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am 13. September

Nachhaltige Reform statt Rot-Pinkem Bildungsraub

Julia Malle, Felix Stadler - Rot-pink spart die Schulen kaputt. Hier unsere Vorschläge für eine faire Bildungsreform in Wien.

Mit einem Sonderlandtag zu den NEOS-Kürzungen im Pflichtschulbereich machen wir heute auf das Versagen von Bildungsstadtrat Wiederkehr aufmerksam und bringen Verbesserungsvorschläge für eine nachhaltige, faire und langfristige Bildungsreform ein.

Die jetzigen Kürzungen, die laut Stadtrat Wiederkehr die Hälfte der Schüler:innen Wiens zu Verlierer:innen macht, sind ungerecht, intransparent und stehen jeder Innovation im Wege. Direktor:innen, Lehrer:innen und Eltern haben erst zwei Wochen vor Schulende von den Kürzungen und den damit einhergehenden drastischen Folgen erfahren.

Die sogenannte "Reform" von Wiederkehr zerstört jahrelange innovative pädagogische Arbeit durch das Kürzen von autonomen Projekten, bestraft Schulen, die reformpädagogisch gearbeitet haben und hat Eltern, Kinder sowie Lehrer:innen und Direktor:innen verunsichert und vor den Kopf gestoßen. 

Aus der von den NEOS lange geforderten Bildungsrevolution für Wiens Schulen wurde ein bildungspolitischer Kahlschlag. Das ist ungefähr so, wie wenn wir Grüne als erste Amtshandlung den Augarten zubetoniert hätten.

Die Grünen Bildungssprecher:innen Julia Malle und Felix Stadler​

Aufgrund des lauten Protests vieler Eltern, Schüler:innen und Lehrer:innen hat Stadtrat Wiederkehr versucht, die Kürzungen mit Übergangs- und Zusatzstunden auszugleichen. Diese sind für viele Schulen aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein und verschieben das Problem lediglich um ein Jahr. Darüber hinaus wurden diese Zusatzstunden erst recht wieder in einem intransparenten Verfahren vergeben und konterkarieren somit die Intention der Reform. 

Unsere forderungen


1. Rücknahme der Kürzungen

Es kann nicht sein, dass die Hälfte der Schulen zu Verlierern gemacht werden, obwohl Wien so viele Lehrer:innen vom Bund bekommt, wie noch nie zuvor. Die Kürzungen müssen in dieser Form zurückgenommen werden und den Schulen müssen wieder jene Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit sie ihre jahrelang erfolgreiche Arbeiten in verschiedenen Bereichen (Inklusion, Integration, Mehrstufenklassen, Projekte) weiterführen können.

2. Eine langfristig faire Reform muss partizipativ mit Direktor:innen erarbeitet werden

Die derzeitige „Reform“ schafft im nächsten Schuljahr noch größere Probleme, wenn die Übergangs- und Zusatzstunden wegfallen. Daher muss Stadtrat Wiederkehr schnellstmöglich, unter Einbindung aller Beteiligten, eine langfristig haltbare, faire Reform erarbeiten, die nicht auf Zusatzstunden basiert und vor allem die Direktor:innen mit einbezieht.

3. Transparenz bei Vergabe von Lehrer:innenstunden und Qualitätskontrolle

Die Neos sind mit dem Vorhaben angetreten, für mehr Transparenz und Gerechtigkeit im Bildungssystem zu sorgen. Diese Reform hat das Gegenteil bewirkt. Nach massiven Protesten von Lehrer:innen, Schüler:innen, Eltern und Direktor:innen wurden noch kurz vor dem Sommer zusätzliche Stunden – sogenannte Übergangszuschläge und Zusatzstunden – zur Abfederung der Kürzungen bereitgestellt. Diese insgesamt rd. 5000 Stunden wurden jedoch ohne fixe Kriterien und völlig intransparent an die Schulen verteilt. Daher fordern die Grünen, die für das Schuljahr 2021/22 endgültig verteilten Lehrer:innenplanstellen sowie die Ressourcenverteilung offenzulegen, auch um den Vergleich mit dem Schuljahr 2020/21 transparent zu machen.

4. Mehrstufenklassen sichern

Da es am Ende des letzten Schuljahres vermehrt zu Meldungen kam, dass gute reformpädagogische Maßnahmen aufgrund der neuen Mittelzuteilung im Wiener Pflichtschulbereich nicht überall weitergeführt werden können, fordern die Grünen die Wiener Stadtregierung auf, hier einzulenken. Allen Schulen, die ihre Mehrstufenklassen weiterführen wollen, sollen die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden.

5. Autonome Schulprojekte müssen sichergestellt und gefördert werden

Viele Schulen haben heuer keine Stunden mehr für ihre jahrelang erfolgreichen Zusatzprojekte mehr bekommen. Um es den Schulen in Zukunft wieder zu ermöglichen, Schwerpunkte und autonome Projekte zu erarbeiten, müssen transparente und nachvollziehbare Kriterien erarbeitet werden, die den Schulen zugänglich gemacht werden. So sollen autonome Schwerpunkte wieder ermöglicht werden.