zu Lehrer*innenkonferenzen als Unterstützung zugezogen werden. Einen engen Kontakt und eine gute Vernetzung soll es auch mit der Polizei geben.

„Ich freue mich, dass die rot-grüne Vereinbarung zur Ausweitung der sozialen Unterstützung an Schulen jetzt umgesetzt wird. Es ist unsere Antwort auf die schwarz-blaue Politik der Ausgrenzung. Kinder erhalten mehr Chancen!“
Birgit Hebein

Die Schulkooperationsteams helfen punktgenau und schnell. Sie arbeiten genau dort, wo an der Schnittstelle von Schule und Familie Probleme entstehen.​​

Hotline wird gut angenommen

Die Anfang Oktober eingerichtete Hotline für LehrerInnen bei Konflikten im Klassenzimmer wird unterdessen gut angenommen: Bis Ende des Jahres konnten insgesamt 90 Anrufe verzeichnet werden. Rund 55 Prozent der AnruferInnen waren Pädagog*innen, 39 Prozent entfielen auf Eltern, 9 Prozent auf weitere unterschiedlichste Bereiche, die mit Schule in Verbindung stehen. Interesse gab es auch aus anderen Bundesländern.

Lehrer*innen suchten vor allem Hilfe bei Hotline, wenn sie mit schwierigem Verhalten und Mobbing unter Schüler*innen, Gefährdungsabklärungen und belastenden Arbeitssituationen konfrontiert waren. Eltern wiederum riefen die Hotline überwiegend dann an, wenn Probleme mit Lehrer*innen auftraten. In mehreren Fällen ging es auch um Inklusion und Infos rund um das Thema Schulschwänzen. In allen Fällen konnte weitergeholfen bzw. Unterstützung vermittelt werden.

Die Hotline ist seit Jahresbeginn in der Wiener Bildungsdirektion beheimatet und wird von erfahrenen Mitarbeiter*innen betreut: Unter der Telefonnummer 01/52525-77 777 können sich Lehrer*innen von Wiener Schulen Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr direkt, rasch und anonym Hilfestellung holen.


Symbolfoto Schule