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am 5. Oktober

Schulpaket "neu": mit Schwarz-Blau zurück ins letzte Jahrhundert

David Ellensohn - Das neue Schulpaket der Bundesregierung ist ein massiver Rückschritt.

Das Schulpaket der Bundesregierung ist ein reiner Etikettenschwindel und soll den Menschen einen vermeintlichen Fortschritt vorgaukeln. Pädagogische Ziele fehlen, konkrete Mittel zur Förderung der Kinder und fortschrittliche strukturelle Änderungen ebenso.

Inhaltslose Maßnahmen aus dem letzten Jahrhundert

In den Volksschulen werden ab dem Schuljahr 2019/20 ab der zweiten Klasse wieder Ziffernnoten eingeführt. Eine Gesamtnote für das Schuljahr ist jedoch zu undifferenziert, um Aussagen über die tatsächliche Leistung, mögliche Defizite oder besondere Begabungen von Kindern zu treffen. Aus diesem Grund wurden differenzierte Leistungsbeurteilungsformen entwickelt, welche in der überwiegenden Zahl der Volksschulen eingesetzt werden.

Ab der zweiten Volksschule können Kinder in Zukunft auch wieder Sitzenbleiben. Das Wiedereinführen des Sitzenbleibens in Volksschulen führt jedoch zur Stigmatisierung kleinster Volksschulkinder. Eine flexible Schuleingangsphase würde den Kindern - ohne Stigma des Sitzenbleibens - die nötige Zeit geben die Grundkompetenzen zu entwickeln.

Wie die Umbenennung der Neuen Mittelschule in "Mittelschule" so sind auch die hier geplanten Änderungen kosmetisch. Schülerinnen und Schüler sollen ab der sechsten Klasse - wie Jahrzehnte zuvor - in zwei „Leistungsgruppen“ unterteilt werden. Die pauschale Einteilung in Leistungsgruppen fördert die Tendenz zu mehr Selektion und ist auf jeden Fall vorgestrig.

Mit der schwarz-blauen Koalition wird die Schule zurück ins letzte Jahrhundert katapultiert. Zudem haben die geplanten Maßnahmen wenig bis gar keine Auswirkungen auf die Leistung der Schülerinnen und Schüler und werden entgegen dem pädagogischen Forschungsstand eingeführt.

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