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am 10. Jänner

Elementarbildung: Woran wir gerade arbeiten

Julia Malle, Felix Stadler - Woran arbeiten die Wiener Grünen gerade beim Thema elementare Bildung? Hier erfährst du alle Details.

COVID-Maßnahmen für Wiens elementare Bildungseinrichtungen

Nach fast zwei Jahren nach Ausbruch der Pandemie gibt es weder ein Sicherheitskonzept noch eine Teststrategie in den Elementarbildungseinrichtungen. Die Arbeitslast der Pädagog:innen wird immer größer und die Ansteckungsgefahr führt zusätzlich zu einer massiven psychischen Belastung bei den Eltern, den Kindern und natürlich auch den Pädagog:innen. Deshalb fordern wir, dass allen elementaren Bildungseinrichtungen PCR-Lollipop-Tests zur Verfügung gestellt werden, die es erlauben, jedes Kind auf freiwilliger Basis zu Hause drei Mal wöchentlich zu testen. Zudem sollen Luftreinigungsgeräte in allen Einrichtungen eingesetzt werden, in denen das Lüften nicht leicht oder gar nicht möglich ist.

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Zusätzliches Unterstützungspersonal für die elementaren Bildungseinrichtungen

Beschäftigte in elementaren Bildungseinrichtungen stoßen an ihre Grenzen. In den letzten Jahren sind u.a. durch veränderte Familienstrukturen, tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt und nicht zuletzt durch die Corona-Krise die Herausforderungen an die Elementarpädagog:innen immer größer geworden. Um Pädagog:innen rasch zu entlasten und um Verbesserungen der Rahmenbedingungen herbeizuführen, braucht es zusätzliches, gut ausgebildetes Unterstützungspersonal. Personen mit unterschiedlichster Professionen wie Logopäd:innen, Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen u.a., aber auch administratives Personal, sollen finanziert werden, um strukturelle Defizite im elementarpädagogischen Bereich abzufedern.

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Fahrplan zur Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels in elementaren Bildungseinrichtungen

Bildung beginnt nicht erst beim Schuleintritt. Qualitätsvolle elementare Bildung schafft Chancengleichheit für alle Kinder unabhängig vom Elternhaus. Eine gute Beziehungs- und Interaktionsebene ist hierfür jedoch zentral. Ausreichend personelle und zeitliche Ressourcen sind hierfür notwendig. In Wiens elementaren Bildungseinrichtungen ist dies meist nicht möglich. So ist eine Pädagog:in gemeinsam mit einer Teilzeit-Assistent:in für insgesamt 25 Kinder von 3-6 Jahren zuständig. Um jedes Kind individuell in der eigenen Entwicklung begleiten und unterstützen zu können, bedarf es der raschen Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels. Deshalb fordern wir die Entwicklung eines Fahrplanes zur Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels in elementaren Bildungseinrichtungen.

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Stufenplan für kleinere Gruppen in elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen

Die Relevanz von elementarer Bildung steht außer Frage. Es werden die grundlegenden sozialen, kognitiven und sprachlichen Kompetenzen erlernt. Die Gruppengröße ist ein wichtiger Faktor für die Bildungs- und Betreuungsqualität in Elementarbildungseinrichtungen. Es steht völlig außer Frage, dass die derzeitige Gruppengröße von 25 Kindern von 3-6 Jahren viel zu groß ist. Auch mit einer Gruppengröße von 15 Kindern im Alter von 0-3 Jahren in Wiens Kinderkrippen ist eine individuelle Förderung schwer möglich. Wir fordern deshalb die Entwicklung eines Stufenplans, damit die Senkung der Kinderhöchstzahl pro Gruppe nach wissenschaftlichen Erkenntnissen rasch umgesetzt werden kann.

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Entwicklung von Anreizsystemen und Maßnahmen zur Attraktivierung des Berufes der Elementarpädagogin bzw. des Elementarpädagogen

Nicht erst seit der Corona-Krise sind die Elementarpädagog:innen mit schwierigen Arbeitsbedingungen konfrontiert. Dem unermüdlichen Einsatz von Pädagog:innen ist es vielfach zu verdanken, dass das System nicht zusammenbricht. Die hohe Motivation der Elementarpädagog:innen kann und soll auf lange Sicht die strukturellen Missstände jedoch nicht ausgleichen. Die rasche Verbesserung der Rahmenbedingungen ist notwendig, um für die Pädagog:innen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in welchem sie sich ohne zeitlichen Druck entfalten können und welches eine individuelle und konstante Entwicklungsförderung aller Kinder ermöglicht. Darüber hinaus sollen kurzfristig Anreizsysteme und Maßnahmen zur Attraktiverung des Berufes entwickelt werden, um der hohen Fluktuation entgegenzuwirken

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Erhöhung der Vorbereitungsstunden im Ausmaß von 35:5 für alle Pädagog:innen


Die Elementarpädagog:innen sind am Limit. Es fehlt an räumlichen, personellen und zeitlichen Ressourcen. Insbesonders die Vorbereitung für die Woche, von Elterngesprächen oder Sprachstandsfeststellungen finden oft in der Freizeit statt, denn im Alltag fehlt dafür oft die Zeit. Diese Vor- und Nachbereitungszeiten sind jedoch enorm wichtig und Teil der elementarpädagogischen Entwicklungsbegleitung jedes Kindes. Die Vorbereitungsstunden zu erhöhen und einen einheitlichen Rahmen für alle elementaren Bildungseinrichtungen zu schaffen, ist dringend notwendig. Wir fordern deshalb, dass für alle in Wien arbeitenden Elementarpädagog:innen eine Erhöhung der Vorbereitungsstunden im Ausmaß von 35:5 bei einer Vollzeitanstellung eingeführt wird.

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Förderung von WLAN-Ausbau auch in privat geführten Kindergärten und Elementarbildungseinrichtungen


Die Stadt Wien finanziert mit rund 15 Millionen Euro den Ausbau der Breitbandanbindung und WLAN-Ausstattung an allen 400 städtischen Kindergärten bis 2023. Diese Maßnahme ist unterstützenswert und ein notwendiger Schritt, um das Personal in den städtischen elementaren Betreuungseinrichtungen auf einen technisch zeitgemäßen Stand zu bringen. Privat geführte elementare Bildungseinrichtungen leisten genauso wichtige Arbeit wie städtische. Wir fordern deshalb, dass auch den privat geführten Kindergärten und Bildungseinrichtungen der Ausbau der WLAN-Infrastruktur finanziert wird.

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Mehr finanzielle Mittel für privat geführte Kindergärten und Elementarbildungseinrichtungen


Bei der Förderung von städtischen Kindergärten und privaten elementaren Bildungseinrichtungen gibt es ein großes Ungleichgewicht. Alle leisten jedoch gleichermaßen wichtige elementarpädagogische Arbeit. Das neue Bildungsbudget führt die Ungleichbehandlung der Kindergärten weiter: städtische Kindergärten bekommen 2022 um 18 %, während privat geführte Kindergärten nur um 3 % mehr bekommen. Wir fordern, dass auch den privaten Trägern für 2022 eine Fördererhöhung von zumindest 18 % zur Verfügung gestellt wird.

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