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am 10. Jänner

Schule: Woran wir gerade arbeiten

Julia Malle, Felix Stadler - Woran arbeiten die Wiener Grünen denn gerade beim Thema Schule? Hier kannst du alles nachlesen und die Anträge downloaden.

Rücknahme der Kürzungen an Schulen auf Grund der neuen Ressourcenverteilung von Lehrer:innenplanstellen

Bildungsstadtrat Wiederkehr hat im Juni 2020 die Zuteilung der Lehrer:innen völlig auf den Kopf gestellt. Dieses neue System hat zur Folge, dass knapp 45% der Volksschulen im Schuljahr 2020/21 weniger Lehrer:innen haben, dass viele Schulen langjährige, erfolgreiche Projekte beenden mussten, Mehrstufenklassen kaum weiterzuführen sind und viel pädagogische Innovation zerstört wurde. Wir fordern daher die Rücknahme der Kürzungen und eine nachhaltige und faire Bildungsreform, die den Schulen Planungssicherheit gibt und Kinder, Eltern, Lehrer:innen und Direktor:innen wertschätzt.

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Ausarbeitung einer langfristig fairen Reform der Lehrer:innenplanstellen, die nur Gewinner:innen unter den Schüler:innen bringt

Das Land Wien hat, auch Dank grüner Regierungsbeteiligung, so viele Lehrer:innenplanstellen zur Verfügung gestellt bekommen, wie noch nie. Im Schuljahr 2021/22 gibt es rund 130 Lehrer:innen mehr in Wien. Dennoch hat es Rot-Pink durch die „Reform“ der Lehrer:innenstellen geschafft, dass knapp 45 % der Wiener Pflichtschulen als „Verlierer:innen“ dastehen. Auch der Versuch, die misslungene „Reform“ durch ein Übergangsstundenkontingent zu retten, ist schiefgelaufen. Deshalb fordern wir, dass unter Einbindung aller Schulpartner und der Bildungsdirektion eine langfristig faire und transparente Vergabe der Lehrer:innenplanstellen erarbeitet wird. Zudem muss sichergestellt werden, dass die Planbarkeit erhöht wird und auch für die folgenden Schuljahre ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

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Transparenz bei der Vergabe der Lehrer:innenplanstellen und Offenlegung der verteilten Ressourcen nach Schulstandort

Als „einfacheres und transparenteres System für eine gerechtere Ressourcenverteilung“ hat Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr die Neugestaltung der Vergabe von Lehrer:innenplanstellen der Stadt Wien bezeichnet. Was als „ehrliche Reform“ angekündigt wurde, stellte sich jedoch als Kahlschlag im Wiener Pflichtschulbereich heraus. Zwei Wochen vor Schulschluss, mitten in der Coronakrise, erfuhren die Schuldirektor:innen, dass ihre jahrelang umgesetzten pädagogischen Konzepte nicht fortgeführt werden. Innerhalb weniger Tage mussten sie manchen Lehrer:innen kommunizieren, dass sie nicht mehr an die Schule zurückkommen können. Auch wussten die Direktor:innen nicht, warum sie keine Mittel mehr für Sozialprojekte und Zusatzprojekte bekommen. Wir fordern deshalb die Offenlegung der für das Schuljahr 2021/22 verteilten Lehrer:innenplanstellen sowie die Ressourcenverteilung, welche den Vergleich mit dem Schuljahr 2020/21 ermöglicht, transparent zu machen.

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Wiederherstellung der Schulautonomie, nachdem diese durch die "Reform" der Lehrer:innenplanstellen eingeengt wurde

Die Rot-Pinke „Reform“ der Lehrer:innenplanstellen im Juni 2021 hat dazu geführt, dass viele Schulen autonom gestaltete Projekte nicht mehr weiterführen können. Die jahrelange Arbeit und Energie, die in diese Themen geflossen ist, ist verpufft. Es muß deshalb dringend dafür gesorgt werden, dass diese Form der Schulautonomie und der Schwerpunktsetzung wieder ermöglicht wird. Wir fordern deshalb, dass Schulen wieder autonome Schwerpunkte organisieren können und dafür auch Lehrer:innenstunden in angemessener Höhe erhalten. Zudem müssen nachvollziehbare und transparente Kriterien erarbeitet und an die Schulen kommuniziert werden.

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Erhöhung des Budgets für eine zusätzliche Lehrkraft in Mehrstufenklassen

Mehrstufenklassen ermöglichen den jahrgangsübergreifenden Unterricht von Kindern in der Volksschule. Sie fördern soziale Kompetenzen, indem Kinder unterschiedlicher Altersstufen voneinander lernen. Unverständlicherweise wurden Mehrstufenklassen aufgrund der sogenannten Bildungsreform massiv Lehrer:innen und Stunden gekürzt. Seit Jahren etablierte pädagogische Arbeit wird so mit einem Schlag zunichte gemacht. Wir fordern deshalb, dass Bildungsbudget um 5 Millionen zu erhöhen, damit jede Mehrstufenklasse Wiens eine zusätzliche Lehrkraft bekommen kann.

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Eine Schulsozialarbeiterin/ein Schulsozialarbeiter an jeder Pflichtschule

Viele Lehrer:innen an Pflichtschulen leisten hervorragende Arbeit. Viel zu oft werden sie mit den Problemen und Herausforderungen der Schüler:innen aber alleine gelassen. Sie haben weder die nötigen zeitlichen Ressourcen noch die professionelle Ausbildung, um den vielfältigen Anforderungen gerecht werden zu können. Für rund 112.000 Wiener Pflichtschüler:innen stehen gerade mal 43 Schulsozialarbeiter:innen zur Verfügung. Somit kommen in Wien derzeit rein rechnerisch rund 2.600 Kinder und Jugendliche auf einen Schulsozialarbeiter bzw. eine Schulsozialarbeiterin. Deshalb fordern wir, dass jeder Wiener Pflichtschule eine Schulsozialarbeiterin/ein Schulsozialarbeiter als Unterstützung der pädagogischen Arbeit der Lehrkräfte und als Ansprechperson für Eltern bzw. Schüler:innen zur Verfügung gestellt wird.

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Luftreinigungsgeräte für Wiens elementare Bildungseinrichtungen und Schulen

Die Coronakrise macht besonders den Bildungsinstitutionen zu schaffen. Gerade elementare Bildungseinrichtungen und Schulen müssen ein möglichst sicherer Ort für alle sein. In wenigen Situationen kommen täglich so viele Menschen auf so engem Raum miteinander in Kontakt. Die TU Berlin kommt in einer aktuellen Studie zu dem Schluss, dass es in Bildungseinrichtungen sogar mit einer Maske deutlich wahrscheinlicher ist, sich zu infizieren als an anderen Orten und in anderen Räumen. Luftfilteranlagen können nahezu 100 Prozent virenverseuchter Aerosole aus der Luft entfernen. Wien sollte im Sinne des Fortschritts und des Blicks in die Zukunft ein Zeichen setzen und in der Sicherheit für Schüler:innen und Kinder vorangehen und den Einbau von Luftfilteranlagen in Wiens elementaren Bildungseinrichtungen und Schulen in Auftrag geben.

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Evaluierung der bisherigen Vergabepraxis und Berücksichtigung von sozioökonomischen Kriterien bei der Vergabe von Plätzen an verschränkten Ganztagsvolksschulen

Verschränkte Ganztagsschulen sind Schulen, an denen sich Unterrichtszeiten mit betreuten Lern- und Freizeiteinheiten pädagogisch sinnvoll abwechseln. Sie sind aber auch hinsichtlich der sozialen Funktion von Schule bedeutend. Sie können Nachteile ausgleichen und mehr Chancengerechtigkeit hinsichtlich der weiteren Bildungslaufbahn bewirken. Gerade Kinder, deren Eltern zuhause weniger unterstützen können und die sozioökonomische Nachteile durch sehr geringe Einkommen der Erziehungsberechtigen haben, sollen bevorzugt Plätze an den gratis verschränkten Ganztagesschulen erhalten. Deshalb fordern wir, die bisherige Vergabepraxis für Plätze an verschränkten gratis Ganztagsvolksschulen im Sinne der Transparenz und Datenklarheit evaluieren zu lassen, sowie dafür Sorge zu tragen, dass sozioökonomisch benachteiligte Familien und Alleinerziehende bei der Anmeldung vorgezogen werden.

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Direktor:innen ohne Parteibuch

Ein/e Direktor:in, die/der Ziele vorgibt, das Wesentliche im Auge behält, Bürokratie minimiert und für gute Stimmung im Kollegium sorgt, ermöglicht hochqualitative Arbeit an der Schule. Ebenso spielen Direktor:innen eine Schlüsselrolle, wenn es um Schulentwicklung geht. Gerade für das Gelingen von Schulentwicklungsprogrammen, wie dem angedachten „Wiener Bildungsversprechen“, ist es immens wichtig, unabhängige, parteifreie, kompetente und motivierte Leiter:innen an den Standorten zu haben. Leider werden in Wien aber Direktor:innen teilweise immer noch nach dem Parteibuch, als nach der Kompetenz ausgewählt. Deshalb fordern wir die Objektivierung des Auswahlverfahrens von Schuldirektor:innen sicherzustellen, indem die derzeit von den parteinahen Fraktionen der Gewerkschaft angebotenen Assessment Center Trainings durch unabhängige Vorbereitungskurse der Stadt Wien ergänzt werden.

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Schaffung von 35 autofreien und klimafitten Schulvorplätzen pro Jahr bis 2030

Der Raum vor Wiens Schulen ist unfair verteilt. Autos haben viel Platz, Kinder und Pädagog:innen nicht. So sind die meisten Schulvorplätze Wiens gefährlich, laut und wenig klimafit. Klimafitte, autofreie Schulvorplätze dienen als Ankunfts- aber auch als Aufenthaltsbereich vor den Schulen, bieten den Kindern Platz zum Spielen und ermöglichen es, die Pause oder Teile des Unterrichts draußen zu verbringen. Sitzgelegenheiten, Beschattung und Begrünung schaffen eine attraktive Freifläche, die eine sichere und selbstbestimmte Kindermobilität ermöglicht, aber auch abseits des Schulalltages zum Verweilen, Skaten oder Freund:innen treffen einlädt. Deshalb fordern wir, dass bis 2030 pro Jahr 35 autofreie und klimafitte Schulvorplätze durch geeignete Maßnahmen realisiert werden.

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Bluten ist kein Luxus: Kostenlose Menstruationsprodukte an Wiener Schulen

Gerade die Covid-19 Pandemie hat die soziale Lage von vielen Eltern und damit auch von Schüler:innen in Österreich verschärft. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die hygienische Versorgung mit Menstruationsprodukten in den Wiener Schulen zur gelebten Praxis wird. Beispiele wie Schottland und Neuseeland zeigen es vor. Eine soziale und gleichstellungsorientierte Stadt wie Wien sollte sicherstellen, dass in allen Bildungseinrichtungen diese wichtige hygienische Versorgung gewährleistet wird. Deshalb fordern wir, dass kostenlose Menstruationsprodukte in allen Bildungseinrichtungen flächendeckend zur Verfügung gestellt werden.

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Transparenz bei den Summer City Camps

Die Summer City Camps sind ein wichtiger Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit in Wien. Speziell nach dem aktuellen Schuljahr ist ein qualitativ hochwertiges Freizeit- und Lernprogramm im Sommer enorm wichtig. Doch gab es seit dem Start des Projekts im Jahr 2019 keine öffentliche Ausschreibung, die allen interessierten Vereinen und Organisationen die Möglichkeit zur Teilnahme gab. Auch wenn die derzeitigen Vereine und Organisationen wertvolle Arbeit leisten, gibt es in Wien unzählige weitere Vereine und Organisationen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, die mit ihrem Angebot das Projekt noch hochwertiger und diverser gestalten können. Deshalb fordern wir, dass die Umsetzung der Summer City Camps transparent gestaltet wird, indem mittels öffentlicher Ausschreibung alle Organisationen, die qualitativ hochwertige Arbeit leisten, eine Chance auf Mitwirkung haben.

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