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am 5. April

Corona-Krise: 15 Millionen Euro für die Wiener Schüler*innen

David Ellensohn - Jede/r fünfte Schüler*in bleibt derzeit auf der Strecke, das ist inakzeptabel.

Die Corona Krise darf nicht zu einer Bildungskrise werden. Für Arbeitnehmer*innen, für Unternehmen, für Härtefälle, für Mieter*innen wurden bereits wichtige und notwendige Hilfspakete geschnürt. Was es jetzt braucht, ist ein Paket für die Wiener Schulen, damit kein Kind zurück bleibt. Schon jetzt ist jede*r fünfte Schüler*in für die Schulen nicht mehr erreichbar. Viele Kinder haben nicht die nötigen Hilfsmittel, um mit Homeschooling zurecht zu kommen.

Wir verhandeln deshalb mit der SPÖ ein 15-Millionen-Euro-Paket für die Wiener Schulen, damit kein Kind zurück bleibt. Wir wollen damit Lehrer*innen unterstützen und Eltern entlasten. Wenn wir das gemeinsam anpacken, dann kann die Schule bereits über die Osterferien sehr viel besser aufgestellt werden.


WAS Das 15 Millionen Euro-Paket für Wiener Schüler*innen bringen soll

1. Digitale Aufrüstung

  •  Alle Schüler*innen, die es brauchen, bekommen Free WLAN und gratis Datenvolumen
  • Fehlt es an Hardware (Laptop, Smartphone) bekommt jede/r Schüler*in ein Endgerät 

Um dies umzusetzen, erhebt der/die Klassenvorstand den Bedarf bei ihren Schüler*innen, sammelt dies und meldet das an die Bildungsdirektion (ehem. Stadtschulrat). Diese liefern bis zum Ende des Schuljahres ein Gerät.

2. Kontakt mit den Schüler*innen herstellen


Engagierte Lehrer*innen strengen sich jeden Tag an, Eltern sitzen mit ihren Kindern zuhause lernen. Manche können aber ganz einfach nicht helfen, diese Schüler*innen sind zum Teil komplett abgemeldet und gehen verloren. Hier gilt es, schnell zu handeln:

  • Persönlicher Kontakt an den Schulen: An vielen Schulen gibt es keine Sekretariate, diese müssen eingerichtet werden. Die Schüler*innen, die sich nicht auf Mails gemailt haben, werden persönlich angerufen und die Schule eingeladen. Schaffung von Anlaufstellen in Schulen, die Lehrer*innen sind vor Ort. Alle Schüler*innen bekommen die Möglichkeit, zumindest einmal pro Woche mit einer Vertrauensperson in der Schule zu sprechen. 
  • Einzelcoachings und Gruppencoachings für die Pädagog*innen werden von den Schulen selbst organisiert.
  • Telefonbereitschaft am Schulstandort
  • Beratungslehrer*innen und Psycholog*innen : Zumindest eine telefonische Beratung muss zur Verfügung stehen. 
  • Postalischen Kontakt herstellen: Wer auf digitalen Kontakt nicht reagiert, soll Infos und Lernmaterialien per Post nach Hause geschickt bekommen. (Auch dafür braucht es das Sekretariat vor Ort)

3. Sommer 2020: Nachhilfe

  • Summer City Camps werden ausgebaut mit zusätzlichem Personal, dass sich persönlich um die Schwächsten kümmert.
  • Gratiskurse, wo die Lehrer*innen (unbürokratisch) Kids anmelden können, die es brauchen. 

4. Nach Corona

Die Corona Krise hat so manche Schwächen im Bereich der Digitalisierung aufgezeigt. Im Jahr 2020 ist es an der Zeit, daraus zu lernen und die Digitalisierung voranzutreiben. Es braucht:

  • Fortbildung für Lehrer*innen im Bereich Digitalisierung forcieren
  • Einrichtung einer User*innen-freundlichen Lernplattform​