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am 30. April 2014

Tag der Arbeitslosen: Menschen retten statt Banken

Monika Vana - Während mit Steuergeld Banken gerettet werden, fehlen Mittel für Investitionen in Bildung, Beschäftigung und soziale Leistungen. Das muss sich ändern.

Tag der Arbeitslosen 2014

"Menschen retten statt Banken", das ist unser diesjähriges Motto zum heutigen Tag der Arbeitslosen. In Anbetracht der bevorstehenden EU-Wahl weisen wir am Tag der Arbeitslosen darauf hin, dass wir Grüne ein Europa der Solidarität und Menschlichkeit wollen. Das heißt: Hohe soziale Standards, gut bezahlte Arbeitsplätze und starke Rechte für ArbeitnehmerInnen. Während mit Steuergeld Banken gerettet werden, fehlen Mittel für Investitionen in Bildung, Beschäftigung und soziale Leistungen. Das muss sich ändern. 

Die soziale Schere muss geschlossen werden

Zu den vordringlichen sozialen Aufgaben für eine Sozialunion zählen die Schaffung von eupopaweiten Mindestlöhnen und einer Arbeitslosenversicherung, um Sozialdumping und damit die zunehmende Verarmung der Menschen zu stoppen. Die soziale Schere muss geschlossen werden, Fraueneinkommen müssen steigen. 25 Millionen Menschen sind in der Europäischen Union ohne bezahlte Beschäftigung. Das sind 10 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Besonders betroffen sind Jugendliche: 4 von 10 der unter 25 Jährigen sind in der EU arbeitslos. 

Die Arbeitslosigkeit erheblich zu senken und neue gute Arbeitsplätze zu schaffen gilt als eine der großen Herausforderungen für die Europäische Union. Wir brauchen das Geld für die Menschen. Wir Grünen wollen eine europäische Sozialunion statt einer EU der Konzerne, Lobbys und Banken. 

Immer mehr Menschen sind in ganz Europavon Arbeitslosigkeit betroffen

Einen Tag vor dem ersten Mai begehen die Grünen traditionell den Tag der Arbeitslosen. Mit unseren Aktionen zum heutigen Tag der Arbeitslosen werfen wir ein Licht auf die Schattenseite der Erwerbsarbeit. Wir machen auf die Probleme der Arbeitslosigkeit aufmerksam. Immer mehr Menschen sind von Arbeitslosigkeit betroffen, in ganz Europa. Es gibt eine sehr große Gruppe an Menschen, die nichts zu feiern, keine Lobby, keine Interessensvertretung und kaum Rechte hat. 

Seit Tagen stehen wir vor AMS-Geschäftsstellen und bewirten Arbeit Suchende mit einem Frühstück. Mit den Menschen über ihre Probleme reden ist mir ein großes Anliegen. Die Leute erzählen, wo der Schuh drückt. Es ist erschütternd, wie viele Menschen erwerbsarbeitslos gemacht wurden, weil sie angeblich "zu alt" sind. Sie fühlen sich wertlos. Wie hier mit Menschen in Unternehmen umgegangen wird, ist äußerst bedenklich.

Heute abend wird noch zu einem Gratisfilm ins Admiral Kino geladen. Gezeigt wird "Die Werkstürmer", eine österreichische Arbeiterkomödie mit Michael Ostrowski und Hilde Dalik. Der Film verbindet Existenzängste, Wirtschaftskrise und Arbeitskampf zu einer lustigen Love Story. Mit einem Blick auf die Parallelen zwischen Geschichte und Gegenwart von Arbeitslosigkeit schließt das Programm zum diesjährigen Tag der Arbeitslosen bei einem Besuch der Ausstellung "Die Arbeitslosen von Marienthal" am 12. Mai. 

DIE WERKSTÜRMER (MIT MICHAEL OSTROWSKI UND HILDE DALIK)

Film & Publikumsgespräch

mit Hilde Dalik (Schauspielerin), Johanna Scherz (Herstellungsleiterin) und Alexander Glehr (Filmproduzent) und Gemeinderätin Dr.in Monika Vana (Kandidatin für das Europäische Parlament und Sprecherin für Arbeit und Europa)

Wann: Mittwoch 30. April, 19 Uhr
Wo: Admiralkino, Burggasse 119, 1070 Wien
Kartenreservierung: reservierung@admiralkino.at

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