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am 26. Februar

Die Wiener Gratis-Nachhilfe wirkt

David Ellensohn - Die aktuelle Evaluierung zeigt, dass sie beliebt, wirksam und sozial ausgleichend ist.

Fröhliche Kinder

Soziale Gerechtigkeit ist in jeder Großstadt ein wichtiges Ziel. Davon lebt der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft und davon sind auch Glück und Wohlbefinden abhängig. Das gilt ganz besonders auch für Bildungspolitik. Allen Kindern und Jugendlichen die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie benötigen – das ist uns wichtig. 

Weil es darum geht, die Entwicklung junger Menschen zu unterstützen und solidarisch an einer guten Zukunft für alle Menschen in dieser Stadt zu arbeiten. Und zwar unabhängig davon, wie viel ihre Eltern verdienen. Dazu gehört, dass Schüler_innen Vertrauen in ihre Leistungen entwickeln können, eine unterstützende Lernumgebung vorfinden und so Freude am Lernen haben. Die Gratisnachhilfe der Stadt Wien - genannt "Förderung 2.0" - trägt dazu seit drei Jahren bei. 40.000 Volksschüler_innen und 50.600 Schüler_innen an NMS und AHS haben bisher das Angebot an ihren Schulen genutzt. Und an den Lernstationen an den VHS gab es noch einmal 92.000 Schüler_innenkontakte. 

Wie sie wirkt

Die Evaluierung der „Förderung 2.0“ zeigt nun, wie gut die Unterstützung gelingt. Dafür wurden an der Volksschule über 900 Eltern, Lehrer_innen und Direktor_innen befragt, an NMS und AHS-Unterstufe mehr als 2.000 Schüler_innen, Eltern, Lernbetreuer_innen, Lehrkräfte und Direktor_innen sowie Verantwortliche der Schulverwaltung.

  • ​Die Eltern von Volksschulkindern bemerken sowohl mehr Freude, Selbstvertrauen und Motivation der Kinder als auch bessere Noten und weniger lange Lernzeiten zu Hause.
  • Lehrkräfte und SchulleiterInnen in der Volksschule vermerken besonders positiv, dass vor allem „jene Kinder erreicht werden, die zu Hause nicht ausreichend unterstützt werden können“. Besonders die Arbeit in der Kleingruppe erlaubt es aus ihrer Sicht, auf Lernschwierigkeiten individuell einzugehen.
  • SchülerInnen an NMS und AHS freut besonders, dass sie durch die Förderung 2.0 „keine andere Nachhilfe brauchen“, „nicht alleine lernen müssen“ und „in Ruhe lernen können“. Sie kommen im Unterricht besser mit und erhalten bessere Noten.
  • Die LehrerInnen an diesen Schulen heben die „Vertiefung der Basiskenntnisse“ der SchülerInnen hervor und etwas weniger als die Hälfte nehmen wahr, dass die SchülerInnen durch die Teilnahme an der Lernhilfe bessere Noten erhalten. Und auch sie sehen einen geringeren Bedarf an bezahlter Nachhilfe oder von Förderunterricht. 

Laut einer Studie der AK ist die finanzielle Belastung durch bezahlte Nachhilfe für knapp die Hälfte der österreichischen Familien, die bezahlte Nachhilfe in Anspruch nehmen, sehr stark oder zumindest deutlich spürbar. Nicht wenige Familien können sich diese gar nicht leisten. Die Förderung 2.0 schafft hier sozialen Ausgleich und Chancen für alle Kinder. 

Die Stadt Wien investiert in die Maßnahmen der Gratis-Nachhilfe „Förderung 2.0“ pro Jahr rund 20 Millionen Euro.

Die Evaluierung der Gratisnachhilfe wird nun genutzt, um die Angebote noch besser anzupassen – etwa durch zeitliche Flexibilisierung und Spezialisierung der Inhalte. Damit alle Wiener Schüler_innen noch mehr Unterstützung beim Lernen haben, noch mehr Vertrauen in ihre Leistungen entwickeln und mit mehr Ruhe und Freude lernen können.

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