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am 28. Juni

Nein zum 12-Stunden-Tag!

Barbara Huemer, David Ellensohn - Er schadet ArbeitnehmerInnen und schränkt Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein.

Ohne Begutachtung und breite Diskussion, dafür mit geradezu obszönem PR-Aufwand möchte die Regierung im Eiltempo massive Verschlechterungen für Lohnabhängige beschließen: ÖVP und FPÖ wollen die tägliche Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden und die wöchentliche Höchstarbeitszeit auf 60 Stunden erhöhen. Überstundenzuschläge drohen wegzufallen, Beruf und Familie unvereinbar zu werden und massive gesundheitliche Belastungen drohen. ​

AB INS BURN-OUT?

Nicht nur die Gewerkschaften, auch zahlreiche Wissenschaftler schlagen angesichts bevorstehender Änderungen Alarm: Die Gesundheit droht unter die Räder zu kommen. Sie leidet unter überlangen Arbeitstagen massiv. Die Anzahl von Arbeitsunfällen verdoppelt sich nach der achten täglichen Arbeitsstunde. Österreich liegt übrigens bei er durchschnittlichen Wochenarbeitszeit im europäischen Spitzenfeld. Gesundheitliche Probleme, wie beispielsweise Burn-out, werden weiter zunehmen.​

FRAUEN ZURÜCK AN DEN HERD?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist mit einem 8-Stunden-Job bereits sehr schwer. Kommt es zu einer Arbeitszeitverlängerung, wird es noch schwerer Job, die Bedürfnisse des täglichen Lebens und die Pflege von Kindern oder Kranken unter einen Hut zu bringen. Praktisch heißt das, Kindern wird ihr Papa weiter entzogen, an den Mamas bleibt die ganze unbezahlte Arbeit picken. Am schwierigsten wird es dort sein, wo unter schwarz-blau die Kinderbetreuung eingeschränkt wird. Das zeigt, dass diese Politik gewollt ist. Frauen sollen zurück an den Herd gedrängt werden. Für Personen mit Betreuungspflichten – und das sind immer noch überwiegend Frauen - wird es noch schwieriger als bisher, in gut bezahlte Positionen zu kommen. Wir wollen, dass Frauen ein ökonomisch eigenständiges Leben führen können und nicht in die Abhängigkeit eines Ernährers gedrängt werden. Die Hausfrauenehe wie auch die 60-Stunden Woche stammen aus dem vorigen Jahrhundert, dort sollen sie auch bleiben.​

Arbeitszeit verkürzen!

Nicht nur in Schweden, sondern auch in fortschrittlichen Unternehmen in Österreich wurde längst erkannt, dass Arbeitszeitverkürzung zu mehr Zufriedenheit, weniger Krankenständen und mehr Gesundheit führt. Sie bringt aber auch mehr Jobs durch eine bessere Umverteilung. ​Kürzere Vollzeitarbeit entspricht auch den Wünschen der Beschäftigten, wie regelmäßige Umfragen bestätigen. Die Grünen setzen sich seit Jahren für eine Arbeitszeitverkürzung ein. Die Regierung hingegen arbeitet gegen die Menschen und richtet sich stattdessen nur nach den Interessen von Konzernen.

Die Grünen unterstützen die Proteste

Wir unterstützen die Proteste gegen diesen Raubzug der Bundesregierung. Schwarz-Blau wird sich auf einen heißen Herbst vorbereiten müssen.


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