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am 7. Juli

Stadt Wien: Besoldungsreform und neues Dienstrecht kommen

Barbara Huemer - Wien beweist damit soziale Verantwortung als Arbeitgeberin.

Die Stadt Wien hat sich mit den Sozialpartnern geeinigt: Eine neue Besoldungsordnung und ein neues Dienstrecht kommt. Sie sollen mit 2018 für neu in den Dienst der Stadt Wien eintretende MitarbeiterInnen in Kraft treten. 

Das wird neu:

Funktionsorientierte Entlohnung: Die Entlohnung im neuen System orientiert sich an der ausgeübten Funktion. Basis dafür bildet die Funktionsbewertung, die unter Einbindung der Dienststellen erarbeitet wurde. Im transparenten Funktionsgehalt sind alle Faktoren, die bei Ausübung der Tätigkeit relevant sind, berücksichtigt. Künftig sind 26 Gehaltsbänder vorgesehen.

Neue Gehaltskurven: Zu Beginn erhält man ein höheres Einstiegsgehalt. Der Verlauf der Gehaltskurve wird über die Dienstjahre hinweg flacher. Mit einem Einstiegsgehalt von mind. 1.670 Euro setzt Wien soziale Maßstäbe.

Neue Möglichkeiten der Personalressourcensteuerung: Das neue Dienst- und Besoldungsrecht ermöglicht einen flexibleren Personaleinsatz und erhöht die Durchlässigkeit beziehungsweise die interne Mobilität.

Die Klärung der Details sowie die legistische Umsetzung wurden nun gestartet. Die Beschlussfassung soll im Herbst 2017 im Landtag erfolgen und das Gesetz 2018 in Kraft treten.

„Ich bin besonders stolz auf die Umsetzung eines Mindestlohns in der Höhe von 1.670 €. Von diesem Einstiegsgehalt profierten vor allem Beschäftigte im Niedriglohnbereich und Teilzeitbeschäftigte, primär Frauen. Wien beweist damit soziale Verantwortung als Arbeitgeberin.“
Barbara Huemer, Gemeinderätin

Reformprozess „Wien neu denken“

Mit „Wien neu denken“ startete die Wiener Stadtregierung gemeinsam mit der Verwaltung im November 2016 einen groß angelegten Reformprozess. Das Ziel sind weitreichende Strukturreformen, um die Herausforderungen einer wachsenden Stadt zu meistern und das Stadtbudget zu konsolidieren. So sollen mit limitierten Mitteln weiter hochwertige, komfortable und sichere Dienstleistungen für mehr Wienerinnen und Wiener angeboten und das Leistungsniveau hochgehalten werden.

In vier Innovationsgruppen werden weitreichende Themen wie die Bezirksreform, Deregulierung und Vereinfachung, Stadtteil- und Grätzlarbeit sowie die Struktur der Stadtverwaltung neu gedacht. Parallel dazu erarbeiten Projektgruppen zu speziellen Themenfeldern Konzepte und Ideen.

Die Umsetzung der Dienstrechts- und Besoldungsreform unterstützt ganz wesentlich die strukturellen Veränderungen die durch „Wien neu denken“ angestoßen wurden. ​