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am 6. April

Gute Arbeit für alle

Barbara Huemer, Monika Vana - Zum Tag der Arbeitslosen am 30. April besuchen wir Arbeitsämter, laden ins Kino und zu einer Enquete ins Wiener Rathaus ein. Unser politisches Ziel: gute Arbeit für alle. Und das schaffen wir mit fairer Verteilung von Einkommen, Vermögen und Arbeitszeit.

Die Arbeitslosenzahlen sinken wieder. Auch in Wien. Endlich. Mit hohen Investitionen trotz angespannter finanzieller Situation, dem WAFF, dem Jugendkolleg und vielen anderen Maßnahmen hat Wien viel dazu beigetragen. Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und der jahrzehntelange Trend steigender Arbeitslosigkeit wird sich fortsetzen. Alarmierend ist auch, dass neue Arbeitsplätze meist nur in Teilzeit angeboten werden. Vor allem Frauen arbeiten in Jobs von denen sie nicht leben können. Daher wollen wir grundlegend darüber nachdenken, wie wir gute Arbeit für alle schaffen können. Wir freuen uns, wenn uns viele Menschen dabei unterstützen.

Rund um den 30. April, dem Tag der Arbeitslosen und den 1. Mai – Tag der Arbeit haben wir wieder ein engagiertes Programm auf die Beine gestellt. Wir reden mit Arbeitslosen und fragen, wo der Schuh drückt. Wir diskutieren über die „Zukunft der Arbeit“ und laden zu einer Enquete über menschengerechte Arbeitszeiten ein. Und das Gratis-Kino mit einem großartigen Film zum Thema Arbeit gibt es auch wieder. Mach mit und komm vorbei!

Programm "Alles Flexi oder was?" Enquete
Das Programm der Enquete "Alles flexi, oder was?" am 2. Mai 2017 im Wiener Rathaus zum downloaden
Flyer Film TAL 2017

ALLES FLEXI, ODER WAS?“ - ENQUETE FÜR EINE MENSCHENGERECHTE ARBEITSZEIT

Die aktuelle Debatte zum 12 Stunden Tag – der Wirtschaftsminister, die Arbeitgeberverbände und die Industriellenvereinigung wollen die Arbeitszeit auf 12-Stunden pro Tag per Gesetz erhöhen - ist der Weg in die falsche Richtung. Gefordert wird ein Arbeitszeit-Standard wie vor 50 Jahren. Und das obwohl Österreich bei Flexibilität und Länge der Arbeitszeit schon im europäischen Spitzenfeld liegt. Lange Arbeitszeiten gehen zu Lasten der Gesundheit und grenzen Menschen mit Betreuungsverantwortung noch weiter aus, außerdem lassen sie keine Zeit für Angehörige, für Freund_innen und auch nicht für gesellschaftliches Engagement.

Wir sagen „Nein“ zum 12-Stunden Tag. Die Weichen müssen in die entgegengesetzte Richtung gestellt werden, in Richtung kürzerer Erwerbsarbeitszeiten. Bei der Enquete am 2. Mai erfahren wir aktuelle Studienergebnisse und diskutieren diese mit Forscher_innen und mit Personen aus verschiedenen Berufsgruppen: Wie schaut eine menschengerechte Arbeitszeit aus?

PROGRAMM

14:00 Uhr
​Check in

14:30 Uhr
​Eröffnung
​Begrüßung: David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien

  • 14:40 Uhr Panel 1 + Kurzfilm 1
    Impulsstatement: GRin Barbara Huemer (Grüne Wien)
    ​KEYNOTE: Ansatzpunkte einer gleichstellungsorientierten Arbeitszeitpolitik. Status quo der Arbeitszeitverteilung in Österreich. Mag.a Christine Mayrhuber (WIFO)
    ​Impulsstatement: MEP Monika Vana (Grüne im Europäischen Parlament): Arbeitszeitpolitik auf EU-Ebene
    ​Publikumsfragen
  • 16:10 Uhr Panel 2 + Kurzfilm 2
    Vortrag: Arbeit und Erholung. Auswirkung langer Arbeitszeit und Erholungsmangel auf Gesundheit und Wohlbefinden. Dr. Gerhard Blasche (Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien)
    ​Publikumsfragen

16:40 - 17:10 Uhr Pause

  • 17:10 Uhr Panel 3 + Kurzfilm 3
    Impulsstatement: Markus Koza (AUGE/UG Wien)
    ​Vortrag: Pioniere der Arbeitszeitverkürzung: betriebliche Modelle in Österreich. Stefanie Gerold, MSc. und Michael Soder, MSc. MSc (beide Institute for Ecological Economics an der WU Wien)
    ​Publikumsfragen

  • 18:00 bis 19:00 Uhr Kurzfilm 4
    Sofa Talk: „Gute Arbeitszeit heißt für mich...“ mit
    Jana Zuckerhut, Österreichische Plattform für Alleinerziehende
    Georg Gehringer, Polizist
    Sonja Müller, Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Betriebsratsvorsitzende (FSW)
    Walter Braunsteiner, Softwareentwickler
    Adele Siegl, Fahrradzustellerin foodora, Betriebsrätin​
    ​Politisches Resümee: Barbara Huemer, Monika Vana, Makus Koza

    ​​​Moderation: Nina Horaczek, Chefreporterin bei der Wiener Stadtzeitung Falter

Gemütlicher Ausklang

VeranstalterInnen: Grüner Klub im Wiener Rathaus, Österreichische Grüne im Europaparlament, AUGE/UG Wien


AMS-FRÜHSTÜCK ON TOUR:

An folgenden Terminen können Arbeitssuchende bei gratis Kaffee und Kipferl mit den Grünen über ihre Sorgen und Nöte sprechen. Vor Ort sind die Gemeinderätin Barbara Huemer und Grünen Bezirke-Teams - wir freuen uns auf euch!

  • Do, 20.4. Ottakring,
    ​7:30-9:30, AMS Huttengasse 25
  • Mo, 24.4. Landstraße,
    ​7:30-9:30, AMS Esteplatz 2
  • Di, 25.4. Hietzing,
    7:30-9:30, AMS Hietzinger Kai 139
  • Mi, 26.4. Wieden,
    8:30-10:30, vor der AK, Prinz Eugen Straße
  • Do, 27.4. Brigittenau,
    ​7:30-9:30, AMS Dresdnerstraße 110
  • Do, 27.4. Hernals
    ​15:00-17:00, Hernalser Hauptstraße 116
  • Fr, 28.4. Meidling,
    7:30-9:30, AMS Schönbrunnerstraße 247
  • Fr, 28.4. Neubau,
    ​10:00-12:00, Sozialmarkt, Neustiftgasse 73
  • Fr, 28.4. Floridsdorf,
    ​14:00-16:00, Franz-Jonas-Platz
  • Sa, 29.4. Rudolfsheim-Fünfhaus,
    ​11-13:00, U-Bahn-Station Johnstraße

Gratis Kino

Am Tag der Arbeitslosen, dem 30. April, laden wir zum Gratis Kino Abend. Wir zeigen den preisgekrönten Film der „Wert des Menschen“.

Der „Wert des Menschen“ wird durch den Kapitalismus immer mehr bedroht. Steigende Produktivität und galoppierender technischer Fortschritt machen menschliche Arbeit immer öfter überflüssig. Gleichzeitig bieten die neuen Technologien auch die Chance für einen großen zivilisatorischen Sprung. Die Arbeit geht uns keineswegs aus. Es gibt genug zu tun, auf dem Weg in eine solidarische, geschlechtergerechte und ökologische Gesellschaft. Es gibt „gute Arbeit für alle“. Und zwar dann, wenn wir ihr den Wert zurückgeben. Jeder Mensch ist wertvoll und hat Würde.

So, 30.4. Gratiskino, 19 Uhr: Der Wert des Menschen

Zukunft der Arbeit

Wer über die Zukunft der Arbeit diskutieren möchte, kann das bei vier Veranstaltungen in vier Bezirken tun. Alle Informationen dazu gibt es hier: wien.gruene.at/arbeit/zukunft-der-arbeit

Wir brauchen ein soziales Europa

Österreich kann sich nicht alleine auf diesen Weg machen. Denn ohne internationalen Rahmen lässt sich weder die Arbeitslosigkeit noch die ökologische Krise in den Griff bekommen. Europa braucht mehr soziale Sicherheit für seine Bevölkerung. Mehr Kooperation und gegenseitige Unterstützung. Gemeinsam entwickeln wir die innovativsten Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen denen unsere Gesellschaft derzeit gegenübersteht.

Das brauchen wir für gute Arbeit für alle:

  • ​Mindestlöhne, die nicht arm machen. In Österreich sind das mindestens EUR 1750 brutto.
  • Arbeit fair teilen durch kürzere Arbeitszeiten. Weniger Überstunden = weniger Arbeitslose.
  • Mehr Selbstbestimmung. Mehr Zeit für Familie, gesellschaftliches Engagement und Erholung.
  • Eine Arbeitslosenanwaltschaft, damit die Menschen nicht unter die AMS-Räder geraten können.
  • Investitionen und Arbeitsplätze in Pflege, Bildung, ökologische Verkehrsinfrastruktur, Solarenergie, und vieles mehr.
  • Ein soziales und ökologisches Europa, statt ein Europa der Multis und der Banken.
  • Mehr Steuergerechtigkeit, statt ruinöser Standortkonkurrenz.